Jeden Sommer warten Gärtner sehnsüchtig auf die Tomatenernte. Manchmal jedoch sind die Früchte von innen verdorben. Valentina Pintschuk aus dem Gebiet Rostow schreibt: «Wir wohnen 30 km von Rostow entfernt. Letztes Frühjahr kauften wir wie immer Tomatensetzlinge auf dem Markt. Die Ernte versprach gut zu werden, aber im Sommer waren fast alle Früchte von innen von großen Würmern zerfressen. Die Schäden waren bis zum Herbst zu beobachten. Früher waren wir auf ein solches Problem nicht gestoßen, und jetzt befürchten wir, dass sich die Situation wiederholt — es wurden bereits vereinzelte beschädigte Früchte bemerkt. Bitte sagen Sie uns, woran es liegt und wie wir dagegen vorgehen sollen.»
Welche Würmer befallen Tomaten und wie man die Pflanzen schützt, beantwortete der Agronom.
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Ursache: Eulenraupen
Machen Sie nicht voreilig die Setzlinge verantwortlich. Die Übeltäter sind Eulenraupen. Im Sommer legt der Nachtfalter seine Eier direkt auf die Blätter und Früchte der Tomaten. Aus den Eiern schlüpfen kleine Raupen, die zunächst kleine Löcher in die Blätter fressen und dabei fast unsichtbar bleiben. Später, wenn sie herangewachsen sind, dringen sie in die Früchte ein und schädigen sie von innen.
Tipp: Die ersten Anzeichen von Raupenbefall sind kaum sichtbare Löcher in den Tomatenblättern.
Vorbeugung: Biopräparate
Um einen massiven Befall zu verhindern, ist es wichtig, vorbeugend zu handeln. Zur Vorbeugung können Sie umweltfreundliche Biopräparate wie «Agrowertin», «Bitoxibazillin», «Lepidozid» und ähnliche verwenden.
Es ist besser, diese Präparate abzuwechseln und dabei die Anweisungen genau zu befolgen. Das Besprühen der Pflanzen wird in der Dämmerung oder am frühen Morgen empfohlen, wenn die Eulen am aktivsten sind.
Tipp: Biopräparate sind für Mensch und Umwelt unbedenklich, erfordern aber eine regelmäßige Anwendung und sind bei hoher Schädlingsdichte wenig wirksam.
Bei massivem Befall – schwere Artillerie
Wenn sich die Raupen massenhaft ausgebreitet haben, helfen nur chemische Insektizide, um Ernteverluste zu vermeiden. Die Behandlung sollte durchgeführt werden, solange die Früchte noch nicht reif sind und mindestens ein Monat bis zur Ernte verbleibt, um die Wartezeit einzuhalten und das Risiko des Eindringens von Chemikalien in die Nahrung auszuschließen.
Empfohlene Insektizide (gemäß Anleitung): «Arriwo», «Decis», «Scherpa» und deren Analoga.
Führen Sie die Behandlung am besten am Abend durch, um die Wirkung zu verstärken und den Schaden für nützliche Insekten zu minimieren.
Denken Sie daran: Halten Sie die Wartezeiten nach der Behandlung mit Chemikalien ein, damit die Ernte sicher zum Verzehr ist.
Eine rechtzeitige Vorbeugung und die richtige Wahl der Schutzmittel helfen Ihnen, die Tomatenernte gesund und schmackhaft zu erhalten. Die Hauptsache — ist, nicht auf das Auftreten von Massenschäden zu warten, sondern rechtzeitig zu handeln.