Zimmerpflanze Stephanotis: Vermehrung und Anbauregeln

Viele wunderschöne Blumen sind aus der wilden tropischen Natur in die Zimmerkultur gelangt. Unter bestimmten Bedingungen gedeihen Vertreter der tropischen Flora prächtig im Innenbereich. Da macht die Blume Stephanotis keine Ausnahme, deren Vermehrung und Anbau als Topfkultur sehr erfolgreich verläuft.

Stephanotis, botanische Beschreibung

Die Gattung Stephanotis aus der Familie der Seidenpflanzengewächse (Apocynaceae) ist mit mehreren Arten vertreten. Einige Botaniker zählen fast zweihundert tropische Lianen zu dieser Gattung, andere meinen, es seien nicht mehr als 16. Die Pflanze wurde erstmals zu Beginn des 19. Jahrhunderts entdeckt und beschrieben. Das Verbreitungsgebiet von Stephanotis umfasst Madagaskar, die Malaiischen Inseln und andere tropische Gebiete.

In der Zimmerkultur trifft man am häufigsten auf Stephanotis floribunda. Diese Pflanze wird auch genannt:

  • Brautkranz
  • hawaiianische Hochzeitsblume
  • Wachsblume
  • madagassischer Jasmin

In natürlichen Bedingungen ist die Lebensform dieser Pflanze eine immergrüne Liane, die Bäume umschlingt; es kommen auch Strauchformen vor. Die Trieblänge kann 2 bis 6 Meter betragen. Die Blätter der Pflanze sind oval, mit einer abgerundeten Basis und einer schmaleren Spitze.

Die Blattränder sind ganzrandig, die Blätter selbst sind dick und glänzend, bis zu 8 cm lang. Die Anordnung an den Trieben ist gegenständig. Die Blüten sind weiß, manchmal cremefarben oder rosa, röhrenförmig, die Röhre 30 mm lang, mit fünf zurückgebogenen Kronblättern. Sie sind in Blütenständen angeordnet – falschen Dolden oder Schirmrispen.

Sie verströmen einen sehr angenehmen Duft und erwecken den Eindruck idealer Wachsgebilde. Die Blütezeit beginnt etwa Mitte des Frühlings und dauert bis zum Früherbst. Die Frucht ist eine Beere, äußerlich einer Mango ähnlich, und reift fast 9 Monate lang. Im Inneren befinden sich bis zu 100 dünne Samen, die mit weichen Härchen versehen sind, die einen fallschirmartigen Flugapparat bilden.

Madagaskar-Jasmin wird häufig als Zimmerpflanze verwendet und in Wohnräumen, Büros und Gewächshäusern kultiviert. Seine Triebe lassen sich schön auf einem Bogen aus einem biegsamen Zweig oder Draht befestigen. Wenn die Pflanze blüht, ähneln ihre mit Blüten bedeckten Triebe dann einem Kranz.

Besonderheiten des Anbaus und der Vermehrung von Stephanotis zu Hause

Zu Hause wird die Pflanze an einem gut beleuchteten, aber vor direkter Sonne geschützten Ort platziert. Im Sommer sollte die Raumtemperatur +20 bis +22 Grad betragen. Im Winter muss sie auf +14 bis +16 Grad gesenkt werden, sonst kann die Pflanze keine Blüten ansetzen. Das Gießwasser muss unbedingt 48 Stunden lang abstehen.

Während der Vegetationsperiode wird im Durchschnitt alle zwei Tage gegossen, im Winter einmal alle sieben Tage. Zusätzlich zum Gießen wird die Pflanze alle zwei Wochen gedüngt. Im frühen Frühling kann man Volldünger verwenden, während der Knospungs- und Blütezeit wird mit stickstofffreiem Dünger gedüngt. Die Pflanze benötigt zusätzliches Besprühen der Raumluft.

Um ihm ein gepflegteres Aussehen zu verleihen, werden die Blattoberseiten poliert. Der einfachste Weg ist das Polieren mit einem in Wasser getränkten weichen Tuch. Man kann aber auch spezielle Aerosole verwenden. Sie haben antistatische Eigenschaften, sodass das Laub weniger Staub anzieht. Wichtig! Die Pflanze mag nicht nur einen Standortwechsel, sondern auch eine Änderung der Ausrichtung im Raum.

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Video-Überblick über die Stephanotis-Blüte:

Während der gesamten Saison müssen die Triebspitzen geknipst werden. Umtopfen sollte man die Pflanze am besten im Frühling, und nach der Blüte kann man sie zurückschneiden. Stephanotis wird zu Hause vermehrt durch:

  • Samen
  • Stecklinge
  • Blattsteckling

Die beste Zeit für die Vermehrung der Pflanze ist der frühe Frühling.

Vermehrung des Madagaskar-Jasmins

Anzucht aus Samen

Die Samen der Pflanze können aus der reifen Frucht gewonnen werden, wenn sie sich unter häuslichen Bedingungen gebildet hat. Die Samen können in einem Fachgeschäft oder über das Internet gekauft werden. Eine kleine Schale wird mit einer Mischung aus Torf und Perlit gefüllt und gut gewässert. Die Samen werden auf der Erdoberfläche ausgelegt, nicht in die Erde eingearbeitet, sondern nur leicht angedrückt.

Mit Folie abdecken. An einen Ort mit guter Beleuchtung und recht warmen Temperaturen von mindestens +25 bis +26 Grad stellen.

Während des gesamten Zeitraums muss der Boden nicht nur befeuchtet, sondern die Aussaaten müssen auch belüftet werden. Nach 4-8 Wochen keimen die Samen. In den ersten drei Tagen werden sie unter Folie gehalten, dann wird diese entfernt. Danach werden die Keimlinge regelmäßig befeuchtet und mit zusätzlicher Beleuchtung versorgt. Die Tageslichtdauer sollte zu dieser Zeit mindestens 14 Stunden betragen.

Vermehrung durch Stecklinge

Stecklinge des Stephanotis werden nur von den Vorjahrestrieben geschnitten. Ihre Länge sollte etwa 10 cm betragen und jeder Steckling sollte ein Blattpaar haben. Unter dem unteren Blatt sollten 3-4 cm verbleiben. Der untere Schnitt wird schräg ausgeführt. Das obere Blatt wird um die Hälfte eingekürzt und die Schnittstelle mit Kohle bestäubt. Die Stecklinge können in warmes Wasser gestellt werden, das alle zwei Tage gewechselt wird. Normalerweise erscheinen nach eineinhalb — zwei Monaten Wurzeln, mit denen die Pflanze bereits in einen Topf gepflanzt werden kann.

Neben Wasser können die Stecklinge auch in einer Mischung aus universeller Erde und Perlit bewurzelt werden. Das untere Ende wird 1,5 cm tief eingesenkt, alles wird gut befeuchtet und die Stecklinge werden in einem warmen und hellen Raum aufbewahrt. Die Wurzeln erscheinen ebenfalls nach 7-8 Wochen. Danach werden die Stecklinge in einzelne Töpfchen gesetzt. Anschließend werden sie warm gehalten. Eine Zeit lang wird der Topf mit einem durchsichtigen Beutel abgedeckt.

Vermehrung durch Blattstecklinge

Zimmerpflanze Stephanotis: Vermehrung und Anbauregeln

Diese Methode wird ebenfalls von Pflanzenzüchtern angewendet; man kann versuchen, aus einem einzelnen Blatt mit einem Teil des Triebes eine junge Pflanze zu gewinnen. Dazu benötigt man einen Zip — Beutel (Beutel mit Verschluss), in den man eine Mischung aus Erde und Perlit füllt, gut einsprüht, das Blatt so hineinlegt, dass der Steckling mit dem Triebteil die Mischung berührt. Den Beutel an einem Ostfenster aufhängen und auf das Erscheinen von Wurzeln warten. Diese sind durch den durchsichtigen Beutel gut sichtbar.

In diesem Fall dauert der Wurzelbildungsprozess etwa eineinhalb Monate. Stephanotis gilt als Pflanze, die schwer zu bewurzeln ist; wenn dieser Vorgang jedoch bei konstanter Temperatur und richtiger Beleuchtung durchgeführt wird, endet er in der Regel erfolgreich.

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