Tomatenernte retten. Wie man effektiv gegen Blütenendfäule vorgeht

Laut Daten der FGBNU «FNZ owoschtschewodstwa» kann in den südlichen Regionen ohne vorbeugende Maßnahmen bis zu 30–40 % der Tomatenernte genau aufgrund der Blütenendfäule verloren werden. Besonders stark leiden Gewächshauspflanzungen, in denen das Mikroklima instabil ist. Der Agronom erklärt, was Blütenendfäule ist, wie sie sich äußert und welche Bekämpfungsmethoden als die wirksamsten gelten.

Was ist Blütenendfäule

Dies ist eine der häufigsten Erscheinungen, mit denen Gärtner konfrontiert werden. Es ist wichtig zu verstehen, dass es sich nicht um eine Krankheit im eigentlichen Sinne handelt, sondern um eine physiologische Störung, die durch ein Ungleichgewicht der Nährstoffe und Wachstumsbedingungen verursacht wird.

Wie äußert sich Blütenendfäule

Die ersten Anzeichen zeigen sich an der Stelle der vertrockneten Blüte: Es entstehen dunkle, braune oder fast schwarze Flecken. Zunächst sind sie klein, aber mit dem Wachstum der Frucht vergrößern sie sich. Die Spitze der Tomate wird trocken und eingedrückt, dabei bleiben die Gewebe am Stielansatz gesund.

Bei übermäßiger Feuchtigkeit beginnen die befallenen Stellen zu faulen, und die Frucht verdirbt vollständig. Selbst wenn man den verdorbenen Teil abschneidet, bleibt der Geschmack schlecht, und solche Tomaten sind ungenießbar.

Hauptursachen für das Auftreten von Blütenendfäule

Der Hauptfaktor — Kalziummangel. Aber häufiger wird sie nicht durch nährstoffarmen Boden verursacht, sondern durch Verstöße gegen die Pflegebedingungen:

  • unregelmäßiges Gießen — der Boden trocknet mal aus, mal wird er stark überflutet; das beeinträchtigt die Kalziumaufnahme;
  • Wurzelschäden beim Lockern, Umpflanzen oder durch Bodenverdichtung;
  • saure oder übermäßig alkalische Böden, in denen der pH-Wert gestört ist und Kalzium unverfügbar wird;
  • Überdüngung, besonders mit Stickstoff- und Kaliumdüngern, da Kalium «verdrängt» Kalzium;
  • falsche Anwendung von Schattierungsnetzen — bei ihrer Verwendung selbst bei bewölktem Wetter bleibt Feuchtigkeit auf den Blättern und Früchten zurück.
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Nach Beobachtungen von Fachleuten leiden Tomaten am häufigsten in den südlichen Regionen, wo Hitze und schnelle Verdunstung von Feuchtigkeit zu einer Störung des Wasser- und Mineralhaushalts führen.

Risikofaktoren

  • dichte Bepflanzung und schlechte Belüftung;
  • Anbau im Schatten von Bäumen oder Gebäuden;
  • starke Hitze und Überhitzung des Bodens;
  • Sorten mit dünner Schale (oft großfruchtige und längliche, z. B. «Eiertomaten»). Weniger anfällig sind Cherry- und Rundtomaten.

Vorbeugung und Bekämpfung

Ein Problem zu verhindern ist viel einfacher, als die Ernte zu retten:

1. Sorgen Sie für eine stabile Feuchtigkeit.

— Die beste Möglichkeit — die Tropfbewässerung.

— Vermeiden Sie Austrocknung und plötzliches «Überfluten».

2. Verwenden Sie Mulch.

— Eine Schicht aus Stroh, Gras oder Vliesstoff hilft, Feuchtigkeit und Temperatur zu halten.

3. Verwenden Sie Kalziumnitrat.

— Das Besprühen mit einer 0,5–1 %igen Lösung auf Blätter und Früchte während der Fruchtansatz- und Reifezeit gleicht den Kalziummangel schnell aus.

4. Achten Sie auf die Düngung.

— Ein Überschuss an Stickstoff und Kalium ist gefährlich.

— Düngungen mit Kalzium und Spurenelementen sollten Sie regelmäßig, aber in Maßen durchführen.

5. Kontrollieren Sie das Lichtregime.

— Verwenden Sie Schattennetze nur an heißen, sonnigen Tagen.

— Bei Regenwetter ist es besser, die Pflanzen mit transparenter Folie abzudecken.

6. Entfernen Sie befallene Früchte.

— Selbst wenn sie nicht vollständig verrotten, ist der Geschmack bereits verdorben.

— Dies verringert die Belastung des Strauchs und verhindert die Entwicklung von Sekundärinfektionen.

Kurzum, Blütenendfäule — ist kein Todesurteil, wenn Sie Tomaten richtig gießen, düngen und rechtzeitig auf die ersten Krankheitsanzeichen reagieren, um vollwertige Früchte zu erhalten.

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