Stecklingsvermehrung von Pelargonien: Wann die Maßnahme durchgeführt wird und wie man die Pflanze vorbereitet
Die Pelargonie, im Alltag auch als Geranie bekannt, kann zu Hause auf zwei Arten vermehrt werden: durch Samen und durch Stecklinge. Bei der letzteren Methode verändert die Pflanze ihre dekorativen Merkmale nicht, im Gegensatz zur Samenvermehrung. Wie wird die Stecklingsvermehrung der Pelargonie durchgeführt?
Inhaltsverzeichnis:
Termine der Maßnahme
Verschiedene Pelargonienarten können durch Stecklinge vermehrt werden. Diese Maßnahme kann im Frühjahr oder Herbst durchgeführt werden. Die optimale Zeit im Frühjahr ist März–April, im Herbst August–September. Es ist wichtig, den Vorgang vor Beginn des aktiven Wachstums und der Blüte der Pflanze sowie vor der Ruhephase durchzuführen.
Es ist zu beachten, dass die Wurzeln bei der Stecklingsvermehrung im Frühjahr schneller erscheinen, während man bei einer Durchführung im Herbst oder Winter länger warten muss.
Eingepflanzte Pelargonien ziehen im Winter in die Höhe, und im Frühjahr muss man sie zurückschneiden. Wenn man den Zeitpunkt verpasst, können die Stecklinge nicht anwachsen. Die weitere Bewurzelung hängt davon ab, von welcher Mutterpflanze die Stecklinge geschnitten werden.
Man sollte wissen, dass wenn die erwachsene Pelargonie nicht gedüngt wurde, die Stecklinge davon schwer Wurzeln schlagen. Für eine leichte und aktive Wurzelbildung an den Stecklingen sollte die Mutterpflanze mit Kalium-Phosphor-Dünger gefüttert werden.
Vorbereitung der Pflanze und des Bodens
Stecklinge sollten im Frühjahr beim ersten Rückschnitt sowie während der Buschformung und des Einkürzens der Triebe vorbereitet werden. Aus langen Trieben sollten kurze Stücke von etwa 5-10 cm Länge geschnitten werden.
Sie müssen die Zweige bodennah abschneiden, wobei Sie nur 1-2 cm des Stiels stehen lassen. Im Sommer werden an dem kleinen Stück schlafende Knospen austreiben. Der Trieb sollte mindestens zwei Blattpaare haben, dann erhöhen sich die Chancen auf eine gute Bewurzelung. Die Knospen müssen Sie abschneiden.
Der Steckling muss zwei Schnitte aufweisen: einen unterhalb einer Knospe und einen oberhalb. Einer der Schnitte sollte schräg sein, der andere gerade, damit Sie nicht verwechseln, wo oben und unten ist. Behandeln Sie die Schnitte mit Holzkohle. Falls keine vorhanden ist, können Sie Bewurzelungspulver verwenden. Lassen Sie die geschnittenen Stecklinge 2-3 Stunden lang fern von direktem Sonnenlicht stehen.
Die Stecklingsentnahme sollte nur mit einem scharfen und sauberen Werkzeug erfolgen. Eine unbedingte Voraussetzung: Das Messer vor jedem Schnitt mit Alkohol abwischen. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit einer Infektion der gesunden Pflanze. Damit die Stecklinge der Pelargonie gut anwachsen, sollte eine spezielle Erde vorbereitet werden.
Anzucht der Pelargonie aus einem Steckling
Gießen Sie Wasser in einen undurchsichtigen Behälter und stellen Sie den Steckling hinein. Das Wasser sollte eine Höhe von 3-5 cm haben. Wechseln Sie das Wasser alle 2-3 Tage. Stellen Sie die Stecklinge an einen hellen Ort. In der Regel erscheinen die Wurzeln nach 5-15 Tagen.
Das Einpflanzen der fertig bewurzelten Stecklinge können Sie in spezielle Torftabletten oder vorbereitete Erde vornehmen. Die erste Methode ist sehr praktisch, da hierbei kein Einpflanzen der Pflanzen in die Erde erforderlich ist.
Übergießen Sie die Torftabletten mit Wasser. Nachdem sie die Flüssigkeit aufgesogen haben, machen Sie in der Mitte eine kleine Vertiefung. Setzen Sie den Steckling mit den vorhandenen Wurzeln dort hinein. Stellen Sie die Tabletten auf die Fensterbank, wo die Pflanzen ausreichend Licht erhalten.
Die Wurzeln der Pelargonie in den Torftabletten werden nicht übermäßig feucht und faulen nicht. Zudem wird das Wurzelsystem gestärkt und wächst aktiv. Für die Bewurzelung der Stecklinge können Sie Erde vorbereiten und Sand und Vermiculit hinzufügen. Wenn die Blättchen gelb geworden oder leicht welk sind, müssen Sie sie unter ein Glas stülpen. Sobald sich der Zustand der Pflanze verbessert hat, entfernen Sie die Abdeckung.
Wenn Sie die Stecklingsvermehrung im Winter durchführen, sollte der Strauch gesund und buschig sein. Die Mutterpflanze sollten Sie 2-3 Tage vor dem Schnitt gut düngen. Die Erde für die Stecklinge müssen Sie gründlich mit einer Kaliumpermanganatlösung gießen. Dadurch wird sie von krankheitserregenden Mikroorganismen befreit.
Die Töpfe mit den Stecklingen sollten unter spezielle Lampen gestellt werden. Damit die Stecklinge anwachsen, sollte die Raumtemperatur 23-24 Grad betragen. Im Winter erfolgt die Bewurzelung der Stecklinge innerhalb von 30 Tagen.
Pflege der Pflanze
Damit die eingepflanzten Stecklinge gut wurzeln, sollten Sie eine zusätzliche Beleuchtung von etwa 8-10 Stunden pro Tag verwenden. Das Besprühen ist nicht empfehlenswert, da die Blätter unter Feuchtigkeit leiden. Beachten Sie, dass Feuchtigkeit auf den Blättern in Kombination mit direkter Sonneneinstrahlung schädlich ist.
Video zur Stecklingsvermehrung von Pelargonien:
Sobald die Wurzeln sichtbar werden, die man durch das transparente Glas sehen kann, beginnt man mit der Düngung. Blattdüngungen werden einmal pro Woche durchgeführt. Sie können spezielle Dünger für Zimmer- und Gartenpflanzen verwenden. Während der Vegetationsperiode wird von Ende April bis Anfang September alle 14 Tage gedüngt.
Für das Umpflanzen junger Pelargonien kann das folgende Substrat verwendet werden: Misthumus, Laubkompost, Torf zu gleichen Teilen und die Hälfte Flusssand. Während des Wachstums werden die Pflanzen in größere Gefäße umgetopft. Der Topf sollte nicht zu groß sein.
Die Geranie sollte reichlich gegossen werden, aber der Boden darf nicht zu nass sein. Im Winter wird alle 2-3 Tage gegossen, im Sommer einmal täglich. Achten Sie beim Gießen darauf, dass die Erde nicht nass ist.
Junge Pelargonien sollten unbedingt entspitzt werden. Der Wachstumspunkt wird über dem 4. bis 5. Blatt entfernt. Auf diese Weise blüht die Pflanze üppig und wird buschig. Von Zeit zu Zeit sollte die obere Erdschicht gelockert und beschädigte oder vergilbte Blätter entfernt werden.
Mögliche Probleme bei der Pflege von Pelargonien
Bei falscher Pflege verändert sich das Aussehen der eingewurzelten Pflanze. Auf Wassermangel weisen gelbe Blattränder hin, bei zu viel Wasser welkt die Pflanze. An den Blatträndern kann eine Rötung auftreten. Dies deutet darauf hin, dass der Pelargonie zu kalt ist.

Wenn eine Verdunkelung des Stiels zu beobachten ist, ist dies ein deutliches Zeichen für einen Befall mit der Schwarzfäule. Sie tritt bei zu viel Feuchtigkeit auf. Ein weiteres häufiges Problem ist grauer Schimmel auf den Blättern. Die Pilzkrankheit kann mit einem fungiziden Mittel bekämpft werden.
Gelbe Flecken auf den Blättern sind ein Zeichen für Rostbefall. Wenn die Pflegehinweise für Pelargonienstecklinge beachtet werden, kann eine üppige und schöne Blüte erzielt werden.