Streichen Sie die Stämme nicht weiß! Ein Experte erklärte, wie man im Herbst Schädlinge aus dem Garten vertreibt.
Maßnahmen, mit denen man die Anzahl der Schädlinge im Garten und Gemüsegarten radikal reduzieren kann, zeichnen sich nicht durch besondere Raffinesse und Komplexität in der Ausführung aus. Sie erfordern jedoch Fleiß, Pünktlichkeit und besondere Sorgfalt, woran viele Hobbygärtner leider vergessen.
Antwortet Agronom Michail Worobjew:
— Nachdem der Garten abgeerntet ist und die Zeit des Laubfalls begonnen hat, ist ein günstiger Moment gekommen, um Schädlinge loszuwerden. Jetzt sind alle Schäden am Stamm und an den Ästen besonders deutlich sichtbar, die in der Regel als Unterschlupf für überwinternde «feindliche» Insekten dienen. Planen Sie daher mindestens einen Tag ein, den Sie dieser Aufgabe widmen.
Untersuchen Sie jeden Baum auf abgelöste Stellen und Risse in der Rinde — sowohl am Stamm als auch an den Ästen, besonders an den ertragreichen. Je nach Art des Schadens schneiden Sie die Rinde ab (aber nur vorsichtig, ohne bis zur Basis zu gelangen) oder verschließen Sie die Risse mit Baumwachs. Letzteres bleibt das wirksamste Mittel, da das darin enthaltene Teer ein hervorragendes bakterizides und insektizides Mittel ist, das für den Baum selbst unschädlich ist. Selbstverständlich ist der herbstliche Gesundheitsschnitt ein wichtiger Beitrag zur Schädlingsbekämpfung, also vernachlässigen Sie ihn nicht.
Ebenso sorgfältig werden die Baumscheiben gereinigt und der Boden darin gelockert. Das Ziel ist klar: Die dort überwinternden Insekten sollen erfrieren.
Wenn an einem Baum oder Strauch keine Blätter mehr vorhanden sind — dann ist die Zeit für die letzte Spritzung gekommen. Führen Sie sie am besten bei einer Lufttemperatur von nicht mehr als plus 5 Grad durch — die meisten Präparate sind unter dieser Bedingung am wirksamsten. Die optimalen Substanzen für die letzte Spritzung sind Harnstoff, Eisenvitriol und Kupfervitriol.
Wie viel Wirkstoff nehmen? Harnstoff — nicht mehr als 300 g auf 10 Liter Wasser, wenn in dieser Saison kein Schädlingsbefall zu verzeichnen war. Im gegenteiligen Fall — bis zu 500 g. Eisenvitriol — 200 bis 700 g auf 10 Liter Wasser. Kupfervitriol — nicht mehr als 300 g.
Allerdings erscheint die Wirksamkeit des Weißelns der Stämme zur Vertreibung von Schädlingen sehr zweifelhaft. Es lohnt sich nicht, Zeit dafür aufzuwenden. Ebenso wenig wie für einen weiteren, in letzter Zeit recht verbreiteten Ratschlag — den Gemüsegarten und die Baumscheiben mit frischem, nicht verrottetem Mist zu mulchen. Angeblich kann er die Kolonien schädlicher Insekten stark reduzieren. In Wirklichkeit ist das nicht der Fall. Stattdessen kann diese Methode durchaus die Wurzeln schädigen und den Boden verschlechtern.