Alarmsignale. Phylloxera und Milben töten Ihre Weinreben.

Eines der ersten Alarmsignale kann das Auftreten von trichterförmigen Vertiefungen auf den Blättern sein, die mit dichten weißen Härchen bedeckt sind. Dies ist ein sicheres Zeichen für einen Befall mit der Weinpockenmilbe (Milbe). Man kann es leicht unterscheiden: Der weißliche Belag, der auf den Blättern zurückbleibt, lässt sich nicht abwischen, im Gegensatz zu dem Belag, der durch Pilzkrankheiten wie Falschen Mehltau verursacht wird, der sich leicht abwischen lässt.

Im Frühstadium haben die Härchen an den befallenen Stellen eine rosafarbene oder weiße Tönung, werden aber bald dunkler – sie werden braun, rot oder fast schwarz. Wenn man das Blatt von oben betrachtet, sind charakteristische Höcker zu erkennen.

Wenn sich am Trieb das dritte bis vierte Blatt entfaltet, beginnt die aktive Vermehrung der Milben. Genau in dieser Zeit wird der Einsatz von akariziden Präparaten empfohlen. Die beste Wirkung zeigen Smait, Neoron und Zolon. Darüber hinaus sollte man Tiovit Jet in Betracht ziehen – es hat eine Doppelwirkung, hilft nicht nur gegen Milben, sondern unterdrückt auch Pilzkrankheiten und wirkt als Fungizid.

Ein unsichtbarer, aber sehr gefährlicher Feind

Phylloxera ist der absolute Albtraum für Winzer. Dieser winzige Schädling, nur 1 mm groß, durchsticht mit Leichtigkeit das Gewebe der Wurzeln und Blätter der Weinrebe mit seinem dünnen Rüssel. Durch solche Einstiche gelangen Krankheitserreger in die Pflanze, es entwickeln sich Fäulnis und Infektionen.

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Besonders anfällig sind wurzelechte, nicht resistente Sorten – genau diese werden oft von Hobbygärtnern gewählt. Auf den Blättern sind die Anzeichen der Phylloxera in Form von Schwellungen und Wucherungen auf der Unterseite zu sehen. An den Wurzeln richtet sie noch heimtückischer Schaden an: Die geschädigten Stellen nehmen kein Wasser und keine Nährstoffe mehr auf, wodurch die Blätter verblassen, die Photosynthese nicht mehr funktioniert und der Strauch verwelkt und schließlich abstirbt.

Zur Bekämpfung von Phylloxera auf den Blättern werden moderne Insektizide eingesetzt:

  • Zolon, 35 % K. E.,
  • Mitak, 20 % K. E.,
  • Confidor, 20 % W. K.,
  • Actellic, 50 % K. E.

Die erste Behandlung erfolgt in der Phase des Knospenschwellens — dann müssen die Weibchen vernichtet werden. Die zweite — nach dem Entfalten von 10–12 Blättern, um die Larven der ersten Generation zu unterdrücken. Im Sommer werden zusätzliche Behandlungen durchgeführt — bei erneutem Auftreten des Schädlings.

Wenn hingegen die Wurzeln befallen sind, wird die Situation komplizierter. Hier ist der beste Schutz die Pflanzung von Reben auf widerstandsfähigen Unterlagen. Auch der Anbau von Sträuchern auf sandigen Böden funktioniert hervorragend — die Reblaus kann sich in solchem Boden nicht aktiv bewegen, die Sandkörner bilden für sie eine Barriere zum Zugang zum Wurzelsystem der Weinrebe. Wenn in Ihrer Region die Reblaus wütet, bringen Sie Sand in den Weinberg.

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