Tanz der weißen Motten: Rispiges Gipskraut

Es scheint, als sei die ganze Pflanze von einer schneeweißen Kugel aus den Flügeln weißer Motten umgeben, die sich während der Blüte verstecken. Wie auch immer man sie nannte – Floristen aus verschiedenen Ländern gaben ihr unterschiedliche Namen. Bei den Engländern war es „Baby's Breath“. Die Deutschen nannten sie „Brautschleier“. In den Mittelmeerländern war es die levantinische Seifenwurzel, die zum Waschen feiner Stoffe verwendet wurde, da sie Wasser ohne chemische Einwirkung von Laugen aufschäumen kann. In den Steppen Südrusslands findet man einen Schneeball, der vom Wind über die Weiten getrieben wird und aus Samenkapseln besteht – „Steppenroller“. Auch das ist Gypsophila. Eine Pflanze, die in den Bergen, Steppen und an anderen nicht sehr angenehmen Orten bis hin zu felsigen Hängen wächst. Die mehrjährige Pflanze aus der Familie der Nelkengewächse umfasst über hundert Arten. Samen einiger davon können in Blumenläden erworben werden. Die Verwendung der blühenden Pflanze in Blumensträußen, um ihnen ein luftiges, spitzenartiges Aussehen zu verleihen, hat zu einem großen Interesse an ihrem Anbau in Gärten geführt. Jeder Rat erfahrener Gärtner ist besonders für Anfänger nützlich. Inhalt:

  • Aussehen des Rispigen Gipskrauts
  • Sorten des Rispigen Gipskrauts
  • Anbau und Vermehrung des Rispigen Gipskrauts

Aussehen des Rispigen Gipskrauts

  1. Für die richtige Wahl des Pflanzortes muss man wissen, dass dieses krautige, mehrjährige Kraut bei guter Pflege eine Höhe von bis zu 1,5 m erreicht.
  2. Die knotigen Stängel des Gipskrauts sorgen für eine sehr starke Verzweigung, besonders im oberen Teil des Busches. Diese Eigenschaft sorgt für die schöne, runde, durchbrochene Kugelform des Busches.
  3. Die lanzettförmigen, grauen Blätter sind behaart, was ihnen ein zartes, samtiges Aussehen verleiht. Sie befinden sich im unteren Teil des Busches.
  4. Die rispigen Blütenstände bestehen aus zahlreichen kleinen weißen oder rosa Blüten, die im Juli erscheinen und die Pflanze etwa 50 Tage lang schmücken.
  5. Danach bilden sich Kapseln mit Samen. Der Wind hilft, sie zu öffnen und weit zu tragen. Die Natur hat diese Frage der Pflanzenvermehrung selbst gelöst. Die Samen sind sehr klein, aber sie sind zahlreich und ihre Keimfähigkeit bleibt drei Jahre lang erhalten.

Viele Gartenformen des Schleierkrauts haben auch Sorten mit gefüllten Blüten. Zudem sind sie größer, was den gesamten Busch noch geheimnisvoller macht. Beim Anbau von gefüllten Sorten ist zu beachten, dass die Anzahl und die Keimrate ihrer Samen deutlich niedriger ist als bei gewöhnlichem Schleierkraut. Die Pflanze gehört zu den winterharten Arten. Nur bestimmte Gartensorten benötigen Schutz. Jedes Blumenbeet kann mit einigen Schleierkrautbüschen geschmückt werden und wie eine zarte Wolke wirken. Zudem können nicht nur mehrjährige Arten, sondern auch einjährige angebaut werden, die es ermöglichen, freien Raum zwischen bereits wachsenden Blumen zu füllen. Die Blüte beginnt an den unteren Zweigen, aber nach einer Woche bildet sich der gesamte Blütenstand. Im Herbst werden die Büsche zurückgeschnitten, wobei einige Stängel stehen bleiben.

Sorten des Rispen-Gipskrauts

Mehrjährige Sorten des Gipskrauts werden meist für den Schnitt angebaut und in verschiedenen Arrangements für Sträuße verwendet. Die beliebtesten Sorten sind:

  1. Gipskraut 'Gefüllt' mit weißen gefüllten Blüten, Höhe bis 1,5 m.
  2. Gipskraut 'Bristol Fairy' mit rosa gefüllten Blüten. Der Busch ist einer der größten.
  3. Gipskraut 'Rosenschleier' gehört zu den kriechenden Sorten und wird bis zu 40 cm hoch mit blassrosa gefüllten Blüten.
  4. Gipskraut 'Pink Star' mit sehr leuchtenden Blüten.
  5. Gipskraut 'Rosy Veil' mit einer Höhe von 40 cm und weißen Blütenblättern.
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Himalaya-Mohn – ein Wunder der Natur

Alle Sorten des Gipskrauts verleihen jedem Blumenarrangement eine vollendete Einheit. Selbst ein dichter Strauß aus kräftigen Blütenständen, zum Beispiel von Lilien, wird luftig und besonders festlich.

Anbau und Vermehrung des Rispen-Gipskrauts

Tanz der weißen Motten: Rispiges Gipskraut

Die Hauptanforderungen für den erfolgreichen Anbau der Pflanze sind die strikte Einhaltung einiger agrotechnischer Maßnahmen. Dazu gehören die richtige Bodenwahl, moderate Feuchtigkeit, gute Beleuchtung und das Vermeiden von Umpflanzungen, die sie nicht verträgt.

  1. Standort und Beleuchtung. Für die Pflanzung sollte ein sonniger Platz im Garten ohne nahes Grundwasser gewählt werden.
  2. Bewässerung und Düngung. Die Pflanze liebt reichliches Gießen ohne Staunässe. Die erste Düngung erfolgt im Frühjahr mit Mist und Stickstoffdünger. Besonders wichtig ist es, während der Knospenbildung alle Büsche mit einer Harnstofflösung zu gießen.

Die Samenvermehrung ist im Frühjahr und Herbst direkt im Freiland möglich. Bereiten Sie die Beete auf leichtem Lehm- oder sandigem Lehmboden mit Kalkgehalt vor. Pflanzen Sie das Gewächs nicht auf sauren Böden. Dolomitmehl und Asche sollten jährlich eingebracht werden. Vor der Pflanzung empfiehlt es sich, Humus, aber keinen frischen Mist, auszubringen. Ein guter Drainage ist unbedingt erforderlich. Bis zum Auflaufen der Keimlinge sollte die Erde auf den Beeten leicht feucht sein. Bei Staunässe faulen die Wurzeln sehr schnell und die Pflanze stirbt ab. Diese Pflanzen werden erst im folgenden Jahr an ihren endgültigen Standort gebracht. Sie können die Setzlinge auch zu Hause vorziehen. Dazu säen Sie die Samen im April in spezielle Kisten unter Glas und bewahren sie im Haus auf. Die Pflanze wird erst nach dem Erscheinen des ersten echten Blattes an den endgültigen Standort gesetzt. Die Pflanzen breiten sich schnell aus, daher setzen Sie nicht mehr als drei Pflanzen pro Quadratmeter, die dort bis zu 20 Jahre verbleiben können. Alle jungen Büschel müssen im Oktober mit Erde angehäufelt, die Stiele heruntergebogen und mit Fichtenzweigen bedeckt werden. Ältere Sträucher können nur bis zum Alter von zwei Jahren an einen anderen Ort umgesetzt werden. Dazu graben Sie im Frühjahr den gesamten Busch sehr vorsichtig und so tief wie möglich aus. Wichtig ist, die lange Pfahlwurzel nicht zu beschädigen. Jede Beschädigung führt zum Absterben der Pflanze. Neben der Aussaat kann man Gypsophila auch durch Stecklinge und Veredelung vermehren.

Die Stecklingsvermehrung ist die einfachste und zuverlässigste Methode, erfordert jedoch bestimmte Fähigkeiten. Aufgrund der geringen Bewurzelungsrate müssen Sie alle im Frühjahr geschnittenen Stecklinge in einer Heteroauxinlösung behandeln. Decken Sie die Pflanzen mit Gläsern ab, beschatten Sie sie und gießen Sie regelmäßig vorsichtig. Die Veredelung wird bei der Vermehrung seltener Sorten mit minimalem Pflanzmaterial angewendet. Der Prozess der Veredelung eines Stecklings auf eine alte Wurzel ist sehr komplex und wird nur von erfahrenen Gärtnern durchgeführt.

Neben den schönen luftigen Büscheln, die Sie im Sommer bewundern können, können auch die heilenden Eigenschaften der Pflanze nützlich sein. Zumal sie seit langem bekannt und bewährt sind. Gypsophila gilt als wahre Schatzkammer an Saponinen. Wissenschaftler in England erforschen ihre Eigenschaften zur Bekämpfung von Leukämie. Die Behandlung von Hautkrankheiten, die Linderung von rheumatischen Schmerzen, Schwellungen, die Fähigkeit, Schleim in Expektorantien zu verflüssigen, sowie die abführende und schmerzlindernde Wirkung von Gypsophila sind noch nicht vollständig erforscht. Die Volksmedizin verwendet sie in vielen ihrer Rezepte. Und in Zukunft wird diese Blume, ein Symbol der Vorsicht, noch ihre Geheimnisse in der vielfältigen Hilfe für Menschen offenbaren. Interessantes Video über Gypsophila:

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