Die blaue Passionsblume ist eine immergrüne Kletterpflanze aus der Familie der Passionsblumengewächse. Andere Bezeichnungen sind Blauer Passionsblume, Kavallierstern. Die Heimat dieser Pflanze ist Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay. Inhalt:
- Beschreibung der Pflanze
- Wie pflegt man die blaue Passionsblume?
- Besonderheiten des Anbaus
Inhaltsverzeichnis:
Pflanzenbeschreibung
Die blaue Passionsblume ist in der Zimmerpflanzenkultur weit verbreitet. Neben der dekorativen Funktion sind auch die heilenden Eigenschaften dieser Pflanze bekannt, und die Früchte werden manchmal in der Küche verwendet. Was stellt sie eigentlich dar?
Die blaue Passionsblume kann eine Länge von 10 Metern erreichen. Ihre Triebe sind recht dünn, mit wechselständig angeordneten Blättern an Blattstielen. Die Internodien sind lang, und aus den Knoten wachsen neben den Blättern fest zusammengerollte Ranken, mit denen sich die Pflanze an einer senkrechten oder leicht geneigten Fläche festhält und mit dem Wachstum nach oben bewegen kann.
Die Blätter der blauen Passionsblume sind rund, handförmig in etwa 6 Segmente geteilt. Die Blattoberseite ist glänzend dunkelgrün, während die Unterseite matt und rau anzufühlen ist. Die Blütezeit reicht vom Frühling bis zum Herbst. Die Blüten sind groß mit einem starken Duft, erscheinen in den Blattachseln und fallen nach einem Tag ab. An ihrer Stelle erscheinen neue. Der Name 'Kavallierstern' wurde gerade wegen des Aussehens der Blüten dieser Pflanze vergeben: 5 bläulich-weiße Kelchblätter öffnen sich sternförmig, darauf liegen 5 ebensolche Blütenblätter. Die Mitte wird von dichten dreifarbigen Fäden umrahmt, darüber erheben sich 5 leuchtend gelbe Staubblätter in Sternform, und den Abschluss bildet ein bordeauxfarbener Stempel. Ab dem Herbst trägt die Pflanze Früchte. Die Früchte sind recht groß, orange, mit einer dicken Schale bedeckt. Darunter verbergen sich viele Samen, die von einer wässrigen roten Hülle umgeben sind. Die Früchte sind essbar, haben aber keinen Geschmack.
Wie pflegt man die blaue Passionsblume?
Beleuchtung
Die Blaue Passionsblume liebt helles, direktes Sonnenlicht, benötigt aber gleichzeitig eine hohe Luftfeuchtigkeit und ausreichend feuchten Boden. Im Frühling und Sommer ist es ideal, die Pflanze auf einen offenen Balkon oder in den Garten an einen gut beleuchteten Standort zu stellen. Wenn dies nicht möglich ist, sollte sie im Zimmer an einem nach Süden ausgerichteten Fenster platziert werden, wobei für frische Luftzufuhr zu sorgen ist. Die Passionsblume muss allmählich an andere Lichtverhältnisse und direkte Sonneneinstrahlung gewöhnt werden. Unvorbereitete direkte Sonneneinstrahlung auf die Blätter kann zu Sonnenbrand führen. Im Herbst und Winter sollte eine zusätzliche Beleuchtung eingerichtet und der Lichttag künstlich auf 12 Stunden verlängert werden. Zusätzliche Beleuchtung kann auch im Sommer erforderlich sein, wenn die Pflanze nur an einem Fenster auf der Schattenseite aufgestellt werden kann.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
- Von Frühling bis Spätherbst fühlt sich die Passionsblume bei Temperaturen zwischen 20 und 26 Grad am wohlsten. Ab und zu sollte die Pflanze mit Wasser von Raumtemperatur besprüht werden, das zuvor gut abgestanden sein sollte.
- Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit kann die Passionsblume auch in eine Schale mit feuchtem Blähton oder Kies gestellt werden. Bei niedriger Luftfeuchtigkeit im Raum können die Knospen abfallen und Spinnmilben auf den Blättern auftreten.
- Im Winter muss der Blauen Passionsblume eine Ruhephase ermöglicht werden. Daher sollte die Temperatur im Raum, in dem sich die Pflanze befindet, zwischen 14 und 18 Grad gehalten werden. Im Winter wird die Pflanze bei trockener Luft ebenfalls mit Wasser besprüht.
Bewässerung und Düngung
Die Erde im Töpfchen, in das die Blaue Passionsblume gepflanzt ist, sollte stets leicht feucht sein. Austrocknen darf sie nicht. Daher wird nach Bedarf gegossen, sobald die oberste Substratschicht zu trocknen beginnt. Zu häufiges Gießen, das zu Wasserstau führt, ist jedoch nicht zulässig. Bei der Pflege dieser Pflanze ist es sehr wichtig, ein Gleichgewicht beim Gießen zu wahren; eine Störung führt oft zu Krankheit und Tod der Passionsblume. Im Winter wird die Pflanze seltener gegossen, aber das Gießen wird nicht ganz eingestellt. Einmal pro Woche oder alle zwei Wochen sollte die Pflanze mit einem geeigneten Volldünger für Kletterpflanzen gedüngt werden. Im Winter ist keine Düngung erforderlich. Vermehrung: Die Blaue Passionsblume lässt sich sehr gut durch Stecklinge vermehren. Diese werden von der Mutterpflanze abgeschnitten, wobei die Länge so gewählt wird, dass sie mindestens ein paar Internodien enthält. Die Schnittstellen der Stecklinge sollten desinfiziert werden, um Fäulnis zu vermeiden, und dann mit Holzasche bestäubt werden:
- Die Erde für die Stecklinge sollte zur Hälfte aus Sand bestehen. Für die Bewurzelung der Stecklinge sind sowohl warme Luft als auch warmer Boden erforderlich. Daher ist es besser, spezielle beheizte Gewächshäuser zu verwenden. Die Pflegeregeln für die Stecklinge sind die gleichen wie für die ausgewachsene Pflanze.
- Gute Ergebnisse erzielt man, wenn man die Stecklinge in ein Gefäß mit Wasser stellt. Dieses muss an einem hellen Ort aufgestellt werden. Nach einem Monat kann die Pflanze in nährstoffreiche Erde umgepflanzt werden.
- Die Stecklingsvermehrung erfolgt im März-April, noch vor Beginn des aktiven Wachstums. Nach einem Jahr kann die aus einem Steckling gezogene Pflanze bereits blühen.
- Man kann die Blaue Passionsblume auch aus Samen ziehen. In diesem Fall sollte man die Anleitung auf der Verpackung genau studieren.
Umpflanzen

Die Blaue Passionsblume kann große Ausmaße annehmen, wenn man bei der Umpflanzung das Gefäßvolumen vergrößert. Wenn Sie jedoch nicht eine zehn Meter lange Liane erhalten möchten, sollten Sie die Pflanze in einen kleinen Topf umsetzen, etwa von der gleichen Größe wie der vorherige. Die Wurzeln nehmen so viel Platz ein, wie Sie ihnen bieten. Dies hat keinerlei Auswirkungen auf die Blüte der Passionsblume, natürlich bei richtiger Pflege. Das Umpflanzen der Passionsblume erfolgt alle zwei bis drei Jahre im März oder Anfang April und wird mit einem Kürzen der Triebe kombiniert. Wenn Ihre Pflanze in einem großen Topf lebt, reicht es aus, die oberste Erdschicht (bis 5 cm) durch neue zu ersetzen, anstatt sie umzupflanzen.
Besonderheiten des Anbaus
Die Blaue Passionsblume benötigt eine Stütze, an der sich die Pflanze mit ihren Ranken festhalten kann. Dabei ist zu beachten, dass die Ranken sich so fest zusammendrehen, dass sie unmöglich zu versetzen sind. Es sollte kein starker oder häufiger Rückschnitt der Passionsblume vorgenommen werden. Solche Maßnahmen können sie schwächen und zu Krankheiten führen. Beim Beschneiden der Triebe sollte der Abstand zum Hauptstamm etwa 4 cm betragen.
Zu niedrige Temperatur und Luftfeuchtigkeit, schlechte Beleuchtung und fehlende Düngung führen zu verlangsamtem Wachstum und wenigen Blüten. Bei Temperaturschwankungen kann die Passionsblume alle Blätter abwerfen.
Manchmal fallen aus physiologischen Gründen fast die Hälfte der Früchte vor der Reife ab. Die Blaue Passionsblume ist eine sehr dekorative Pflanze. Sie eignet sich zur Begrünung von Räumen, aber aufgrund der großen Größe der ausgewachsenen Pflanze und ihres schnellen Wachstums wird ihr der Platz am Fenster zu eng. Ihre dekorativen Eigenschaften kommen voll zur Geltung, wenn sie zur Begrünung großer Räume wie Balkone, Wintergärten oder Foyers verwendet wird. Sehen Sie alles über die Blaue Passionsblume im Video: