Das Geheimnis der Nützlichkeit von Walnussblättern liegt darin, dass sie eine besondere Substanz enthalten — Juglon. Diese organische Verbindung besitzt fungizide und antibiotische Eigenschaften. Ein solches natürliches Herbizid kann das Wachstum anderer benachbarter Pflanzen unterdrücken, weshalb unter Walnussbäumen normalerweise nichts wächst.
Juglon kann auch als Insektizid «wirken», indem es viele Schädlinge abwehrt. Diese Fähigkeiten können und sollten selbstverständlich zum Nutzen des Gartens eingesetzt werden. Es ist jedoch zu bedenken, dass Juglon in kleinen Mengen nützlich ist. Wenn man die abgefallenen Walnussblätter lange unter den Bäumen liegen lässt, kann der gegenteilige Effekt eintreten.
Neben Juglon enthalten Walnussblätter Vitamine (insbesondere Vitamin C), ätherische Öle, organische Säuren, Carotinoide, Spurenelemente — Kalium, Magnesium, Phosphor. Mit dieser reichhaltigen Zusammensetzung sind die Blätter ein wertvoller Dünger für den Garten, der die Pflanzen nicht nur mit den notwendigen Nährstoffen versorgen, sondern auch die Bodenstruktur verbessern kann.
Wie kann man abgefallene Blätter mit Nutzen für den Garten und den Gemüsegarten verwenden?
Mulchen
Abgefallene Walnussblätter, die in einer Schicht um Gartenpflanzen gelegt werden, helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu bewahren, das Wurzelsystem vor Kälte und Überhitzung zu schützen, und sie unterdrücken das Wachstum von Unkraut und wehren Schädlinge ab. Diese Mulchschicht ist besonders nützlich für Kirschen, Apfelbäume, Birnen, Pflaumen, junge Baumsämlinge und Beerensträucher sowie für Zwiebelpflanzen und Rosen.
Abdeckmaterial
Walnussblätter — das beste Abdeckmaterial für viele Kulturen. Hier zeigt sich ihre antibiotische Wirkung und die Tatsache, dass Schädlinge und Krankheiten des Walnussbaums andere Garten- und Gemüsekulturen nicht befallen. Daher können mit Walnussblättern die Pflanzungen vieler anderer Pflanzen abgedeckt werden.
Asche
Die nach dem Verbrennen der Blätter gewonnene Asche wird eine reichhaltige Quelle mineralischer Stoffe für Gartenpflanzen sein. Mit ihrer Hilfe kann die Wirkung von Juglon auf Pflanzen minimiert werden, da die Substanz beim Verbrennen zerfällt.
Die Asche kann um Bäume und Sträucher gestreut und dem Kompost beigefügt werden. Es ist jedoch zu beachten, dass Asche den pH-Wert des Bodens erhöhen kann, daher sollte sie mit Vorsicht verwendet werden.
Nützlicher Kompost
Walnussblätter — ein hervorragender Bestandteil für Kompost. Durch ihren Zusatz wird der Zersetzungsprozess organischer Stoffe in der Kompostgrube beschleunigt. Am Ende erhalten wir einen hochwertigen Dünger mit einem hohen Gehalt an nützlichen Substanzen. Juglon wird beim Kompostieren ebenfalls neutralisiert.
Die im Herbst gesammelten Walnussblätter geben wir in die Kompostgrube. Im Frühjahr, von März bis Mai, muss der Kompost umgeschichtet, angefeuchtet und mit stickstoffhaltigem Dünger versetzt werden (25 g Dünger in 10 l Wasser auflösen). Der Kompost wird bald dunkler — das bedeutet, er ist fertig.
Oft stellen Hobbygärtner Kompost aus Walnussblättern her, um ihn im Gemüsegarten zu verwenden. Neben der Schädlingsbekämpfung wird er die Beete erwärmen.
Düngung
Indem wir gereiften Kompost als Dünger verwenden, «wirken» wir auf die Steigerung des Ertrags von Garten- und Gemüsepflanzen und auf ihren Schutz vor Krankheiten. Allerdings ist zu beachten, dass die Menge der Walnussblätter im Komposthaufen ein Viertel des gesamten Materials nicht überschreiten sollte, um eine Zunahme von Juglon zu vermeiden.
Für das Sammeln und Verwenden von Walnussblättern gibt es einige wichtige Bedingungen, bei deren Beachtung wir nicht nur Abfall, sondern eine wertvolle Ressource für den Garten und Gemüsegarten erhalten. Erstens müssen die Blätter sofort nach dem Fallen gesammelt werden und nicht erst später, um Fäulnis zu vermeiden. Zweitens dürfen Pflanzen nicht mit frisch von den Bäumen gesammelten Blättern gemulcht werden, da sie deren Wachstum hemmen können.