Alle Pflanzen benötigen eine bestimmte Menge Wasser, das für die Entwicklung, das Wachstum und die Ernte verwendet wird. Kirschen zählen zu den trockenheitsresistenten Pflanzen, sie können auch ohne Bewässerung auskommen, aber rechtzeitiges Gießen steigert den Ertrag.
Inhaltsverzeichnis:
Wann sollte man Kirschbäume gießen?
Während der Vegetationsperiode werden die Kirschbäume 3- bis 4-mal bewässert. Normalerweise erfolgt die Bewässerung in bestimmten Entwicklungsphasen der Pflanze:
- Die erste Bewässerung der Kirschbäume sollte nach der Blüte erfolgen (diese Phase hängt vom Klima und der Sorte ab, daher ist ein konkretes Datum schwer zu nennen);
- Die zweite Bewässerung des Baumes erfolgt während der Fruchtknotenbildung;
- Ein drittes Mal werden die Kirschbäume nach der Ernte bewässert, jedoch kann diese Bewässerung auf Anfang September verschoben werden;
- Die vierte und letzte Bewässerung der Kirschbäume, die als Winterbewässerung bezeichnet wird, sollte vor dem 20. Oktober erfolgen.
Bewässerungsmengen für Kirschbäume
Manche unerfahrene Gärtner gießen Kirschbäume zu häufig und schaden dem Baum dadurch sehr, denn häufiges Gießen verdichtet den Boden und verdrängt den Sauerstoff. Ein schlechter Luftaustausch beeinträchtigt die Entwicklung des Baumes, daher sollte man die Bewässerung nach dem obigen Schema durchführen und pro Baum pro Saison 4 bis 9 Eimer Wasser verbrauchen, je nach Alter des Baumes.
Als beste Methode zur Bewässerung von Kirschbäumen gilt die Anlage von Kreisrillen, die den der Baumkrone entsprechenden Bodenbereich abdecken sollten.
Normalerweise werden die Ringrillen im Abstand von 50 Zentimetern vom Stamm des Baumes und im gleichen Abstand voneinander ausgehoben. Nach der Anlage dieses einfachen Bewässerungssystems wird gegossen und die Feuchtigkeit gleichmäßig über die Rillen verteilt.
Bei jeder Bewässerung werden pro Baum 10 bis 15 Liter ausgebracht. Um die Verdunstung der Feuchtigkeit zu verhindern, werden die Bewässerungsstellen mit gemähtem Gras, Kompost oder Humus gemulcht.
Pflege nach dem Gießen
Um einen normalen Luftaustausch im Boden zu gewährleisten, wird er gelockert. Die Luft, die durch die Bodenschicht zum Wurzelsystem des Baumes eindringt, verbessert dessen Entwicklung und Wachstum. Wenn die Saison heiß war, sollte die Lockerung bis zum Herbst durchgeführt werden.
Um den Gehalt an Nährstoffen im Boden zu erhöhen, was zur Steigerung des Ertrags beiträgt, werden verschiedene Düngemittel (organische und mineralische) verwendet. Gute Ergebnisse erzielt man mit Kompost, der in die für die Bewässerung ausgehobenen Rillen eingebracht werden kann.
Fertigen Kompost kann man im Laden kaufen oder selbst aus Gartenabfällen herstellen, die mit einer Lösung aus Rinder- oder Geflügelmist vermischt werden.