Welche konkreten Merkmale machen Ihr Grundstück im Jahr 2024 stilvoll? Wie belastend werden die Modetrends für den Datscha-Besitzer in naher Zukunft? Wir beschäftigen uns mit dieser schwierigen Angelegenheit mit einem Experten.
Es berichtet Landschaftsarchitektin Olga Woronowa:
— In der Saison 2024 werden sich drei Haupttrends, die sich bereits jetzt gut bewährt haben, festigen. Und der erste, wohl der wichtigste – der pflegeleichte Garten. Was ist das konkret?
Inhaltsverzeichnis:
Anspruchslosigkeit zuerst
Bei modernen Datscha-Besitzern herrscht ein deutlicher Zeitmangel für die Pflege des Grundstücks. Die meisten Eigentümer von Datschen im wirtschaftlich aktiven Alter können ihm bestenfalls ein paar Stunden pro Woche widmen. Dabei verzichten sie weder auf die Datscha als solche noch unterdrücken sie den Wunsch, sie schön und stilvoll zu sehen. Den Stil eines pflegeleichten Gartens bestimmen Pflanzensets, die keine besondere Aufmerksamkeit erfordern. Hier dominieren Gräser und Getreide. Dabei haben Getreidekompositionen bereits jetzt die einst modischen Steingärten deutlich verdrängt. Auch sind derzeit nicht leuchtende Blumen, sondern dekoratives Laub in Mode. Besonders aktuell ist es, «spielen» mit der Färbung, Blattform und Kronenform der Pflanzen in einer einzelnen Komposition zu «spielen». Ganze «Gärten» aus dekorativ-blättrigen Stauden sind angesagt, wie zum Beispiel Hostagärten, in denen Hostas verschiedener Farben gepflanzt werden. Es ist modern, in Blumenbeeten nicht nur krautige Pflanzen zu verwenden, sondern auch Sträucher und kleine Nadelgehölze einzubeziehen.
Praktikabilität
Aus dem ersten Trend ergibt sich logischerweise der zweite – die maximale Kombination von Zierpflanzen mit Gemüse- und Gartenkulturen auf einer Fläche. Das heißt, Mischkulturen werden von einer Seltenheit zur Norm – sind bereits fast zur Norm geworden. Dies bereichert das Arsenal an Gestaltungslösungen, da es verschiedene Containerbepflanzungen unter Verwendung vieler dekorativer Elemente der Datscha einbezieht und relevant macht, die zuvor in einer solchen Rolle – als Helfer beim Anbau von Ernten – nicht verwendet wurden. So, zum Beispiel kann ein Gartenhaus als stützende Umrandung für Beete mit bestimmten Kohlsorten dienen und gleichzeitig als Stütze für vertikal angebaute Erdbeeren fungieren.
Aufwärtsbewegung
Und die Vertikalität — das ist bereits der dritte Trend. Inzwischen bedeutet vertikale Begrünung nicht nur die uns vertrauten Spaliere, Bögen und Gitterwände. Heute beinhaltet vertikale Begrünung das vertikale Prinzip der Gestaltung des Grundstücks selbst und seiner einzelnen Ecken. Vertikale Begrünung ist heute weitgehend gleichbedeutend mit Mehrstufigkeit. Im Garten sind alle Arten von Podesten willkommen, auch mehrstufige Podeste, Stufen, Stützmauern, Balkonplattformen und künstliche Terrassen. Dabei kann das Grundstück selbst völlig eben sein.