Selbst die besten Süßkirschensorten werden ohne den richtigen Schnitt nicht das erwartete Ergebnis liefern. Die Süßkirsche wächst sehr schnell, daher ermöglicht der Triebschnitt, den Baum in die richtige Form zu bringen.
Der Schnitt der Süßkirsche erfolgt im Frühjahr, wenn die Pflanze noch in der Ruhephase ist, wohingegen ein Schnitt im Herbst außer einer Verringerung der Frosthärte des Baumes nichts bringt.
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Wie schneidet man die Süßkirsche richtig?
Die Hauptaufgabe des Schnitts ist es, den Baum in den für den Gärtner gewünschten Maßen zu halten. Vom Pflanzen des jungen Baumes bis zum Beginn der Fruchtbildung wird die Pflanze um ein Drittel zurückgeschnitten. Der Schnitt erfolgt an einjährigen Trieben; im Frühjahr werden auch erfrorene und nicht ausgereifte Äste entfernt.
Das endgültige Ergebnis beim Formschnitt der Süßkirsche sollte ein Baum von 4 Metern Höhe sein, mit sechs oder sieben Gerüstästen; die Krone sollte etagiert und locker sein. Die Hauptäste sollten in einem Winkel von etwa 50 Grad vom Stamm abgehen.
Schnitt der jungen Süßkirsche
Der Schnitt der jungen Süßkirsche im Frühjahr beginnt in der zweiten Saison nach dem Pflanzen des Baumes. Die Äste, die dem Boden am nächsten sind, bilden die Basis der ersten Etage.
Sie werden in einem Abstand von 20 Zentimetern angeordnet — überzählige Äste müssen entfernt werden.
Der zweite und die folgenden Schnitte
Im dritten Jahr nach dem Pflanzen beginnt man, die zweite Etage des Baumes zu formen, wobei man 50-60 Zentimeter von der ersten Etage abrückt. In dieser Etage lässt man nur zwei Gerüstäste stehen, die dritte Etage sollte einen Ast haben, und der Stamm wird auf einen Ring zurückgeschnitten.
In den folgenden Jahren werden die Seitenäste unterschiedlicher Bedeutung geformt. Äste erster Ordnung sollten um ein Drittel gekürzt werden, wenn sie eine Länge von 70 Zentimetern erreicht haben. Triebe, die nicht an der Kronenbildung beteiligt sind, werden auf eine Länge von 20 Zentimetern zurückgeschnitten. Nach diesem Prinzip werden alle Etagen der Süßkirsche geformt. In der Regel ist die Kronenbildung im fünften Vegetationsjahr abgeschlossen.
Im ersten Entwicklungsstadium bilden sich bei der Süßkirsche einjährige Zuwächse, die zwingend gekürzt werden müssen. Von einem solchen Trieb lässt man nur 50 Zentimeter stehen. Bei starkem Kronenwuchs ist ein zusätzlicher Schnitt im Sommer erforderlich, der die Bildung vieler Blütenknospen fördert, die die Anzahl der Früchte erhöhen.
Nach der Kronenbildung beschränkt sich der jährliche Schnitt der Süßkirsche auf das Auslichten; dabei werden trockene und kranke Äste entfernt. Die Schnittstellen werden mit Baumwachs behandelt.