Wasser und Luft. Fünf Pflegefehler, die zur Phytophthora-Infektion der Pflanzen führen.

Fehler Nr. 1: Überwässerung des Bodens

Wasser – eine Quelle des Lebens, aber übermäßige Feuchtigkeit im Gewächshaus kann einen bösen Streich spielen. Der Experte warnt: «Gießen Sie die Pflanzen nur morgens! Abendliches oder nächtliches Gießen im Gewächshaus – das sind ideale Bedingungen für die Phytophthora.»

Die nächtliche Kühle verhindert, dass das Wasser verdunstet, und es bildet sich Kondenswasser auf den Blättern. In einer solchen Umgebung entwickeln sich Pilze aktiv, darunter auch die Phytophthora. Der Experte empfiehlt, eine Tröpfchenbewässerung einzurichten, die das Mikrogleichgewicht im Boden unterstützt und die Blätter und Stängel trocken hält. Es ist wichtig, dass der Boden zwischen den Bewässerungen etwas abtrocknen kann.

Fehler Nr. 2: Hohe Luftfeuchtigkeit

Im Gewächshaus tritt häufig das Problem einer hohen Luftfeuchtigkeit auf, besonders bei Temperaturschwankungen. Tagsüber heizt sich das Gewächshaus stark auf und kühlt abends ab. Dadurch bildet sich an den Wänden Kondenswasser – ein günstiges Umfeld für Pilze. Daher ist es wichtig, die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus zu kontrollieren.

Fehler Nr. 3: Fehlende Belüftung

Viele Hobbygärtner vergessen die Notwendigkeit einer regelmäßigen Belüftung des Gewächshauses. So entsteht ein Treibhauseffekt, der die Entwicklung der Phytophthora begünstigt. „Das Gewächshaus muss belüftet werden! Ohne einen guten Luftaustausch riskieren Sie, eine geschlossene Pilz-„Sauna“ zu schaffen“, bemerkt der Experte. Tagsüber müssen Sie die Lüftungsklappen, Fenster und Türen öffnen, um die Luftfeuchtigkeit zu senken und die Luftzirkulation zu gewährleisten. Regelmäßiges Lüften hilft, die Ansammlung von Kondenswasser zu vermeiden.

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Fehler Nr. 4: Vernachlässigung des Rückschnitts der unteren Blätter

Ein weiterer häufiger Fehler – die Vernachlässigung des sanitären Rückschnitts. Die unteren Blätter, insbesondere diejenigen, die den Boden berühren, müssen geschnitten werden. Laut dem Agronomen kommen sie als Erstes mit Feuchtigkeit in Kontakt und können zu einer Quelle der Phytophthora werden. Es ist wichtig, nicht nur befallene Blätter zu entfernen, sondern auch die Sträucher auszulichten, indem überzählige Triebe entfernt werden. Dies gewährleistet eine bessere Luftzirkulation und Lichtzugang zu den Pflanzen.

Fehler Nr. 5: Mangel an vorbeugenden Maßnahmen

Man sollte nicht warten, bis die Kraut- und Braunfäule die Pflanzen befällt. Es ist wichtig, vorbeugende Behandlungen mit biologischen Präparaten wie «Fitosporin-M», «Alirin», «Gamair» in den frühen Entwicklungsstadien der Pflanzen durchzuführen. Bei Bedarf können Fungizide («Quadris», «Ordan») eingesetzt werden, jedoch streng nach Anleitung und zu den angegebenen Terminen.

Die Kraut- und Braunfäule ist ein ernstzunehmender Gegner, aber man kann sie besiegen, wenn man sich mit Wissen und Erfahrung wappnet. Aufmerksamkeit, rechtzeitiges Entfernen der unteren Blätter, eine gute Belüftungsregelung, Kontrolle der Luftfeuchtigkeit und vorbeugende Behandlungen sind die wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen diese Krankheit. «Die starke Gesundheit von Pflanzen beginnt immer mit einfachen, aber regelmäßigen Pflegemaßnahmen», — fügt die Expertin hinzu.

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