Wie zieht man eine große Tulpenzwiebel aus einer Brutzwiebel?

«Kindel», wie aus dem Begriff selbst hervorgeht, begleiten die erwachsenen, vollwertigen Zwiebeln und entstehen im Lebensprozess der Tulpe. Für sich genommen sind sie zwar Pflanzgut, jedoch nicht für das Wesentliche — die Blüte. Daher müssen sie herangezogen werden, bis sie den Zustand eines reifen «Exemplars» erreicht haben. Wie sieht dieser Prozess aus?

Es antwortet die Landschaftsarchitektin Olga Woronowa:

— Damit sich das «Kindel» der Tulpe zu einer großen Zwiebel entwickelt, muss es ordnungsgemäß behandelt werden. 

Und zwar: Nachdem die Zwiebeln ausgegraben wurden und Sie diese «Kindel» visuell leicht erkennen, trennen Sie sie ab und sammeln Sie sie in einer separaten Gruppe. Dann müssen Sie für sie ein separates Beet — ein Schulbeet — anlegen.

Bereiten Sie den Boden vor: Lockern Sie ihn gründlich und mischen Sie verrotteten Mist und Humus unter, um so die notwendige Nährstoffbasis zu schaffen. Ziehen Sie dann Gräben mit einer Breite von 4-5 Zentimetern und einer Tiefe, die der 3-fachen Höhe des Kindels selbst (nicht der erwachsenen Zwiebel) entspricht. Die 3-fache Höhe — für leichte Böden. Bei schweren, lehmigen Böden kann man sich mit der 2-fachen Höhe begnügen, bei sehr leichten Böden mit überschüssigem Sand erfolgt die Einpflanzung bereits in der 4-fachen Höhe.

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Im nächsten Frühjahr treiben die Kindel aus, aber es werden Stängel mit Blättern sein; eine Blüte wird es in der Saison der «Kindel»-Austriebe nicht geben. Die Pflege der ausgetriebenen «Kindel» besteht in regelmäßigem Jäten, Lockern, Bewässern und Düngen. Die erste Düngung erfolgt unmittelbar nach der vollständigen Schneeschmelze, die zweite — während der Blüte der erwachsenen Pflanzen und die dritte — nachdem die erwachsenen Tulpen verblüht sind.

Im Herbst müssen Sie dann nur noch keine «Kindel» mehr ausgraben, sondern eine erwachsene Zwiebel, die im nächsten Jahr durchaus in der Lage ist, Sie mit einer Tulpenblüte zu erfreuen.

Es wird nicht empfohlen, die «Kindel» zusammen mit den erwachsenen Zwiebeln zu pflanzen, obwohl viele dies praktizieren. Aber dann können die «Kindel» Entwicklungsprobleme haben, und da sie anfälliger für Krankheiten sind, können sie auch die älteren Artgenossen anstecken. Machen Sie sich also die Mühe, das oben erwähnte Schulbeet anzulegen , bei einer großen Anzahl von «Kindel» — auch mehrere.

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