Wie retten Sie Tomaten vor anhaltendem Regen?

Himmlische Bewässerung, wenn sie etwas länger als nötig dauert, wird aus einem Freund der Tomaten — ja, eigentlich aller anderen Gemüse im Freiland und unter Glas — zu einem gefährlichen Feind, der verschiedene Machenschaften treibt, auf die sich die Gärtner vorbereiten müssen, um zu gegebener Zeit alle schlimmen Folgen zu beseitigen. Von welchen solchen Folgen in Bezug auf Tomaten kann die Rede sein? Das klären wir mit einem Experten. 

Der Agronom antwortet: 

— Übermäßige Feuchtigkeit von Luft und Boden ist — und vielen Gärtnern ist die Gefahr wohlbewusst — ein fruchtbarer Boden für die Entwicklung von Phytophthorose, Peronosporose, Echtem Mehltau und anderen Pilzkrankheiten. Daher müssen Tomaten (sowohl im Gewächshaus als auch im Freiland) vor allem auf deren Auftreten untersucht werden. Gleichermaßen übrigens (das vergessen viele) auch ihre Nachbarn, insbesondere Auberginen und Kartoffeln. Und es ist besser, ohne auf die ersten Anzeichen von Erkrankungen zu warten, vorbeugende Behandlungen durchzuführen. Gegen die genannten Übel wirken bereits bewährte Fungizid-Präparate wie Fundasol, Akrobat, Tschampion, Ridomil, Kwadris, Strobi und ihre Analoga recht gut. 

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In Gewächshäusern steigt die Luftfeuchtigkeit, die beseitigt werden muss. Durch Lüften während anhaltender Regenfälle erreicht man dies natürlich nicht so leicht, daher ist es besser, Türen und Fenster geschlossen zu halten und das entstehende Kondensat mit Ventilatoren zu beseitigen.

Im Freiland — ist schnell eine Wasserableitung vorzusehen, falls keine vorhanden ist oder die vorhandene mit den Wassermassen nicht zurechtkommt, um Wasserstau in den Reihenzwischenräumen zu vermeiden. Und natürlich muss ein Regendach geschaffen werden.

Sowohl in Gewächshäusern als auch im Freien ist das Lockern des Bodens streng vorgeschrieben — um die Sauerstoffzufuhr zu den Wurzeln nicht zu verringern. Wenn nicht gelockert wird, bleibt entweder das Wasser stehen oder es bildet sich eine Schlammschicht auf der Bodenoberfläche, was ebenfalls schlecht ist.

Alle Tomaten sollten in dieser Zeit noch zusätzlich gedüngt werden. Regen, insbesondere anhaltender, kann den Boden vieler Nährstoffe berauben, daher darf man deren Mangel nicht zulassen. Verwenden Sie in diesem Fall Mehrnährstoffdünger — das ist sicherer.

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