Das Geheimnis der Wintertomaten. Wie man verschiedene Sorten anbaut und lange lagert

Lagerfähige Sorten

Man sollte lagerfähige und lang lagerbare Sorten nicht verwechseln. Lagerfähige — das sind solche, die mehrere Monate haltbar sind, aber ihre Reifung verläuft dennoch schneller als bei echten «lang lagerbaren» Tomaten. Das Hauptmerkmal der lagerfähigen Sorten ist, dass sie, selbst grün gepflückt, weiterhin «leben» — atmen, nachreifen und die Samen versorgen. Dabei sind sie weniger anfällig für Fäulnis, da sie eine feste Haut und ein elastisches Fruchtfleisch haben, das Feuchtigkeit hält und das Eindringen von Mikroorganismen verhindert. Meist sind es mittelgroße Früchte mit ovaler oder pflaumenförmiger Form.

Klassische Vertreter der lagerfähigen Sorten: Feja (leicht süßliche weiße Früchte), Italienisches Quadrat (bis zu 10 cm lange Eiszapfen), Paprikaförmige und Paprikaförmig Gestreifte, Auria (Früchte bis 15 cm), San Marzano, Zitronen-Liane (gelbe zitronenförmige Früchte), Aladdins Lampe (orangefarbene «Birnen» bis 150 g), Französischer Hybrid und Exotik. Alle reifen zu Hause hervorragend nach und können im Durchschnitt 2–3 Monate gelagert werden.

Lang lagerbare Sorten

Diese Sorten sind erst vor relativ kurzer Zeit entstanden, als die Züchter lernten, die Reifegeschwindigkeit zu steuern. In ihrer Genetik ist ein besonderes Gen enthalten — der Reifehemmer. Dadurch bleiben die Früchte deutlich länger fest und grün als bei normalen Tomaten. Am Strauch reifen sie selten aus, der Großteil der Früchte reift langsam in Kisten oder auf Regalen nach.

Zu den beliebten Sorten gehören: Long Keeper (Früchte bis 300 g), Langlager (etwa 150 g), Ozaltyn gelb und rot, Long Life, Neujahr (mittelgroße weißlich-rote Tomaten) sowie die alte Sorte Giraffe, die einst eine echte Sensation war, obwohl heute schmackhaftere Alternativen bevorzugt werden.

Solche Früchte können bis zu 5–6 Monate gelagert werden, manchmal bis zur nächsten Ernte. Sie werden grün, aber bereits voll ausgebildet, eingelagert. Während der Lagerung werden die Tomaten allmählich gelb oder rot und bleiben dabei frisch.

Zusätzliche Tricks 

Einige Gärtner empfehlen, Tomaten hängend zu lagern — direkt an den Trauben, die im Keller aufgehängt werden. So bleiben sie länger unversehrt. Andere legen die Früchte in Papiertüten, damit sie nicht austrocknen und langsam nachreifen. Es gibt auch eine Methode, sie mit Sand oder Asche zu schichten — auch so bleiben die Früchte hervorragend erhalten.

Siehe auch:
Womit behandelt man Bäume im Frühjahr im Garten gegen Krankheiten und Schädlinge?

Tomaten mit leicht unreifem, festem Fruchtfleisch halten länger als solche, die bereits anfangen, rosa zu werden. Und Sorten mit ausgeprägtem Aroma (z.B. süße Salattomaten) sind fast nie lange lagerfähig — sie schmecken sofort, halten sich aber nicht lange.

Warum es sich lohnt, lagerfähige Sorten anzubauen

  • Frisches Gemüse auf dem Tisch im Winter — das ist eine Seltenheit und eine Freude.
  • Ersparnis — keine Notwendigkeit, geschmacklose «Winter»-Tomaten aus dem Supermarkt zu kaufen.
  • Möglichkeit, Gäste zu überraschen — im Februar oder sogar zum 8. März einen Salat aus eigenen Tomaten servieren.
  • Minimaler Aufwand — die Anbautechnik dieser Sorten unterscheidet sich nicht von der Standardtechnik.

Lagerfähige und haltbare Tomaten — eine echte Entdeckung für diejenigen, die die Saison frischen Gemüses verlängern möchten. Es reicht, im Garten ein paar Beete für solche Sorten zu reservieren, und im Winter liegen die eigenen aromatischen und gesunden Früchte auf dem Tisch. Und wenn man die Sammlung sowohl mit haltbaren als auch mit lagerfähigen Sorten ergänzt, kann man sich fast das ganze Jahr über mit Tomaten versorgen — von August bis zur neuen Ernte.

Tipps für Anbau und Lagerung

Damit die Tomaten den ganzen Winter über wirklich mit Frische erfreuen, reicht es nicht, einfach eine Sorte auszuwählen. Es gibt einige Feinheiten zu beachten:

  • Die Samen von haltbaren Sorten, die für die Winterlagerung bestimmt sind, sowie von lagerfähigen Sorten, sät man besser nicht im März wie normale Tomaten, sondern später — im Mai. Dann werden die angesetzten Früchte kurz vor dem Frost grün geerntet. Dadurch können sie deutlich länger gelagert werden.
  • Nur ganze, unbeschädigte Früchte ohne Risse und Flecken sollten eingelagert werden.
  • Der beste Lagerort — Holz- oder Pappkisten, ausgelegt mit Papier oder Stroh. Zwischen den Schichten können die Früchte mit trockenen Sägespänen getrennt werden.
  • Die optimale Lagertemperatur — +12…+16°C, die Luftfeuchtigkeit — 80–85%. Wichtig ist, Kondenswasser zu vermeiden.

Die Tomaten müssen regelmäßig kontrolliert werden, und reife sowie faule Exemplare sollten entfernt werden, um eine Ansteckung der anderen zu vermeiden.

Übrigens

Lesetipps

Wie richten Sie eine komfortable Grillzone ein?