In Bezug auf Standort und Boden unterscheidet sich die Aronia kaum von anderen Obst- und Beerenkulturen.
Sie verträgt auch keine trockenen Hänge, abgeschlossene Senken und hohen Grundwasserstand. Für sie geeignet sind Hänge aller Richtungen außer Südhänge sowie alle Bodentypen außer steinigen, salzhaltigen und sumpfigen Böden. Ungünstige Geländebedingungen wirken sich negativ auf die Produktivität der Kultur aus.
Eine günstige Lage der Aroniaplantagen und ihr guter Schutz führen zu einer guten Schneeansammlung. Der Schnee ist ein zuverlässiges Mittel, um die Aroniasträucher im Winter zu bedecken und regelmäßige Erträge dieser Kultur zu erzielen.
Es wurde festgestellt, dass die Aronia einen höheren Ertrag liefert, wenn die Schneedecke im November die für diesen Monat maximale Höhe erreicht. Die Schädigung der Aronia durch Frühjahrsfröste hängt weitgehend von der Geländeform des Standorts ab, auf dem sich die Plantage befindet.
Standortwahl für die Pflanzung von Aronia
Bei der Standortwahl für eine Aroniaplantage müssen vor allem ihre hohe Lichtliebe, ihr erhöhter Feuchtigkeitsbedarf und ihre unzureichende Frostbeständigkeit berücksichtigt werden. Die Aronia reagiert wenig empfindlich auf Bodenazidität, daher kann sie auch auf stark sauren Böden gepflanzt werden, doch diese müssen gekalkt werden. Da das Wurzelsystem der Aronia bis zu 3 m tief eindringen kann, sollte der Boden locker und wasserdurchlässig sein.
Die Aronia benötigt wie andere Obst- und Beerenkulturen Schutz. Dieser kann natürlich (Wald, Hügel, Berg) oder künstlich in Form von Schutzwaldstreifen sein. Aus diesem Grund kann man in der Nicht-Schwarzerde-Zone die Aronia in kleinen Parzellen auf Waldlichtungen pflanzen, wo sich mehr Schnee ansammelt und ein guter Windschutz besteht.
Schutzwaldstreifen sollten durchlässig sein. Bei ihrer Anlage verwendet man am besten Baumarten wie Birke, Pappel und Lärche.
Das für die Aronia vorgesehene Grundstück wird in rechteckige Quartiere aufgeteilt, wobei ein Wegenetz angelegt wird. Die Größe des Quartiers hängt vom Geländeprofil, der Geschütztheit des Standorts und einigen anderen Faktoren ab. In Sibirien beträgt die Quartiergröße 3-6 ha, im europäischen Teil des Landes etwas mehr.
Das Grundstück wird von den lästigsten Unkräutern befreit, eingeebnet, gut gedüngt und bearbeitet. Wenn der Boden mit Quecke verseucht ist, wird er chemisch gereinigt. Dazu wird drei bis vier Monate vor der Pflanzung die Oberfläche des bearbeiteten Grundstücks mit einer Lösung von Natriumtrichloracetat in einer Dosis von 30-40 kg/ha besprüht.
Da die Aronia eine lichtliebende Kultur ist und auf zu dichten Stand mit einem starken Ertragsrückgang reagiert, ist es bei der Pflanzung sehr wichtig, die Nährflächen richtig festzulegen. Derzeit wird das Pflanzschema 4 × 3 m als optimal angesehen.
In Sibirien wird auf ebenen Flächen empfohlen, die Eberesche im Verhältnis 4 × 2,5 m zu pflanzen, an sanften Hängen 4 × 2—2,5 m, an Hängen mit etwa 10° Neigung 4,5 × 2 m. Eine gewisse Verdichtung in den Reihen im letzteren Fall erklärt sich durch die bessere Belichtung der Eberesche an den Hängen, und die Vergrößerung des Reihenabstands dadurch, dass an Hängen bei der Arbeit eine gewisse Verschiebung der Bodenbearbeitungsmaschinen möglich ist. Auf Hausgrundstücken und in Gemeinschaftsgärten werden die Ebereschenpflanzungen etwas dichter angelegt — nach dem Schema 3 × 2,5—2 m, da die Bodenbearbeitung hier nicht mechanisiert ist.
Bei der Anlage einer Plantage sind Alter und Qualität des Pflanzmaterials von großer Bedeutung. Wünschenswert ist, dass es zweijährig und erster Qualität ist, da dies die Fruchtbildung der Pflanzen beschleunigt.
Setzlinge zum Pflanzen kauft man am besten im Herbst in Baumschulen. Die Wurzeln der schwarzen Eberesche (Aronia) reagieren sehr empfindlich auf Feuchtigkeit und Lufttemperatur, daher müssen sie beim Transport vor Austrocknung und Frost geschützt werden. Fröste von 1,5—2,5° sind für die freiliegenden Wurzeln der Eberesche bereits schädlich. Vor dem Verladen werden die Wurzeln der Setzlinge in einen Lehmbrei getaucht, und nach dem Verladen werden sie mit feuchtem Stroh, Moos oder Sägemehl und darüber mit Folie, Sackleinen oder Plane abgedeckt.
Das hergebrachte Pflanzmaterial wird in einem dauerhaften (Winter-) Pflanzloch eingeschlagen. Wenn es sofort zum Pflanzen verwendet wird, wird es vorübergehend am Rand des Pflanzbereichs eingeschlagen. Wenn die Wurzeln der Setzlinge beim Transport etwas austrocknen oder der Boden an der Einschlagstelle sehr trocken ist, werden sie nach dem Einschlagen reichlich gegossen.