Die Orchidee ist eine der zartesten und schönsten Blumen und erfordert im Gegensatz zu anderen Pflanzenarten eine sorgfältige Pflege. Wenn man nicht richtig gießt, kann dies zur Entwicklung von Krankheiten und sogar zum Absterben der Pflanze führen.
Inhaltsverzeichnis:
Orchidee: Beschreibung und Arten der Pflanze
Die Orchidee ist eine mehrjährige epiphytische Pflanze aus der Familie der Orchideengewächse. Ihr Rhizom ist kriechend. In der Natur wachsen sie auf Bäumen und Felsen, und die Wurzeln befinden sich in der Luft. Alle notwendigen Nährstoffe entnehmen sie nicht dem Baum, auf dem sie wachsen, sondern der Luft, dem Abfall und dem Regen.
Die einfachen, ungestielten Blätter bilden sich an der Bulbe, die an eine Zwiebel erinnert. Die Blüten der Orchidee sind einzeln mit drei äußeren und drei inneren Blütenblättern. Eines der Blütenblätter ist anders als die übrigen und unterscheidet sich in Form, Größe und Farbe. Es gibt eine große Vielfalt an Arten dieser Pflanze. Die häufigsten sind:
- Phalaenopsis
- Cattleya
- Dracula
- Dendrobium
- Vanda
Diese Orchideenarten unterscheiden sich nicht nur in der Struktur der Blüte, sondern auch in den Farbtönen. Die Blütezeit der Orchidee kann 2-3 Monate betragen, sogar mehrmals im Jahr, wenn das richtige Temperaturregime, Bewässerung und Düngung gewährleistet sind.
Orchideenanzucht: Einpflanzen
Nach dem Kauf im Geschäft muss die Pflanze einige Wochen lang nicht umgetopft werden. Die Orchidee muss sich an den Behälter gewöhnen. Vor dem Einpflanzen oder Umtopfen sollte der richtige Behälter gewählt werden. Am besten wählt man durchsichtige Plastiktöpfe, so erhält die Orchidee ausreichend Licht.
Der Topf sollte breit, aber nicht sehr tief sein. Am Boden müssen unbedingt mehrere Löcher angebracht werden. In der Natur wächst die Orchidee auf Baumrinde, daher sollte dieses Element als Substrat vorhanden sein. Man kann fertige Erde im Blumenladen kaufen, aber die darin enthaltenen Komponenten sind von geringer Qualität. Daher ist es besser, die Mischung selbst herzustellen.
Als Erde sollte man nehmen: 2 Teile obere Torfschicht, je 1 Teil zerkleinerte Kiefernrinde, Moos und Holzkohle sowie 0,5 Teile Holzasche. Für die Drainageschicht kann man Schotter, Kieselsteine und Styroporstücke verwenden. Die Drainageschicht sollte 1/3 des gesamten Behältervolumens ausmachen. Vor dem Einpflanzen muss die Pflanze sorgfältig untersucht werden und bei Vorhandensein von verfaulten oder kranken Wurzeln diese entfernt werden.
Die Schnittstelle mit Holzkohle bestäuben. Vorgehen beim Einpflanzen der Orchidee: Auf den Boden des Topfes eine Drainage und teilweise Substrat legen. Dann die Wurzeln vorsichtig im Gefäß platzieren und den leeren Raum dazwischen mit der restlichen Mischung füllen. Oben eine Schicht Moos auflegen. Im letzten Schritt die Orchidee mit einem Pflanzenhalter fixieren.
Pflanzenpflege
Nach dem Einpflanzen erfolgt das Gießen nach 10-15 Tagen. Es ist wichtig, die Prozedur richtig und genau zum festgelegten Zeitpunkt durchzuführen, um ein gutes Wachstum und Blüte zu erreichen. Gegossen werden sollte mit weichem Wasser, dessen Temperatur 2-3 Grad wärmer als die Raumtemperatur sein sollte.
Im Sommer wird die Pflanze 2-3 Mal pro Woche gegossen, im Winter wird auf 1 Mal reduziert. Während der Blüte wird das Wasser direkt an die Wurzel gegeben. Dabei sollte der Zustand der Erde kontrolliert werden – sie darf weder austrocknen noch zu stark durchnässt sein.
Video zur Pflege der Orchidee:
Es gibt mehrere Methoden, Orchideen zu gießen: mit einer Gießkanne auf die Oberfläche der Erdmischung, durch Eintauchen in Wasser oder mit einer warmen Dusche. Bei der ersten Methode muss die Pflanze mit einem dünnen Strahl am Topfrand entlang gegossen werden. Wenn Wasser im Untersetzer erscheint, wird das Gießen beendet. Nach einiger Zeit verdunstet die Feuchtigkeit.
Die Eintauchmethode wird wie folgt durchgeführt: Der Topf mit der Orchidee wird für 15 Minuten in ein hohes Gefäß mit Wasser gestellt. In dieser Zeit nimmt die Pflanze die nötige Feuchtigkeit auf. Die dritte Methode, das Gießen unter einer warmen Dusche, wird im Badezimmer durchgeführt. Die Wassertemperatur sollte etwa 40 Grad betragen.
Ein schwacher Strahl wird auf die Wurzeln und Blätter der Pflanze gerichtet. Die Dauer des Vorgangs beträgt etwa 10 Minuten.
Orchideen lieben feuchte Luft, daher wird empfohlen, ein Gefäß mit Wasser neben den Topf zu stellen. Man kann auch einen Zerstäuber verwenden, aber das Wasser darf nicht ins Zentrum der Blüte gelangen. Bei Düngemitteln sind Phosphor-Kalium-Dünger zu bevorzugen, die die Knospenbildung anregen.
Stickstoffdünger werden nicht verwendet, da sie die Knospenbildung hemmen. Gedüngt wird höchstens zweimal im Monat während der Blüte- und Wachstumsphase. Es ist nicht empfehlenswert, Dünger auszubringen, wenn die Pflanze in der Ruhephase ist, sowie im Winter.

Auch nach der Blüte benötigt die Pflanze Pflege. Alte Blütenstiele werden vorsichtig abgeschnitten, um sie weiter zu formen. Diese Prozedur muss richtig ausgeführt werden. Der Blütenstiel wird knapp über einer entwickelten Knospe um 5-6 mm abgeschnitten. Dies verhindert deren Austrocknung. Bei richtiger Pflege wird die Orchidee lange mit ihren schönen und zarten Blüten erfreuen.