Erzählt die Allergologin Oksana Kusnezowa.
Die Blütezeit macht den Landurlaub für Menschen mit Allergien oft zur Herausforderung. Doch es gibt einen Weg, sich das Recht auf einen Garten ohne Unbehagen zurückzuholen: einen Garten zu schaffen, in dem Allergene keinen Platz haben.
Inhaltsverzeichnis:
Grüne Bedrohung
Man sollte bedenken, dass sich Allergien nicht nur auf Pollen äußern können. Manche Menschen reagieren empfindlich auf starke Gerüche oder sogar auf Berührungen mit bestimmten Pflanzen: Beispielsweise verursacht der Kontakt mit Nadelgehölzen manchmal Nesselsucht, und die Arbeit mit Tulpen- und Narzissenzwiebeln — Hautausschlag.
Allergien zeigen manchmal unerwartete Zusammenhänge. Bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit von Himbeeren und Erdbeeren wird empfohlen, Rosengewächse — Rosen, Hagebutten, Duchesnea, Geum, Spirea — zu meiden.
Wenn eine Reaktion auf Zitrusfrüchte besteht, sollte man bei Pflanzen der Rautengewächse Vorsicht walten lassen: Raute, Lederstrauch, Brennender Busch, Dreiblättrige Zitrone.
Pflanzen, die für Allergiker gefährlich sein können
Blühende Bäume und Ziersträucher: Birke, Pappel, Weide, Erle, Esche, Eiche, Hasel, Traubenkirsche, Flieder, Jasmin, Rhododendron, Blasenspiere, Buddleia. Ihr Pollen wird leicht vom Wind verbreitet und verursacht unangenehme Symptome.
Nadelgehölze: Fichte, Wacholder, Tanne. Die stacheligen Nadeln können die Haut reizen, und die abgegebenen ätherischen Öle — allergische Reaktionen hervorrufen.
Zierpflanzen: Lilien, Dahlien, Astern, Chrysanthemen, Maiglöckchen, Gänseblümchen, Geranien, Ringelblumen, Samtblumen, Fingerhut, Sonnenblume.
Unkräuter: Löwenzahn, Melde, Gänsefuß, Beifuß, Huflattich, Quecke, Wegerich, Sumpfporst. Sie verbreiten sich oft unkontrolliert, aber ihre Anwesenheit auf dem Grundstück ist für Menschen mit Allergien äußerst unerwünscht.
Beerenobst: Erdbeeren, Walderdbeeren, Himbeeren. Sie können bei Menschen mit Nahrungsmittelallergie auf diese Früchte eine Kreuzreaktion hervorrufen.
Lösung des Problems
Allergien — sind definitiv kein Grund, auf den Garten zu verzichten. Die richtige Pflanzenauswahl und eine durchdachte Gartengestaltung helfen, die Risiken zu minimieren und die Natur ohne Unbehagen zu genießen.
Planung
Um die Konzentration von Allergenen auf dem Grundstück zu reduzieren, müssen die Besonderheiten der Landschaft berücksichtigt werden.
Erstens sollte man große offene Flächen vermeiden. Ebene, nicht geschützte Flächen begünstigen Zugluft, die Pollen effektiv über weite Strecken verteilt. In der Folge verbreiten sich die Allergene in dem ganzen Garten und erhöhen das Risiko von Symptomen bei empfindlichen Menschen.
Zweitens versuchen Sie, auf dem Grundstück ein Gewässer anzulegen – einen kleinen Teich, einen Bach oder einen Springbrunnen. Die erhöhte Luftfeuchtigkeit in der Nähe der Wasseroberfläche verringert die Flüchtigkeit von Pollen: Die befeuchteten Partikel werden schwerer und setzen sich schneller am Boden ab. Darüber hinaus schafft das Gewässer ein besonderes Mikroklima, das den Aufenthalt auf dem Grundstück angenehmer macht.
Drittens ist es nützlich, natürliche Barrieren zu schaffen, die das Eindringen von Allergenen von außen und ihre Ausbreitung innerhalb des Grundstücks verhindern. Dazu wird empfohlen, das Gebiet mit einem durchgehenden Zaun ausreichender Höhe zu umgeben oder am Rand eine Reihe ausgewachsener Bäume mit dichter Krone zu pflanzen. Solche Barrieren erfüllen eine doppelte Funktion: Sie halten Pollen zurück, die vom Wind aus benachbarten Gebieten herangetragen werden, und begrenzen die Verbreitung allergener Partikel, die von Pflanzen auf dem Grundstück selbst produziert werden. Bei der Auswahl der Bäume ist es wichtig, Arten den Vorzug zu geben, die nicht zu den starken Allergenen gehören – zum Beispiel bestimmte Ahornsorten, Walnuss oder Zierapfelbäume.
Sichere Alternativen
Bei der Anlage eines hypoallergenen Gartens sollten Sie auf folgende Optionen achten:
Für den Rasen: Bodendecker (Moos, kriechender Ehrenpreis, Günsel), Sukkulenten (verschiedene Kakteen, Aloe, Agaven), Purpurglöckchen, Gundelrebe, Michenia, Bacopa, Weißklee, Immergrün, Moosphlox, Farne. Wichtig ist, die Blüte potenziell gefährlicher Arten zu verhindern.
Für Wasserzonen: Seerosen, Lotos, Wasserpest. Diese Pflanzen verbreiten Pollen im Wasser oder werden von Insekten bestäubt, was das Risiko allergischer Reaktionen verringert.
Für Steingärten und Alpenanlagen: Alpen-Vergissmeinnicht (Alpen-Vergissmeinnicht), Farne, Bambus. Solche Kompositionen lassen sich gut mit kleinen Teichen oder Bächen kombinieren.
Für Hecken und vertikale Begrünung: Wilder Wein und Amur-Wein, Geißblatt, Prunkwinde, Clematis. Statt geschnittener Hecken wählen Sie besser ungeformte Varianten oder stellen einen massiven Zaun auf, den Sie mit kletternden hypoallergenen Pflanzen dekorieren.
Sträucher: Weigelie, Schneeball, Felsenbirne, Ginster, Zwergmispel, Pachysandra, Berberitze. Diese Arten sind nicht nur unbedenklich für Allergiker, sondern helfen auch, den Raum optisch zu zonieren.
Blumen und Kräuter: Löwenmäulchen, Stiefmütterchen, Schwertlilien, Schneeglöckchen, Flammenblumen, Glockenblumen, Astilben, Petunien, Vergissmeinnicht, Mohn, Rittersporn, Krokusse, Lobelien, Bleiwurz, Pelargonien, Tränendes Herz, Astrantien, Taglilien, Edeldistel, Veilchen, Lavendel, Minze, Salbei, Thymian, Rosmarin. Diese Pflanzen lösen in der Regel keine allergischen Reaktionen aus.