Zimmernachtschatten: Wie pflegt man ihn?

Zimmerblume Nachtschatten: Pflanzung, Pflege und Eigenschaften

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Nachtschatten
Was ist das für eine Pflanze – Nachtschatten?
Welche Bedingungen sind optimal für den Nachtschatten?
Vermehrung und Pflanzung der Pflanze
Die richtige Pflege des Zimmernachtschattens
Probleme beim Anbau
Giftigkeit und heilende Eigenschaften der Blume

Der Nachtschatten (Solanum) — ist ein Strauch aus der Familie der Nachtschattengewächse, deren Gattung etwa 1700 Arten umfasst. Die Heimat des Nachtschattens sind südamerikanische Länder mit tropischem Klima. In freier Wildbahn trifft man einjährige und mehrjährige krautige Pflanzen in Form von Sträuchern und Bäumen an, deren Stängel kriechend oder aufrecht sein können und deren Früchte überwiegend giftig sind. Unter den Nachtschattengewächsen gibt es auch essbare Arten wie Kartoffeln, Tomaten und Auberginen.

Für den Anbau zu Hause eignet sich nur ein kleiner Teil der Nachtschattengewächse — am häufigsten trifft man den Rand-Nachtschatten, den Pfeffer-Nachtschatten und den dunkelbraunen Nachtschatten an, deren Früchte mit kleinen Tomaten, Kirschen oder mexikanischen Pfefferschoten verglichen werden. Diese lateinamerikanischen Machos können ihre Besitzer das ganze Jahr über mit ihrem dekorativen Aussehen erfreuen. Dazu ist es jedoch notwendig, einige Tricks bei der Pflege dieser Pflanze zu kennen.

Was ist das für eine Pflanze – Nachtschatten?

Der Zimmernachtschatten wird im Volksmund Winterkirsche oder Korallenstrauch genannt. Sehr häufig trifft man in der Hauszucht den Pfeffer-Nachtschatten und den Falschen Pfeffernachtschatten an. Sie unterscheiden sich voneinander, wenn auch nur geringfügig. Der Hauptunterschied liegt in den Trieben des Büschchens. Der Falsche Pfeffernachtschatten besitzt glatte, unbehaarte Triebe und Blättchen, während sie beim Pfeffer-Nachtschatten mit einem leichten, gräulichen Flaum bedeckt sind. Sie unterscheiden sich auch in ihren Eigenschaften.

Die Früchte des Pfeffer-Nachtschattens werden in der Volksmedizin zur Behandlung von Angina und zur Wundheilung eingesetzt, während der falsche Pfeffer-Vertreter ein giftiger Mörder ist.

Daher sollte die Pflanze, wenn sie den Innenraum schmückt, in beträchtlichem Abstand zum Boden platziert werden, damit kleine Kinderhände nicht an die appetitlichen Beeren gelangen.

Der Korallenstrauch erreicht eine Höhe von einem halben Meter, ist sehr dekorativ und wird oft zur Weihnachtszeit zum Schmuck, wenn der flauschige grüne Busch mit leuchtend bunten Beeren übersät ist, daher der Name — Winterkirsche. Die kleinen Beeren erscheinen nach der Blüte und verändern während der Reifung ihre Farbe von Grün zu einem kräftigen Bordeaux. Dabei reifen die Früchte an einem Busch ungleichmäßig, sodass die Kirschen, Tomaten oder Paprikaschoten in verschiedenen Farbtönen erscheinen, was die dekorative Wirkung der Pflanze erhöht.

Welche Bedingungen sind optimal für den Korallenstrauch?

Man sollte bedenken, dass der dekorative Korallenstrauch eine Pflanze aus den Tropen ist, daher sollten die Haltungsbedingungen möglichst naturnah sein. Die Pflanze benötigt ständiges Besprühen und die Einhaltung einer optimalen Temperatur, die im Winter gesenkt wird.

Die Blume ist zudem recht lichtliebend, verträgt jedoch absolut keine direkte Sonneneinstrahlung.

Wenn der Blume etwas nicht gefällt, gibt sie dies wie folgt zu erkennen:

  • durch Blattabwurf – das bedeutet, die Pflanze leidet unter Lichtmangel.
  • durch spärliche Blüte und kleine Früchte — auf unzureichende Wärme.
  • durch Einrollen der Blätter — auf zu viel Sonnenlicht.
  • durch herabhängende welke Blätter — auf spärliches Gießen und einen heißen Standort.
  • durch geschrumpfte Beeren — auf Feuchtigkeitsmangel im Boden.
  • durch stumpfe Blättchen — auf Nährstoffmangel.

Die Luftfeuchtigkeit sollte stets hoch sein und nicht unter 60 % fallen.

Vermehrung und Einpflanzen der Pflanze

Die Vermehrung der Zimmerpflanze kann durch Samen und Stecklinge erfolgen:

  1. Bei der Aussaat der Samen eignet sich am besten Laubhumus, auf dessen Oberfläche das Saatgut im Abstand von 2 cm zueinander ausgelegt und mit Sand bedeckt wird. Das Gefäß wird zum Keimen an einen warmen Ort gestellt, wobei durch eine Folienabdeckung ein Treibhausklima geschaffen wird. Innerhalb von 10 Tagen keimen die Samen. Die Keimlinge wachsen in den ersten Stadien sehr schnell und müssen daher pikiert werden, wobei dieser Vorgang zweimal durchgeführt wird. Dies ist notwendig, um dem zukünftigen Busch eine kompakte Kugelform zu verleihen. Nach dem zweiten Pikieren kann die Pflanze in Erde gepflanzt werden.
  2. Der Vermehrungsprozess durch Stecklinge ist schneller. Als Stecklinge werden abgeschnittene Zweige verwendet. Am einfachsten bewurzeln die Stecklinge in einer Sand-Torf-Mischung. Sobald sich genügend Wurzeln gebildet haben, wird die Pflanze in geeignete Erde umgetopft. Bei guter Pflege ist eine Blüte und Fruchtbildung bereits bei jungen Pflanzen möglich.

Die Entwicklungsweise des Korallenstrauchs und die Größe seiner Beeren hängen von der Vermehrungsmethode ab. Bei der Vermehrung durch Samen wächst die Pflanze langsamer, wird aber kräftiger und trägt aktiv Früchte. Bei der Stecklingsvermehrung benötigt der Korallenstrauch Zeit zur Anpassung, und die ersten Früchte sind oft klein, die Blüte spärlich.

Als optimaler Boden für den Korallenstrauch gilt eine Mischung aus Torf- und Lehmboden im Verhältnis 1:3 mit einer kleinen Menge Sand. Auf den Boden des Pflanzgefäßes muss unbedingt eine Drainage aus Blähton oder Kies gelegt werden; auch kleine Ziegelstücke sind geeignet.

Die richtige Pflege für den Zimmer-Nachtschatten

Die Pflege des dekorativen Nachtschattens lässt sich bedingt in drei Phasen unterteilen:

  • Frühling — Phase des Einpflanzens und Umtopfens der Pflanze.
  • Sommer — Zeit des Wachstums und der Blüte.
  • Herbst-Winter — Zeit der Fruchtbildung und anschließender Ruhe.

Die grundlegenden Pflegeprinzipien bestehen darin, die erforderlichen Bedingungen zu schaffen:

  1. Beleuchtung. Eine leuchtende dekorative Wirkung der Blüte ist nur bei hellem, aber diffusem Licht möglich, das die Pflanze das ganze Jahr über benötigt. Dafür eignen sich die Ost- und Westseiten des Raumes gut. Die Südseite ist im Winter sehr willkommen. Bei unzureichendem Licht ist die Entwicklung des Nachtschattens schwach und die Blüte und Fruchtbildung — spärlich.
  2. Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Die optimale Raumtemperatur für die volle Entwicklung der Pflanze liegt im Frühjahr und Sommer bei 18–25 Grad, im Winter sollte sie auf 12–15 Grad gesenkt werden. Andernfalls wirft der tropische Freund alle Beeren und Blätter ab. Es ist auch wichtig, den Nachtschatten vor Zugluft zu schützen. Die Luftfeuchtigkeit sollte stets hoch sein. Um diese Bedingung zu erfüllen, wird die Blüte regelmäßig besprüht. Es ist auch sinnvoll, den Blumentopf mit der Pflanze in ein flaches Gefäß mit feuchtem Steinmaterial zu stellen, sodass kein Kontakt mit Wasser besteht. Bei erhöhter Trockenheit setzt die Fruchtbildung später ein und fällt schwächer aus.
  3. Gießen. Im Frühjahr und Sommer, wenn die Pflanze intensiv wächst und blüht, sollte sie häufig und reichlich gegossen werden. Die Bewässerung erfolgt unmittelbar nach dem Austrocknen der oberen Bodenschicht, was schnell geschieht, da der Nachtschatten stark schwitzt, indem er Feuchtigkeit über das Laub verdunstet. Im Winter sollte die Bewässerung reduziert werden.
  4. Düngung. Für die Fruchtbildung benötigt der Nachtschatten viel Kraft, die durch Düngung bereitgestellt werden kann. Es kann ein flüssiger Volldünger für blühende Zimmerpflanzen verwendet werden. Dieser sollte während der Wachstumsperiode und der Fruchtbildung verabreicht werden. Die Düngung erfolgt alle zwei Wochen; wenn die Früchte bereits angesetzt sind, also im Winter, sollte der Abstand zwischen den Düngungen auf einmal im Monat reduziert werden, wobei die halbe Düngermenge verwendet wird.
  5. Schnitt. Der Nachtschatten wird jährlich geschnitten. Ende Winter oder Anfang Frühling werden alle Zweige des Strauches um ein Drittel gekürzt. Dieser Vorgang wird üblicherweise nach vollständiger Reife der Früchte und wenn die Blätter gelb werden, durchgeführt. Im Herbst wird empfohlen, die Pflanze zu stutzen, jedoch nur die Triebe, die keine Knospen oder Fruchtansätze haben. Dies sorgt für eine bessere Verzweigung.
  6. Umtopfen. Nach dem Schnitt muss der dekorative Strauch in eine erneuerte und mit Spurenelementen angereicherte Erde umgetopft werden. Der Topf sollte dabei etwas größer sein als der vorherige. In manchen Fällen ist ein Umtopfen jedoch nicht erforderlich, da der Nachtschatten schnell seine dekorative Wirkung verliert und es oft einfacher ist, eine neue Pflanze zu ziehen.

Probleme beim Anbau

Obwohl der Nachtschatten eine anspruchslose Pflanze ist, gibt es dennoch einige Schwierigkeiten bei seiner Haltung:

  • Sparsame Fruchtbildung oder deren Ausbleiben. Dies wird durch unzureichende Bestäubung während der Blütezeit verursacht. Wenn die Pflanze nicht ins Freie gebracht wird, wird empfohlen, sie künstlich zu bestäuben. Dazu verwendet man einen weichen Pinsel, mit dem der Pollen von einer Blüte zur anderen übertragen wird. Um die Wirkung zu festigen, wird der Vorgang mehrmals wiederholt.
  • Die Nachtschattenpflanze wirft Blätter und Beeren ab. Ursache können Zugluft, plötzliche Temperaturschwankungen oder Hitze sein. Um diese Probleme zu beheben, muss man einfach einen geeigneteren Standort für die Pflanze finden.
  • Schädlinge. Auch Insekten können der Pflanze Probleme bereiten: Weiße Fliegen, Blattläuse und Spinnmilben. Gefährdet sind Pflanzen, die in trockener Luft gehalten werden. Bei den ersten Anzeichen eines Insektenbefalls sollte die Pflanze mit geeigneten Chemikalien behandelt werden, oder man wendet Hausmittel an (falls der Befall nicht stark ist).

Giftigkeit und Heilkräfte der Blume

Einige Arten des Zimmernachtschattens sind giftig. Selbst eine geringe Konzentration der in den Früchten enthaltenen Giftstoffe kann zu einer Vergiftung führen. Normalerweise äußert sich dies in Magenverstimmungen, aber bei hoher Konzentration kann es zu einer Vergiftung des gesamten Organismus kommen, die ärztliche Hilfe erforderlich machen kann.

Daneben besitzt der Nachtschatten auch heilende Eigenschaften und kann als Hausapotheke dienen. Die Früchte und Blätter der Pflanze werden zur Vorbeugung und Behandlung vieler Krankheiten eingesetzt, da sie Vitamine, Carotinoide, Alkaloide, Pektine und Saponinsäuren enthalten. Diese Substanzen bekämpfen wirksam Bronchitis, Mandelentzündung und Keuchhusten und können zudem Wunden gut heilen. Darüber hinaus haben Aufgüsse aus dem Nachtschatten eine wurmtreibende und harntreibende Wirkung.

Aufgrund der Giftigkeit der Pflanze sollten Nachtschattenpräparate jedoch sehr vorsichtig und nur nach Rücksprache mit einem Fachmann angewendet werden.

Die Nachtschattenblume ist recht einfach im Haushalt zu kultivieren. Die pflegeleichte und dekorative Pflanze erfordert nur wenig Aufwand und die Beachtung einfacher Regeln. Aufgrund ihrer dekorativen Wirkung kann der Nachtschatten jeden Raum verschönern und abwechslungsreich gestalten sowie eine festliche Stimmung verleihen. Die Blume wird die Fürsorge dankbar mit Blüte und Fruchtbildung vergelten, was der Pflanze eine besondere Note verleiht. Zudem kann die Blume die Hausbewohner von unangenehmen Krankheiten heilen. Allerdings sollte die Pflanze von Kindern ferngehalten werden, um unangenehme Folgen zu vermeiden.

Weitere Informationen finden Sie im Video:

Zimmernachtschatten: ein Stückchen hellen Sommers mitten im Winter

Solanum (Solanum) wird im Volksmund vielerlei genannt: Nachtschatten, Korallenstrauch, Zimmerkirsche, Chinesische Kirsche, Kubanische Kirsche, Jerusalemkirsche.

Der Zimmernachtschatten ist ein niedriger, immergrüner Laubstrauch, der ursprünglich aus Südamerika und von der Insel Madeira stammt und längliche, glänzende Blätter hat.

Die Besonderheit des Nachtschattens bleibt das ganze Jahr erhalten: Die Zweige sind gleichzeitig mit Blüten, grünen Fruchtansätzen und leuchtend orangefarbenen reifen Beeren übersät, die wirklich sehr an Kirschen erinnern.

Leider ist dieser auffällige Vertreter der Familie der Nachtschattengewächse giftig. Er darf nicht in einem Haushalt gehalten werden, in dem kleine Kinder sind, die die giftige Beere pflücken und probieren könnten. Wenn die Früchte des Nachtschattens jedoch nicht verzehrt werden, braucht man keine Angst zu haben – die Pflanze kann keinen Schaden anrichten.

  • Arten
  • Haltungsbedingungen
  • Vermehrung
  • Winter- und Sommerpflege des Zimmernachtschattens
  • Schwierigkeiten und ihre Ursachen

Sorten

In den Tropen und einigen Regionen mit gemäßigtem Klima wachsen mehr als 1700 Arten von Solanum. Wir werden uns jedoch nur zwei davon ansehen, die am häufigsten in Innenräumen kultiviert werden.

Korallenstrauch – S. pseudocapsicum. Ein aufrechter, immergrüner Strauch, der bis zu 120 cm hoch wird. Die Blättchen haben kurze Stiele, sind oval oder lanzettlich, kahl und leicht gewellt.

Die Blüten sind weiß, klein, mit fünf Blütenblättern; die Früchte sind rund, rot oder gelb, bis zu 1,5 cm im Durchmesser. Sie stammen von der Insel Madeira. Für den Innenanbau wurden niedrigwüchsige Formen des dekorativen Nachtschattens gezüchtet.

Kleinblättriger Korallenstrauch – S. capricastrum. Er ist deutlich kleiner als der Korallenstrauch, hat kleinere Beeren und zartere Triebe, die grün mit einem gräulichen Schimmer sind. In seiner Heimat – Uruguay und Südbrasilien – wächst er in Wäldern. Die beliebtesten Sorten sind: Craigii – mit bunten Früchten und Variegatum – eine panaschte Sorte.

Haltungsbedingungen

Die Pflege des Zimmernachtschattens erfordert eine optimale Frühjahrs- und Sommertemperatur von etwa +15 bis +25 °C für den Solanum. Bei Annäherung der Kälte benötigt der Strauch eine niedrigere Temperatur – etwa +13 bis +15 °C. Auch die Beleuchtung spielt eine große Rolle. Man muss bedenken, dass der Nachtschatten helles Licht liebt, aber keine Hitze.

Luftfeuchtigkeit im Raum sollte idealerweise mit einem Hygrometer gemessen werden – sie sollte nicht unter 60 % liegen. Bei unzureichender Luftfeuchtigkeit muss die Pflanze täglich besprüht und einmal pro Woche in eine Schale mit feuchtem Blähton oder Kies gestellt werden.

Vermehrung

Ein Solanum zu Hause lässt sich aus Samen oder Stecklingen ziehen. Je nach Pflanzmethode können die Früchte mehr oder weniger groß ausfallen. Bei der Anzucht aus Samen wächst der Strauch in der Regel kräftig und trägt reichlich Früchte. Bei der Vermehrung durch Stecklinge benötigt die Pflanze mehr Zeit zur Anpassung und Bewurzelung in der neuen Erde.

Die Samen des Solanum werden Ende Februar bis Anfang März ausgesät, wobei folgende Substratzusammensetzung verwendet wird:

  • 1 Teil Torf;
  • 3 Teile lehmige Erde;
  • Sand 1 Teil;
  • Drainagematerial.

Die Samenkörner des Solanum werden im Abstand von 20 mm gesät, 1 cm tief in die Erde gedrückt, gewässert und auf eine Fensterbank mit guter Beleuchtung gestellt. Wenn die Keimlinge erscheinen (nach 8–10 Tagen), müssen sie leicht schattiert werden. Innerhalb einer Woche, wenn die jungen Triebe kräftiger werden und 2–3 Blätter entwickeln, werden sie in einzelne Gefäße umgepflanzt. Bei den herangewachsenen 10 cm hohen Pflanzen wird die Spitze eingekürzt und die Seitentriebe werden entfernt, um dem Strauch eine Kugelform zu geben.

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Winter- und Sommerpflege des Nachtschattens

Die Pflege der Zimmerpflanze Solanum hat in der kalten und warmen Jahreszeit ihre besonderen Merkmale.
Besonderheiten der saisonalen Pflege Frühling-Sommer.

  • Junge Setzlinge werden gegossen, sobald die Erde angetrocknet ist.
  • Während der Wachstumsperiode ist keine Düngung erforderlich. Es reicht, die Erde an den Rändern des Topfes vorsichtig aufzulockern, um die Wurzeln nicht zu verletzen.
  • Wenn das Solanum blüht, muss ihm geholfen werden, den Pollen von einer Blüte zur anderen zu übertragen (Bestäubung).
  • Nach Erreichen eines Alters von 4–5 Jahren wird die Pflanze in ein Substrat mit Rasenerde umgetopft.
  • Mit Beginn des Sommers wird die Pflanze ins Freie an einen schattigen und zugluftgeschützten Platz gebracht.
  • Es wird reichlich gegossen, und es wird mindestens alle 2 Wochen eine Mischung von Nährstoffen für Tomaten in die Erde eingebracht. Auch Flüssigdünger wie „Ideal“ oder „Regenbogen“ zeigen gute Wirkung.
  • Die Blätter werden zweimal täglich besprüht – morgens und abends.

Besonderheiten der saisonalen Pflege Herbst-Winter.

  • Mit Annäherung der Kälte wird die Intensität der Düngung und des Gießens reduziert (es wird alle 10 Tage mit chlorfreiem, weichem Wasser gegossen). Das Solanum sollte sich von Oktober bis Februar in einer Ruhephase befinden.
  • Der Topf mit dem Solanum wird an einen kühlen, hellen Ort mit hoher Luftfeuchtigkeit gestellt.
  • Die Pflanze wird einmal pro Woche gelüftet.
  • Ende Februar beginnt die Zimmerkirsche zu erwachen. In dieser Zeit sollte die Bewässerung erhöht und mit dem Besprühen begonnen werden.

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Schwierigkeiten und ihre Ursachen

Wenige Früchte – das bedeutet, dass der Strauch nicht ausreichend bestäubt wurde. Während der Blütezeit müssen Sie mit einem weichen Pinsel oder Wattestäbchen vorsichtig Pollen von Blüte zu Blüte übertragen.

Früchte und Blätter fallen ab. Die Ursache ist meist eine zu hohe Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum.

Schädlingsbefall. Grund: zu geringe Luftfeuchtigkeit.

Solanum kann wie andere Nachtschattengewächse von der Weißen Fliege befallen werden. Die grünlichen Larven siedeln sich auf der Blattunterseite an und saugen den Saft aus den Blättern. Zuerst bilden sich Flecken auf den Blättern, dann trocknen sie ein und fallen ab. Wenn man die befallene Pflanze berührt, fliegt ein Schwarm kleiner weißer Fliegen heraus.

Blattläuse treten häufiger im Sommer auf, besonders wenn der Topf mit dem Nachtschatten ins Freie gestellt wird. Sie befallen die Triebspitzen und Blätter. In beiden Fällen benötigen die Pflanzen eine sofortige Behandlung mit Insektiziden: Actellic, Decis, Fitoverm, Inta-Vir usw.

So exotisch und einzigartig ist sie – die chinesische Kirsche, auch Jerusalemkirsche, kubanische Kirsche oder einfach Nachtschatten genannt. Sie gehört zu den Zierpflanzen, die keine Einsamkeit vertragen. Die Nähe eines liebenden Herzens, das sich kümmert und hilft, zu spüren – das ist das Wichtigste für den Nachtschatten.

Schenken Sie ihm ein kleines bisschen Ihrer Güte und Aufmerksamkeit, und er wird Sie das ganze Jahr über mit seinem üppigen Grün und den ungewöhnlich leuchtenden Früchten erfreuen.

Und für diejenigen, die mehr erfahren möchten, empfehlen wir, sich ein Video zur Pflege der Zimmerpflanze Nachtschatten anzusehen.
2>Zimmernachtschatten: Pflege und Vermehrung zu Hause

Ein wunderschönes Dekorationselement für jeden Raum ist der Zimmernachtschatten. Es ist eine kleine strauchartige Pflanze mit schönen Blüten und Fruchtansätzen. Der Stamm der Pflanze verholzt, die Blätter sind länglich und klein. Bei richtiger Pflege blüht der Zimmernachtschatten das ganze Jahr über und setzt dann Früchte an. Die Pflanze hat mehrere Namen: nicht nur Nachtschatten (Solanum), sondern auch Jerusalemkirsche oder Kubakirsche.

Siehe auch:
Zimmerpflanze Yucca: Wie pflegt man sie?

Welche Arten gibt es?

Die Pflanze stammt vermutlich aus Südamerika. Diese tropische Pflanze besticht durch ihre außergewöhnlichen Blätter, schneeweißen Blüten und leuchtenden Beeren. Während der Reifezeit befinden sich an einem einzigen Strauch des Zimmernachtschattens sowohl Blüten als auch Beeren. Letztere haben die unterschiedlichsten Farbtöne – von Grün bis Rot.

Es gibt über hundert Varietäten dieser Pflanze, aber im Haus werden am häufigsten die paprikaförmige und die falsche Paprika-Nachtschatten-Art angebaut.

Falscher Paprika-Nachtschatten

Diese Art stammt von der Insel Madeira, kommt aber auch wild in Russland vor. Die Blätter sind unbehaart, oval, länglich, mit einer spitzen Endung. Die Früchte des Zimmernachtschattens sind rund, groß und rot. Diese Art ist ungenießbar und gilt als giftig.

Paprikaförmiger Nachtschatten

Diese Nachtschattenvarietät ähnelt dem falschen Paprika-Nachtschatten, aber letzterer ist kleiner. Der paprikaförmige hat eine gräuliche Behaarung und kurze Blättchen. Die Früchte dieser Art sind essbar und haben heilende Eigenschaften. Sie werden zur Behandlung von Halsschmerzen verwendet, und der Saft ist ein hervorragendes Wundheilmittel.

Pflege der Pflanze

Manche Menschen sind unsicher bei der Pflege des Zimmernachtschattens, aber wenn alle erforderlichen Bedingungen eingehalten werden, wächst die Pflanze prächtig und erfreut mit ihrer Schönheit.

Damit der Strauch gut wächst und Früchte trägt, sind folgende Bedingungen erforderlich:

  1. Die richtige Temperatur. In dem Raum, in dem der Nachtschatten wächst, sollte die Temperatur zwischen 20 und 25 Grad liegen. Im Winter wird die Temperatur auf 15 Grad gesenkt. Wird das Temperaturregime nicht eingehalten, beginnen die Blätter der Pflanze zu vergilben und abzufallen.
  2. Beleuchtung. Der Zimmernachtschatten ist eine Pflanze, die helle Standorte bevorzugt, jedoch ohne direkte Sonneneinstrahlung. Bei Lichtmangel trägt er schlecht Früchte und wirft sofort die Blätter ab. Diese tropische Pflanze fürchtet auch Zugluft, daher wird empfohlen, sie fern von Loggien, Balkonen und anderen Orten, an denen häufig Türen und Fenster geöffnet werden, zu platzieren. Besonders gefährlich ist Zugluft im Winter.
  3. Regeln zum Gießen. Während der Wachstumsperiode benötigt der Strauch viel Wasser, daher muss er reichlich gegossen werden. Einige empfehlen, die Pflanze zusätzlich zu besprühen. Zum Gießen wird nur warmes, abgestandenes Wasser verwendet. Im Winter sollte die Bewässerung reduziert werden: Die Erde wird nur dann befeuchtet, wenn sie ausgetrocknet ist.
  4. Düngung. Der Zimmernachtschatten benötigt bei der Pflege zu Hause eine regelmäßige Düngung. Er braucht ausreichend Nährstoffe. Wir empfehlen, während der Blüte- und Fruchtzeit Dünger auszubringen. Verwenden Sie dafür einen Volldünger, der für Blühpflanzen geeignet ist. Diesen erhalten Sie in jedem Blumenfachgeschäft. Nach der Blüte reduzieren Sie die Düngergaben und im Winter stellen Sie die Düngung ganz ein.

In der warmen Jahreszeit können Sie die Pflanze auf den Balkon oder die Terrasse stellen. An der frischen Luft wächst und entwickelt sie sich besser und bringt mehr Blüten hervor.

Besonderheiten beim Umtopfen

Das Umtopfen führen Sie jedes Jahr in der Ruhephase durch: die beste Zeit ist Ende Februar. Bereiten Sie ein leichtes, nährstoffreiches Substrat vor. Es sollte luftdurchlässig sein. Wählen Sie unbedingt einen größeren Topf als den vorherigen. Verwenden Sie zum Umtopfen spezielle Erde für Tomaten und Paprika.

Beim Umtopfen schneiden Sie die Pflanze zurück. Entfernen Sie alle Zweige bis zur Hälfte der Höhe und schneiden Sie alle Seitentriebe so zurück, dass ein schönes Büschchen entsteht.

Den nächsten Rückschnitt führen Sie im Juni durch — das regt die Verzweigung an.

Vermehrungsmethoden

Die Vermehrung des Zimmernachtschattens ist auf zwei Arten möglich: durch Aussaat von Samen und durch Stecklinge. Die erste Methode gilt als die einfachste.

Sammeln Sie die Samen von den reifen Früchten oder lassen Sie sie selbst keimen. Das geschieht nach dem Verwelken der Früchte, die auf den Boden fallen und nach kurzer Liegezeit keimen. Heben Sie die jungen Pflänzchen vorsichtig aus und setzen Sie sie in einzelne Gefäße um.

Für die Samengewinnung wählen Sie mittelgroße Früchte aus. Entnehmen Sie die Samen, waschen Sie sie in einer hellrosa Kaliumpermanganatlösung und trocknen Sie sie anschließend. Säen Sie die Samen im Frühjahr in Töpfchen mit vorbereiteter Erde. Diese können Sie selbst herstellen oder eine fertige Mischung für Paprika und Tomaten kaufen.

Säen Sie die Samen 0,5–1 cm tief aus. Stellen Sie die Gefäße mit den Aussaten an einen warmen, hellen Ort. Achten Sie darauf, dass die obere Erdschicht nicht austrocknet. Nach etwa zwei Wochen erscheinen die ersten Keimlinge. Sobald sie zwei echte Blätter haben, pikieren Sie sie das erste Mal, nach etwa einem Monat das zweite Mal.

Sie können den Zimmernachtschatten auch durch Stecklinge vermehren. Dazu stellen Sie abgeschnittene Zweige ins Wasser oder pflanzen sie gleich in Erde. Im letzteren Fall müssen Sie die Pflanze in ein Mini-Gewächshaus stellen. Stecklinge können Sie nicht nur im Frühjahr, sondern auch im Sommer und Herbst nehmen. Im Winter ruht der Zimmernachtschatten und wird nicht durch Stecklinge vermehrt.

Achtung, Kinder!

Der Zimmernachtschatten gilt als giftige Pflanze. Wenn in Ihrer Familie kleine Kinder sind, sollten Sie besser auf die Kultivierung verzichten oder den Topf so platzieren, dass das Kind nicht daran herankommt. Die leuchtenden Beeren ziehen die Aufmerksamkeit auf sich und Kinder wollen sie immer anfassen, pflücken und probieren. Das darf auf keinen Fall zugelassen werden!

Auch einige Haustiere knabbern gerne an den Blättern. Um dies zu vermeiden, ist es am besten, die Pflanze in Büros oder Wintergärten zu halten, wo Tiere und vor allem Kinder keinen Zutritt haben.

Schädlinge und Krankheiten der Pflanze

Der Zimmer-Nachtschatten (Fotos sind im Artikel zu sehen) benötigt Schutz vor Schädlingen und Krankheiten.

Die Hauptschädlinge sind Blattläuse und Weiße Fliegen. Um Probleme zu vermeiden, sollten Sie den Zustand der Blätter regelmäßig kontrollieren. Bei Befall wird eine Behandlung mit speziellen Präparaten durchgeführt. Sie können jedes handelsübliche Schädlingsbekämpfungsmittel erwerben. Achten Sie unbedingt darauf, dass es für den Innenbereich geeignet ist.

Die Pflanze wird kaum von Krankheiten befallen, mit Ausnahme der Schwarzen Beine bei Sämlingen. Häufiger tritt ein Nährstoffmangel auf. Dies äußert sich durch eine Veränderung der Blattfarbe.

Schwierigkeiten beim Anbau

Lassen Sie uns über die richtige Pflege des Zimmer-Nachtschattens sprechen. Wie man ihn pflegt und mögliche Probleme vermeidet, erfahren Sie im weiteren Verlauf des Artikels.

  1. Fehlende Fruchtbildung. Bei unzureichender Bestäubung setzt die Pflanze nur wenige oder gar keine Früchte an. Wird die Pflanze nicht ins Freie gebracht, wird eine manuelle Bestäubung empfohlen. Dazu nimmt man einen weichen Pinsel und überträgt damit den Pollen von einer Blüte zur anderen. Diese Maßnahme wird mehrmals wiederholt.
  2. Die Pflanze wirft Beeren und Blätter ab. Dies kann durch Zugluft, plötzliche Temperaturschwankungen oder Hitze verursacht werden. Um diese Probleme zu beheben, sollten Sie den Standort der Pflanze wechseln.

Weitere Schwierigkeiten beim Anbau treten nicht auf. Wenn alle Empfehlungen befolgt werden, wächst der Nachtschatten zu einem schönen, üppigen Busch mit reichlich Beeren heran.

Nutzen und Schaden

Einige Nachtschattenarten sind giftig. Bereits eine geringe Menge der in den Beeren enthaltenen Substanzen kann zu schweren Vergiftungen führen. Dies äußert sich in der Regel in Magenverstimmungen, bei hoher Konzentration in schweren Vergiftungen.

Andere Pflanzenarten haben nützliche Eigenschaften. Ihre Blätter und Früchte enthalten viele Vitamine, Säuren und andere Stoffe. Sie wirken gegen Bronchitis, Mandelentzündung und fördern die Wundheilung. Aufgüsse aus Nachtschatten wirken wurmtreibend und harntreibend.

Bei Einhaltung der Pflegerichtlinien wird diese Pflanze ein echter Glücksgriff für alle sein, die schöne Pflanzen mit minimalem Pflegeaufwand mögen. Mit der richtigen Pflege, rechtzeitiger Düngung und regelmäßigem Gießen wird die Pflanze mit reicher Blüte und vielen Früchten belohnen.

Haus-Nachtschatten

Die Pflanze Nachtschatten (Solanum) ist Teil der Familie der Nachtschattengewächse. In der Natur ist sie am häufigsten in Südamerika anzutreffen, genauer gesagt in den tropischen und gemäßigten Breiten. Die Gattung Nachtschatten umfasst mehr als 1700 Arten.

Diese Gattung umfasst Bäume, Sträucher sowie krautige mehrjährige und einjährige Pflanzen. Die Triebe können aufrecht oder kriechend sein. Je nach Art kann das Laub verschiedene Formen haben. Die Gattung Nachtschatten umfasst viele Nutzpflanzen, zum Beispiel: Kartoffeln, Tomaten, Auberginen usw. Jedoch gibt es unter den zahlreichen Vertretern der Gattung auch Unkräuter, und diese Pflanzen enthalten giftige Substanzen.

In Innenräumen, Gewächshäusern und in Gärten wird eine kleine Anzahl von Nachtschattenarten kultiviert. Die beliebtesten Arten sind: Paprika-Nachtschatten, gerandeter Nachtschatten und dunkelbrauner Nachtschatten. Wenn Sie sich entscheiden, eine solche Kultur im Haus zu ziehen, dann müssen Sie für eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgen, regelmäßiges Besprühen mit dem Zerstäuber, und im Winter benötigt sie eine kühle Haltung. Die Pflanze benötigt einen obligatorischen Schnitt, da sie sonst ungepflegt aussieht und ihre dekorativen Eigenschaften verliert.

Kurze Beschreibung des Anbaus

  1. Blüte. Sie beginnt im Februar oder März und endet im Oktober.
  2. Beleuchtung. Sie benötigt eine große Menge an hellem Licht, das gestreut sein sollte.
  3. Temperatur. Im Frühling-Sommer-Zeitraum von 18 bis 26 Grad, im Winter von 12 bis 14 Grad.
  4. Bewässerung. Von April bis September wird das Substrat bewässert, wenn die obere Schicht getrocknet ist. Mit Beginn des Herbstes wird die Häufigkeit und Menge des Gießens reduziert. Im Winter achten Sie nur darauf, dass der Wurzelballen nicht austrocknet.
  5. Luftfeuchtigkeit. Sie sollte zu jeder Jahreszeit hoch sein. Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit stellen Sie den Topf mit der Pflanze auf eine tiefe Schale, die mit feuchtem Blähton gefüllt ist. An heißen Tagen wird die Pflanze mit einem Zerstäuber besprüht.
  6. Düngung. Von den letzten Tagen des Frühlings bis zum Beginn des Herbstes wird der Nachtschatten 2- oder 3-mal im Monat gedüngt. Dazu wird ein flüssiger Komplexdünger für Blühpflanzen verwendet.
  7. Ruhezeit. Sie beginnt im Oktober und endet im Februar.
  8. Schnitt. Im Frühjahr, nachdem die Früchte gereift sind und die Blätter gelb werden.
  9. Umtopfen. Es wird jährlich im Frühjahr direkt nach dem Schnitt durchgeführt.
  10. Substrat. Rasenerde und Lauberde, Torf (1:1:1).
  11. Vermehrung. Durch Stecklinge und Samen.
  12. Schädlinge. Blattläuse, Weiße Fliegen und Spinnmilben.
  13. Krankheiten. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit und Temperatur kann die Pflanze vorzeitig ihre Blätter abwerfen.

Zimmer-Nachtschatten: Pflege, Vermehrung, Umpflanzen

Nachtschatten (Solanum) – eine Gattung aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae), zu der je nach Quelle 1250 bis 1700 Pflanzenarten gehören. Ihr Verbreitungsgebiet ist recht weit, aber die meisten Vertreter der Gattung konzentrieren sich in Südamerika, insbesondere sind sie Endemiten der Anden.

Äußerlich ähneln sich die Arten des Nachtschattens kaum. Beispielsweise sind die allseits bekannte Kartoffel (Solanum tuberosum), die Tomate (Solanum lycopersicum) und die Aubergine, auch Nachtschatten (Solanum melongena), alles Vertreter einer Gattung. Daneben ist der Schwarze Nachtschatten (Solanum nigrum) bekannt – eine wertvolle Heilpflanze. In der Zimmerpflanzenkultur ist der miniaturisierte Paprika-Nachtschatten beliebt, der in fast jedem Blumenladen zu finden ist. Bei einer breiteren Betrachtung kann man unter den Nachtschatten einjährige Kräuter, hohe Sträucher und Lianen finden. Die Stängel können aufrecht, überhängend, kriechend sein, und die Blätter sowohl einfach ganzrandig als auch fiederschnittig. Die Blütenstände sind traubig oder rispenartig. Am ähnlichsten ist bei den Nachtschatten der Blütenbau. Fünf dreieckige oder breit lanzettliche Blütenblätter-Zähnchen bilden eine radförmige oder breit glockenförmige Krone, aus deren Mitte sich ein Kegel oder Zylinder aus verwachsenen gelben Staubbeuteln erhebt. Die Frucht ist eine Beere, in deren Fruchtfleisch die Samen verborgen sind.

Zimmerpflanzenarten des Nachtschattens

Wir beschreiben zwei häufig in Innenräumen kultivierte Nachtschattenarten genauer.

Paprika-Nachtschatten oder pfefferartig (Solanum capsicastrum) stammt aus Südbrasilien. Lebensform ist ein niedriger, verzweigter Halbstrauch mit einer Höhe von bis zu 70 cm. Die Blätter sind wechselständig, kurz gestielt, von dunkel- bis blaugrün, mit spärlicher Behaarung. Die Blattspreite ist einfach, länglich-lanzettlich, 2–7 cm lang, leicht gewellt am Rand, mit deutlicher Aderung. In der Regel kommen an einem Zweig Blätter unterschiedlicher Größe vor.

Die Blütezeit fällt auf den Sommer. Die Blüten sind einzeln, etwa 1,5 cm im Durchmesser, weiß. Die Früchte, die im Winter reifen, sind rot, rund, 1–2 cm im Durchmesser. Giftig!

Dieser Nachtschatten hat einige interessante Formen und Sorten mit bunten Blättern, gelben oder weißen Früchten.

Falscher Paprika-Nachtschatten oder Korallenstrauch (Solanum pseudocapsicum) kommt in der Natur auf der Insel Madeira vor. Er ähnelt der vorherigen Art, ist aber größer und kann bis zu eineinhalb Meter hoch werden. Die Blätter sind bis zu 10 cm lang, länglich-lanzettlich, mit dunkelgrüner glänzender Oberfläche. Er blüht fast ununterbrochen das ganze Jahr über. Blüten und Früchte sind die gleichen wie beim Paprika-Nachtschatten, aber im Gegensatz zu diesem kann man an der Pflanze gleichzeitig Blüten, unreife grüne Früchte, halbreife gelbe und rote „Tomaten“ finden.

In der Zimmerpflanzenkultur erfreuen sich besonders die Zwergformen des Falschen Paprika-Nachtschattens großer Beliebtheit, die nicht höher als 30 cm werden.

P.S. Derzeit wird angenommen, dass P. peretschny und P. lozhnoperetschny dieselbe Art sind. Der Name und die Eigenschaften von Solanum capsicastrum sind jedoch nur ein Werbegag.

Pflege von Solanum im Haus

Obwohl Solanum bestimmte Bedingungen in der Wohnung benötigt, gilt es insgesamt als anspruchslose Pflanze.

Beleuchtung ist vorzugsweise hell, aber ohne direkte Sonnenstrahlen. Im Raum sollte Solanum am besten an Fenstern in West- oder Ostrichtung platziert werden. Am Südfenster ist eine Beschattung in den Mittagsstunden erforderlich, und am Nordfenster wird sich die Pflanze bei natürlichem Licht sehr unwohl fühlen, sodass eine zusätzliche Beleuchtung benötigt wird.

Eine Zusatzbeleuchtung mit Pflanzenlampen und die Einstellung eines 10-stündigen künstlichen Lichttages ist auch im Winter erforderlich, und zwar unabhängig vom Standort der Pflanze. An jedem Fenster wird es in der Herbst-Winter-Periode an Licht mangeln, weshalb es Blätter und Blüten abwerfen wird, falls solche daran weiter aufgehen.

Temperatur. Der optimale Bereich der Sommertemperaturen liegt zwischen 18 und 25 °C. Im Winter benötigt Solanum eine kühlere Haltung bei 12–15 °C. Genau diese Bedingungen ermöglichen es der Pflanze, länger zu blühen und Früchte zu tragen, und in Kombination mit hellem Licht werden Blüten und Früchte den ganzen Winter über an Solanum erscheinen.

Schnitt. Um eine dichtere Krone zu formen, wird empfohlen, die Triebe regelmäßig zu kürzen. Dies kann zu jeder Jahreszeit erfolgen, da das Wachstum von Solanum auch im Winter nicht aufhört.

Bewässerung. Diese Pflanze ist ein großer 'Wasserschlucker' und benötigt von Mitte Frühling bis Anfang Herbst reichliches Gießen. Allerdings darf keine Überflutung und Staunässe im Topf entstehen; die obere Erdschicht muss antrocknen können. Andernfalls beginnen an den Wurzeln und dem Wurzelhals verschiedene Fäulniserscheinungen, die die Pflanze schnell zum Absterben bringen.

Im Herbst-Winter-Zeitraum wird die Bewässerung reduziert, aber wiederum richtet man sich nach der oberen Erdschicht, die nicht zu tief austrocknen darf.

Zum Gießen wird nur weiches, gut abgestandenes Wasser von Raumtemperatur verwendet, das kein Salz und Chlor enthält.

Luftfeuchtigkeit. Solanum bevorzugt eine hohe Luftfeuchtigkeit von 65–70 %. Um ein günstiges Klima zu schaffen, sollte es regelmäßig besprüht werden, oder besser noch, einen Haushaltsluftbefeuchter oder Dampfgenerator in der Nähe aufstellen.

Boden ist Solanum nicht anspruchsvoll und wächst gut in jeder lockeren und nährstoffreichen Mischung mit neutralem pH-Wert. Für ihn kann folgende Zusammensetzung empfohlen werden: Rasenerde, Humuserde und grobkörniger Sand im Verhältnis 1:2:1. Solanum kann auch in fertige Universalerde für Garten- oder Zimmerpflanzen gepflanzt werden.

Bei jeder Bodenzusammensetzung muss jedoch vor dem Pflanzen am Boden des Topfes eine gute Drainageschicht aus Blähton oder Kies gebildet werden, die das Wurzelsystem vor längerem Wasserstau schützt.

Düngung. Da der Nachtschatten unter günstigen Bedingungen das ganze Jahr über blüht und Früchte trägt, benötigt er ständig Nährstoffe. Daher wird er alle zwei Wochen mit einem Volldünger für blühende Zimmerpflanzen gedüngt.

Umtopfen. Junge Exemplare werden jährlich im Frühjahr umgetopft. Ältere Pflanzen alle 2 bis 3 Jahre.

Vermehrung. Unter Wohnungsbedingungen erfolgt die Vermehrung hauptsächlich durch Samen, die jederzeit ausgesät werden können.

Die Samen werden auf der Erdoberfläche ausgestreut und mit einer dünnen Sandschicht bedeckt. Die Keimung erfolgt am besten bei hoher Luftfeuchtigkeit (unter Glas) und regelmäßiger Belüftung. Die Keimrate ist recht hoch, und bei frisch geernteten, reifen Samen gibt es praktisch keinen Ausschuss.

Im Frühjahr und Sommer kann die Pflanze auch durch Kopfstecklinge vermehrt werden, die in feuchtem Sand bewurzelt werden.

Krankheiten und Schädlinge. Der Nachtschatten wird von Spinnmilben, Blattläusen und Weißen Fliegen befallen. Bei den ersten Anzeichen eines Befalls sollte die Pflanze mit einem geeigneten Insektizid behandelt werden, z. B. mit Aktellik oder Fitoverm.

Unter Wohnungsbedingungen werden Krankheiten am häufigsten durch falsche Pflege verursacht. So können bei hohen Wintertemperaturen oder Lichtmangel die Blüten und Blätter abfallen.

Giftigkeit. Beim Anbau von Nachtschatten sollte man sich bewusst sein, dass die Früchte einiger Arten sehr giftig sein können, andere ungenießbar sind und wieder andere ein hochwertiges Nahrungsmittel darstellen. Leider können Kinder leicht eine Zwergtomate mit Solanum pseudocapsicum verwechseln, daher wird davon abgeraten, Einrichtungen für Kinder mit bekanntermaßen ungenießbaren Pflanzen zu bepflanzen.

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