Warum werden die Blätter des Birnbaums gelb und was sollten Sie tun?
In ihrer Praxis begegnen Gärtner häufig einem unangenehmen Phänomen: der Gelbfärbung der Blätter von Obst- und Beerenkulturen. Die Blätter können sich zunächst mit Flecken bedecken, welken, dann gelb werden und schließlich ganz abfallen. Diese Erscheinungen deuten darauf hin, dass Ihre Pflanze an einer Krankheit leidet.
Inhaltsverzeichnis:
Warum werden die Blätter des Birnbaums im Sommer gelb?
Die Ursachen für das Vergilben der Birnenblätter können vielfältig sein: bakterielle Infektionen, Pilzkrankheiten, Schädlingsbefall und sogar Witterungsverhältnisse (lang anhaltende Trockenheit oder übermäßige Nässe der Wurzeln).
Eine der ansteckendsten Krankheiten von Apfel- und Birnbäumen ist der Schorf. Bei dieser Krankheit erscheinen zunächst Flecken auf den Birnenblättern, dann vergilben sie und fallen ab. Diese Krankheit ist ziemlich schwer zu bekämpfen, da die Schorfpilze nicht nur einen, sondern mehrere Bäume befallen können.
Wie bekämpfen Sie die Gelbfärbung der Blätter des Birnbaums?
Zur Behandlung des Birnbaums gegen Schorf verwendet man die Bordeaux-Mischung. Vorbeugende Maßnahmen sollten die vollständige Reinigung des Bodens von Schädlingen umfassen (Einsammeln und Vernichten trockener Blätter, Umgraben des Bodens). Diese Arbeiten werden im späten Herbst nach dem Laubfall durchgeführt.
Ein gelbes Blatt am Birnbaum kann durch Kaliummangel im Boden verursacht werden. In den ersten Entwicklungsstadien, im frühen Frühjahr, kann sich die Pflanze noch ausgezeichnet fühlen, aber im Sommer beginnen Prozesse, die mit der Gelbfärbung der Blätter zusammenhängen. Dieses Problem kann durch rechtzeitige Kaliumdüngung gelöst werden. Deshalb sollte der Boden mit Nährstoffen gedüngt werden, besonders beim Pflanzen eines jungen Baumes.
Gelbfärbung der Blätter kann auch im späten Frühjahr auftreten. Zu den möglichen Ursachen zählen Erfrierungen des Baumes oder Schäden durch Nagetiere. Mäuse oder Hasen können im Winter die Rinde des Baumes annagen, was die Nährstoffversorgung der Krone erschwert.
In solchen Fällen wird empfohlen, den Stamm des Baumes vor der Überwinterung mit Dachpappe zu schützen. Dieses Material schützt den Birnbaum nicht nur vor Nagetieren, sondern mildert auch die Wirkung von Frost oder kaltem Wind.
Eine weitere Ursache für das genannte Phänomen kann trockenes Wetter sein, wodurch der junge Baum nicht genügend Feuchtigkeit erhält, insbesondere wenn er in sandigen Boden gepflanzt wurde, aus dem die Feuchtigkeit schnell verdunstet. In diesem Fall sollte der Baum regelmäßig gegossen werden, besonders wenn er im laufenden Jahr gepflanzt wurde.
Aber nicht nur Trockenheit beeinflusst das Verhalten des Baumes; auch ein hoher Grundwasserspiegel kann die Ursache für die Gelbfärbung der Blätter des Birnbaums sein. Um solche Erscheinungen zu vermeiden, sollten Setzlinge auf Anhöhen gepflanzt werden, fern von stark feuchten und sumpfigen Standorten.
Vorbeugung
Man kann das Auftreten von Krankheiten verhindern, wenn man rechtzeitig Behandlungen gegen Schädlinge und Krankheiten durchführt.
Natürlich muss man beim Kauf von Setzlingen deren Zustand prüfen und den Verkäufer kennen, sonst kann man die Pflanze nicht vor der Mosaikkrankheit schützen. Wenn man einen Birnenbaum veredeln muss, sollte man die Qualität des Veredelungsmaterials überprüfen. Beim Beschneiden sollten die Werkzeuge sauber, sogar steril sein.
Blattläuse verbreiten sich sehr schnell im Garten, daher muss man sie bei ihrem Auftreten sofort vernichten. Unbedingt müssen Sprühungen mit chemischen Mitteln durchgeführt werden. Ebenso kann man Hausmittel anwenden: eine Lösung aus Teerseife, Tabak, Knoblauch, um die Anzahl der Blattläuse im Garten zu reduzieren, wenn sie bereits aufgetreten sind.
Ebenso werden Blattläuse von Ameisen übertragen, die man vernichten muss. Man kann für die kleinen Schädlinge Köder aus Hirse, Borsäure und Zucker zubereiten. Wirksam sind chemische Mittel gegen Ameisen oder Fallen für sie. All dies kann man in Geschäften kaufen oder zu Hause aus vorhandenen Mitteln herstellen.