Sollte man Kartoffeln vor der Einlagerung im Keller waschen oder nicht?

Das Waschen der Knollen vor der Einlagerung wird nur von einem relativ kleinen Teil der Gärtner praktiziert. Eine kleine, aber dafür aktive Gruppe, die diese Empfehlung beharrlich im virtuellen Raum verbreitet. Also, lohnt es sich, Zeit für das Waschen aufzuwenden oder nicht? — Das klären wir mit einem Experten.

Antwortet der Agronom:

— Beginnen wir mit den echten Vorteilen des Waschens von Kartoffelknollen. Es gibt nur zwei. Erstens: Auf einer sauberen Knolle sind sofort alle Mängel sichtbar, und es wird sofort klar, ob sie zur Lagerung geeignet ist oder nicht. Zweitens: Eine saubere Knolle bedeutet grundlegende Sauberkeit im Lager, was auch nicht schlecht ist.

Aber kommen wir zu den Nachteilen. Erster: Der Waschprozess selbst verlängert die Vorbereitungszeit für die Einlagerung erheblich. Zweiter: Ein unerfahrener Gärtner kann die Knollen möglicherweise nicht ausreichend trocknen, sodass sie anfangen zu faulen und alles um sich herum infizieren.

Formal gesehen — sozusagen unentschieden, aber man sollte dennoch die Sicherheit wählen. Tatsächlich kommt es bei der Lagerung von Kartoffeln auf den richtigen Trocknungsgrad der Knollen an, nicht auf die Sauberkeit. Eine richtig getrocknete Knolle lagert sich gut, unabhängig davon, ob sie kristallklar sauber ist oder nicht. Daher sollte man das Waschen als Vorbereitungsschritt besser weglassen. Das ist zuverlässiger.

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