Zimmerpflanzen sind längst zum Symbol für Gemütlichkeit und Einzigartigkeit jedes Wohnraums geworden. Gerade Topfpflanzen verleihen jedem Zuhause eine persönliche Note. Die Kalathea Makoya ist keine Ausnahme.
Sie eignet sich für Freunde der Zimmerpflanzenpflege, die nicht so sehr die üppige und leuchtende Blüte, die nicht allzu häufig vorkommt, sondern das alltäglich schmucke Aussehen der Pflanze anspricht. Gerade die schönen Blätter der Kalathea Makoya machen diese Pflanze beliebt und gefragt.
Inhaltsverzeichnis:
Kalathea makoya, Pflanzenbeschreibung
Die Kalathea Makoya gehört zur Gattung Kalathea aus der Familie der Marantaceae. Wie alle Zimmerpflanzen gelangte die Kalathea Makoya aus der Wildnis in die menschliche Behausung. Die Heimat der Pflanze sind die feuchten Wälder Süd- und Mittelamerikas.
Die Lebensform der Kalathea ist eine mehrjährige krautige Pflanze. Da der Gattungsname der Pflanze aus dem Griechischen mit „Korb“ übersetzt wird, wird angenommen, dass diese Pflanze als Rohstoff für das Korbflechten der indigenen Bewohner Brasiliens, Perus und Ecuadors diente.
Der unterirdische Teil der Triebe bildet recht kräftige und gut verzweigte Rhizome. Die von ihnen ausgehenden aufrechten oberirdischen Triebe bilden Rosetten aus schönen Blättern. Die Blattspreiten sind dünn und ähneln im Aussehen Papier. Die Blätter haben eine ovale Form. Ihre Größe kann bis zu 30 cm betragen.
Die Blätter der Kalathea Makoya sind sehr bizarr gefärbt. Vor dem grünen Hintergrund befindet sich ein Muster aus silbrigen und dunkelgrünen Flecken unterschiedlicher Form und Größe. Die Unterseite des Blattes ist purpurfarben oder kirschrot und weist ebenfalls ein Muster auf. Die Blätter sind mittels behaarter lila Blattstiele befestigt.
Die Blattstiele sind recht lang, ihre Länge kann bis zu 14 cm betragen. Gerade aufgrund der Blattfärbung und des Musters ist die Pflanze bei Liebhabern von Topfkulturen beliebt. Neben der Blattfärbung hat die Pflanze noch eine weitere Besonderheit. Bei Einbruch des Abends heben sich die Blätter, strecken sich und falten sich so, dass sie den Händen eines Menschen ähneln, der ein Gebet spricht.
Wegen dieser Besonderheit wird die Blume auch Gebetsblume genannt. Am Morgen kehren die Blätter in ihre vorherige Position zurück. Aufgrund dieser Eigenschaft und der Fähigkeit zur Bewegung wirkt die Kalathea eher wie ein Tier als eine Pflanze. Obwohl die Kalathea nicht sehr anspruchsvoll ist, müssen dennoch bestimmte Bedingungen für ihr Wachstum und ihre Entwicklung im Raum geschaffen werden.
Anbaubedingungen für Kalathea makoya
Wie für jede Pflanze haben für die Kalathea folgende Faktoren eine große Bedeutung:
- Beleuchtung
- Temperatur
- Luftfeuchtigkeit
- Bewässerung
- Boden
Beleuchtung und Temperatur
Damit die Blätter der Kalathea ihr Muster behalten, sollte die Pflanze so platziert werden, dass sie genug Sonne bekommt, das Licht jedoch gestreut ist. Direkte Sonnenstrahlen verbrennen die Blätter, und Lichtmangel verschlechtert das Aussehen der Blätter. Daher ist es am besten, die Pflanze in der Nähe von Fenstern zu platzieren, die nach Südosten oder Südwesten ausgerichtet sind.
An Südfenstern sollte ein Schutz vor der Mittagssonne geschaffen werden, während an Nordfenstern die Pflanze zusätzliches Licht benötigt. Dafür eignet sich eine Leuchtstofflampe.
Da die Pflanzen in der Natur in einem tropischen Klima wachsen, sollte es auch im Raum warm sein. Die optimale Temperatur für die Kalathea sollte nicht unter +22 und nicht über +28 Grad liegen. Die Pflanze verträgt plötzliche Temperaturänderungen schlecht. Es ist wünschenswert, die Temperatur auf einem konstanten Niveau zu halten. Besonders schädlich für die Pflanze ist ein plötzlicher Temperaturabfall unter das angegebene Niveau.
Bewässerung und Luftfeuchtigkeit
Da die Kalathea Makoya in der Natur entlang von Gewässern und an feuchten Orten wächst, benötigt die Pflanze regelmäßiges Gießen. Im Sommer sollte es häufig und reichlich sein, im Winter wird die Pflanze moderater, aber regelmäßig gegossen. Die Erde im Topf sollte stets leicht feucht sein, jedoch ohne Stau und Überschuss an Wasser.
Neben dem Gießen benötigt die Kalathea eine bestimmte Luftfeuchtigkeit. Dies kann erreicht werden, indem man mit einem Handsprüher Wasser im Raum mit der Pflanze versprüht. Dieser Vorgang ist auch im Winter wichtig, wenn die Heizkörper die Luft übermäßig trocknen. Ein Überschuss oder Mangel an Wasser kann dazu führen, dass die Blätter austrocknen und abfallen.
Für den Anbau der Kalathea zu Hause ist jede leichte Erde geeignet. Am besten ist es, wenn die folgenden Bestandteile zu gleichen Teilen enthalten sind:
- Sand
- Torf
- Blatterde
- Humus

Wenn im Raum alle Bedingungen für den Anbau der Pflanze geschaffen werden können, kann man in den Laden gehen und eine Kalathea Makoya kaufen.
Einige Besonderheiten bei der Pflege von Kalathea
Neben dem üblichen Gießen mit weichem, abgestandenem Wasser kann man auch das Untergießen verwenden. Dazu füllt man die Unterschale mit Kieselsteinen oder Torf. Danach gießt man Wasser in die Unterschale und stellt den Blumentopf darauf. Auch Düngung ist wichtig für die Kalathea.
Nachdem die Pflanze gegossen wurde, kann man einen Dünger für Zimmerpflanzen anrühren und die Pflanze düngen. Dies sollte vom Frühjahr bis Mitte Herbst erfolgen. Die Häufigkeit der Düngung beträgt einmal alle zwei Wochen. Zur Vermehrung kann man während des Umtopfens einen Teil des Busches zusammen mit dem Rhizom abtrennen.
Normalerweise wird alle zwei Jahre umgetopft. Die Kalathea ist anfällig für Spinnmilben und Schildläuse. Zur Vorbeugung sollte man die gesamte Pflanze regelmäßig untersuchen, wobei besonders die Blattunterseiten zu beachten sind.
Wenn ein Schädlingsbefall rechtzeitig bemerkt wird, reicht es aus, eine Behandlung mit einer Lösung von Karbofos oder Actellik durchzuführen. Wenn alles richtig gemacht wird, wird die Kalathea makoya würdevoll aussehen und, wenn man Glück hat, kann man ein leichtes Rascheln ihrer Blätter hören, die sich wie Handflächen zum Abendgebet falten.
Video zur richtigen Pflege von Kalathea makoya zu Hause: