Die Abneigung der Gärtner gegen den Kartoffelkäfer kennt keine Grenzen. Ein beträchtlicher Teil davon ist zweifellos mit der Schwierigkeit der Bekämpfung dieses Schädlings verbunden: Es müssen viele Anstrengungen unternommen werden, und das Ergebnis ist nicht garantiert. Daher richten sich die Blicke auf die Kartoffelsorten, die speziell resistent gegen den gestreiften Käfer gezüchtet wurden. Welche genau heute auf dieser elitären Liste stehen?
Antwortet Agronom Peter Sinkowski:
— Beginnen wir mit dem Wichtigsten. So bedauerlich es auch ist, es gibt keine absolut resistenten Kartoffelsorten gegen den Kartoffelkäfer. Die Züchter arbeiten hart, aber noch — im Prozess.
Worin liegen die Schwierigkeiten? Im idealen Fall sollte eine solche Sorte grobes, für den Käfer ungenießbares Laub haben — zur Sicherheit — mit einer hohen Regenerationsfähigkeit. Aber mit diesen Eigenschaften ergibt sich bisher auch eine für uns Verbraucher ungenießbare Knolle. Würden Sie solche Kartoffeln kaufen und in Ihrem Garten anbauen? Ich fürchte, nein. Aber die Wahrscheinlichkeit, diesen Widerspruch zu beseitigen, ist sehr hoch — man muss abwarten.
Daher kann nur von einer relativen Resistenz gegen den Kartoffelkäfer die Rede sein. Hier sind die züchterischen Erfolge jedoch durchaus spürbar.
Zum Beispiel Brjanski Nadeschny — ertragreich, schmackhaft, wird äußerst selten vom Käfer befallen. Die Knollen sind mittelgroß — 80–120 g.
Kamenski — ausgezeichnete Geschmackseigenschaften verbinden sich mit hoher Resistenz gegen den Schädling. Frühe Sorte, Knollen recht groß — ab 130 g, mit rauer Schale.
Nikulinski — mittelfrühe Sorte, Knollen mittelgroß, bis 120 g, mäßig mehlig, gut für jede Zubereitungsart. Resistenz gegen den Käfer — überdurchschnittlich.
Dies sind relativ neue Sorten. Von den älteren sind Temp und Lasunok durchaus würdig. Die erste ist interessant, weil sie noch vor Beginn der Masseninvasionen des Kartoffelkäfers in Russland gezüchtet wurde und sich als völlig darauf vorbereitet erwies. Lasunok ist eine mittelspäte Sorte, Temp eine späte, beide von gutem Geschmack.