Wie man ein Veilchen umtopft: Tipps für Anfängergärtner

Glückliche Besitzer der beliebten zarten Blüten stehen unweigerlich vor der Frage, wie man Veilchen umtopft. Dies sollte rechtzeitig, sachgemäß und behutsam erfolgen.

In welchen Fällen und in welchen Jahreszeiten topft man Veilchen um?

Die Notwendigkeit, Veilchen umzutopfen, ergibt sich in folgenden Fällen:

  • Vermehrung durch bewurzelten Blattstiel
  • an der Mutterpflanze haben sich zusätzliche Rosetten gebildet, mehrere Kindel (oder Absenker) sind herangewachsen

Eine ausgewachsene Pflanze wird umgetopft:

  • mindestens einmal im Jahr — die Erde wird gewechselt, die Pflanze neu bewurzelt oder in ein größeres Gefäß umgesetzt
  • zur Rettung einer kranken Veilchenpflanze
  • wenn sich auf der Substratoberfläche ein heller Belag gebildet hat, bedeutet dies, dass der Boden mineralisiert ist, zu stark verdichtet und keine Luft mehr durchlässt
  • das Wurzelsystem hat den größten Teil des Topfvolumens eingenommen und die Erde ersetzt

Die beste Zeit, um Veilchen umzutopfen, ist Frühling und Sommer. Die Pflanze verträgt den Eingriff leichter und wurzelt schnell ein. Im Herbst und Winter ist aufgrund der kurzen Tageslichtdauer die Wahrscheinlichkeit des Absterbens der Blüte hoch. In diesen Jahreszeiten ist eine sofortige Umpflanzung erforderlich, wenn Anzeichen einer Krankheit oder eines Schädlingsbefalls festgestellt werden.

Eine gesunde Pflanze zeigt selbst an, wann sie umgetopft werden muss:

  • die Blüte hört auf, es wächst nur noch reichlich Blattwerk
  • die Blätter können ihre Farbe verlieren und kleiner werden

Wenn sich das Veilchen insgesamt wohlfühlt, aber nicht blüht, empfehlen erfahrene Veilchenzüchter, kein Risiko einzugehen und die Umpflanzung auf günstige Monate zu verschieben. Man sollte die Saintpaulia nicht umtopfen, wenn sie bereits Knospen angesetzt hat oder blüht.

In Notfällen, wenn eine Umpflanzung unumgänglich ist, müssen vorher alle Blüten entfernt werden, damit die Pflanze ihre ganze Kraft auf das Bewurzeln konzentrieren kann. Kindel ohne grünes Pigment dürfen nicht abgetrennt werden. In ihnen wird kein Chlorophyll synthetisiert, das Kindel, dem die Nahrung von der Mutterpflanze entzogen wird, stirbt ab.

Wie bereitet man die Pflanze, die Gefäße und die Erde vor?

Vor der Umpflanzung wird die Erde im Topf angefeuchtet, um später die Wurzeln nicht zu beschädigen. Die Erde sollte nicht nass sein, sondern nur leicht feucht. Die Gefäße werden vorbereitet:

  • Töpfe für die Hauptpflanze und große Rosetten
  • Gefäße mit einem Durchmesser von 3,5-4 cm für Kindel, geeignet sind Plastik-Einwegbecher, in deren Böden mehrere Löcher gestochen werden

Geschirr, das mit Salzablagerungen bedeckt ist, wird nicht verwendet. Die Gefäße müssen gründlich gewaschen und getrocknet sein. Die Erde für Veilchen sollte leicht, wasserspeichernd, nährstoffreich, locker und luftdurchlässig sein. Manche Gärtner empfehlen, spezielle fertige Erde für Veilchen (Saintpaulien) zu verwenden und Sand sowie Torf hinzuzufügen.

Andere halten unbehandelte, vorglühte Laubwalderde für das beste Substrat. Es ist nützlich, der Mischung Perlit und zerkleinerte Holzkohle beizufügen. Auf den Boden des Behälters wird Drainage – Blähton mittlerer Körnung – gegeben. Für die Drainage kann auch Kokosfaser oder geschnittenes Torfmoos (Sphagnum) verwendet werden; diese werden dem Substrat beigemischt.

Wenn der Gärtner die Dochtbewässerung bevorzugt, wird die Schnur dafür ebenfalls vor dem Einpflanzen in den Topf gelegt. Für kleine Ableger wird eine Abdeckung als Frühbeet benötigt, daher wird im Voraus Plastikfolie oder -tüten vorbereitet.

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Umtopfen und Pflege danach

Das Veilchen wird zusammen mit dem Erdballen aus dem Topf genommen. Dazu klopft man zunächst leicht auf den Boden und die Wände des Gefäßes und zieht dann die Blume vorsichtig an der Basis der Rosette heraus. Hauptpflanze und Ableger werden behutsam getrennt, wobei darauf geachtet wird, dass jeder seinen Teil des Wurzelsystems behält. Die Wurzeln werden untersucht und beschädigte vorsichtig entfernt.

Man muss sie nicht vollständig von Erde befreien. Die Wurzeln dürfen nicht gewaschen werden, da dies zum Absterben der Pflanze führt. In den Topf wird über die Drainage das vorbereitete Substrat gefüllt. In die Mitte setzt man die Usambaraveilchen, wobei die Wurzeln auf der Erdoberfläche ausgebreitet werden. Nach und nach wird Erde nachgefüllt. Praktischerweise geschieht dies mit einem Einweg-Plastiklöffel.

Von Zeit zu Zeit wird der Topf sanft auf eine harte Oberfläche geklopft, damit die Erde fester liegt. Sie wird bis zu den ersten Blättern eingefüllt. Das Gießen wird für einige Stunden aufgeschoben, bis die Erde sich setzt. Dann wird bei Bedarf Erde nachgefüllt und die Pflanze mit warmem Wasser gegossen. Die Ableger werden ebenfalls in kleine Becher gepflanzt. Dabei kann der Becher mit dem Pflänzchen in einen anderen mit intaktem Boden gestellt werden.

Die Feuchtigkeit wird nicht in den Wurzeln stagnieren. Man kann die Blume gießen, indem man einfach Wasser in das äußere Gefäß gibt, wie in einen Untersetzer. Wenn die abgesetzten Ableger sehr klein sind, müssen sie mit einer Tüte wie mit einem Frühbeet abgedeckt werden. Genauso sollte man mit großen Rosetten verfahren, wenn ihre Wurzeln beschädigt sind. Das Mini-Gewächshaus wird regelmäßig gelüftet und nach dem Anwachsen der Pflanze entfernt.

Kultur des Veilchens

Wie man ein Veilchen umtopft: Tipps für Anfängergärtner

Gärtner wählen eine der drei Bewässerungsmethoden:

  • Dochtbewässerung, bei der ein Ende der Schnur in den Blumentopf gelegt wird und das andere in einen Wasserbehälter
  • über den Untersetzer, die schonendste Methode; die Pflanze nimmt so viel Feuchtigkeit auf, wie sie benötigt
  • direkt in die Erde

Es ist wichtig, Austrocknung oder Stau von Flüssigkeit zu vermeiden. Das Veilchen reagiert empfindlich auf Licht. Die beste Option ist helles, indirektes Licht und eine Tageslichtdauer von 12–15 Stunden; es wird künstliche Beleuchtung verwendet. Die Pflanze muss unbedingt vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Bei Lichtmangel reduziert das Usambaraveilchen die Blüte, die Blätter werden blass und strecken sich. Die angenehmste Temperatur beträgt 21–23 Grad.

Auf eine Erhöhung reagiert sie mit einer Verringerung der Knospenzahl. In der Kühle fühlen sich Sorten mit dunklem Laub und fantastischer Blütenfarbe wohler. Unterkühlung führt zu Wurzelfäule. Bei Zugluft wird sie krank und verliert an Zierwert. Mit dem Düngen beginnt man 3–4 Monate nach dem Umtopfen.

Man wechselt organische und mineralische Düngemittel ab. Im Winter reduziert man die Menge, in den anderen Jahreszeiten düngt man je nach Zustand der Pflanze und den Anbaubedingungen 2-3 Mal. Eingetrocknete, beschädigte oder überflüssige untere Blätter werden regelmäßig entfernt, die Schnittstellen werden mit Aktivkohlepulver bestäubt.

Erfahrene Veilchenzüchter stellen fest, dass bei der Kultivierung von Usambaraveilchen die Zusammensetzung des Substrats, die Beleuchtung und die Bewässerungsmethode individuell unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten und des Mikroklimas gewählt werden. Aufmerksame Veilchenliebhaber erzielen Erfolge und haben Freude an den zarten, leuchtenden, prächtigen Blüten.

Video zum Umtopfen von Veilchen:

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