Die Nachbarschaft mit Nagetieren auf dem Land — eine äußerst lästige Angelegenheit. Natürlich können wohlgenährte Ratten, die über das Grundstück streifen, keine Sympathie hervorrufen, aber auch die durchaus niedlichen Feldmäuse rufen im Allgemeinen nur auf Fotos in sozialen Netzwerken Zuneigung hervor, während sie im wirklichen Leben nicht besser sind als dieselben Ratten. Kann man sie loswerden, ohne zu radikalen Maßnahmen zu greifen?
Antwortet Agronom Pjotr Sinkowski:
— Ehrlich gesagt, wenn sich Ihr Ferienhaus in einer Siedlung oder Gärtnervereinigung befindet, also nicht von den Nachbargrundstücken und Gebäuden getrennt ist, kann man von einer vollständigen Vertreibung der Nagetiere nicht sprechen. Sie verscheuchen sie von Ihrem Grundstück, sie wandern zu den Nachbarn, und wenn diese ebenfalls solche abschreckenden Maßnahmen ergreifen, kehren sie höchstwahrscheinlich wieder zu Ihnen zurück. Und so weiter im Kreis.
Und selbst wenn Ihr Ferienhaus auf der einen Seite nicht an Menschen grenzt, sondern beispielsweise an einen Wald oder eine Wiese, ist es immer noch dasselbe. Die dort lebenden Mäuse werden früher oder später auf der Suche nach Nahrung zu Ihnen zurückkehren. Besonders im Winter.
In der Saison kann man sich für kurze Zeit jedoch mit sogenannten „Hausmitteln“ durchaus von ihrer Anwesenheit befreien. Was gehört in diesem Fall zu ihrem Arsenal?
Bei den Pflanzen sind das Koriander, Nelken, die allgegenwärtige Ringelblume, Wermut (auch dekorativ), Minze, Rainfarn und Kamille.
Zu den nicht aggressiven häuslichen „Chemikalien“ gehören Ammoniak, Terpentin, Kerosin, Essig, Pfefferminz- und Kampferöl.
Wie Sie sehen, eint dieses gesamte Set ein Merkmal – starke Gerüche. Die Nagetiere spüren Reiz und Unbehagen und können die von Ihnen bewohnten Flächen für eine Weile verlassen. Daher kann man auch kombinierte Varianten anwenden. Das heißt, Pflanzen und die genannten Substanzen „in einer Flasche“ zu kombinieren.
Pflanzliche Mittel zur Bekämpfung von Nagetieren sollten am besten in getrockneter Form verwendet werden. Fertigen Sie daraus Säckchen an, indem Sie sie in einen Leinenbeutel einnähen, wobei Sie beispielsweise eines der Säckchen so belassen, wie es ist, und das zweite in demselben Ammoniak oder Kerosin tränken. Es bleibt nur, sie an die Baue zu legen oder auf dem Migrationsweg der Mäuse zu platzieren. Vergessen Sie nur nicht, sie mindestens einmal pro Woche auszutauschen: Die Gerüche, besonders im Freien, halten sich nicht länger in einer für die Abschreckung ausreichenden Konzentration.