Was tun, wenn ein grauer Belag auf den Blättern erscheint, oder wie man Mehltau bekämpft

Wahrscheinlich haben Ihre Pflanzen Mehltau, und es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden. Handeln wir gemeinsam: Über diese Plage muss man nur 6 Fakten kennen.

6 wichtige Fakten, die man kennen muss, um Mehltau im eigenen Garten zu besiegen:

Fakt 1: Mehltau ist überall gleich, aber dennoch unterschiedlich. Was bedeutet das?

Mehltau – ist eine Krankheit, die durch verschiedene Arten mikroskopisch kleiner Pilze verursacht wird. Mehltau befällt völlig unterschiedliche Kulturen — von Eiche über Rosen bis hin zu Phlox, aber die Symptome der Krankheit sind überall gleich. Allerdings kommt uns der Umstand zugute, dass jeder der Mehltau-Erreger eng spezialisiert ist, sodass man nicht befürchten muss, dass der Mehltau von der Eiche auf Blumen oder Gemüse im Gewächshaus übergeht.

Fakt 2: Die Gefahr eines Mehltau-Befalls besteht ständig

Der Pilz befällt hauptsächlich junge Pflanzenteile. Äußerlich zeigt sich das so: Auf den Blättern erscheinen kleine Flecken in Form eines weißen Belags. Wenn man genau hinschaut, am besten mit einer Lupe gegen das Licht, sieht man Pilzfäden – Myzel, das wie ein dichtes Spinnennetz aussieht. Das Myzel des Pilzes wächst, und seine Sporen verteilen sich als weißes Pulver, wobei die Sporen immer in der Luft vorhanden sind. Im Winter bleiben sie in den Resten befallener Blätter erhalten.

Siehe auch:
Wie man Ameisen vom Grundstück vertreibt: Vorbeugung, Hausmittel und professionelle Methoden zur Schädlingsbekämpfung

Was tun, wenn ein grauer Belag auf den Blättern erscheint, oder wie man Mehltau bekämpft

Auf dem Foto: Ein von Mehltau befallenes Delphinium-Blatt

Fakt 3. Im Herbst und bei einsetzendem feucht-kaltem Wetter mit morgendlichem Tau steigt die Gefahr des Auftretens der Krankheit um ein Vielfaches.

Die Pflanzen werden zum Herbst hin allmählich schwächer, und die Sporenkonzentration nimmt zu.

Fakt 4. Die Bekämpfungsmaßnahmen gegen Mehltau sind bei allen Pflanzen gleich.

In den Anfangsstadien der Mehltau-Erkrankung:

Besprühen Sie die Pflanzen mit Wasser und bestäuben Sie sie dann sofort mit Asche. Nach ein paar Stunden waschen Sie die Asche gründlich von der Pflanze ab.

Bei mittlerem und starkem Befall mit Mehltau:

1. Schritt: Entfernen Sie alle stark befallenen Blätter und Triebe.

2. Schritt:  Besprühen Sie die Pflanzen mit speziellen Präparaten, dies können sein: Skor, Topas, Tschistozwet, Rakurs und andere.

3. Schritt: Führen Sie eine erneute Besprühung mit Fungiziden nach 10–14 Tagen durch. Für eine höhere Wirksamkeit wird empfohlen, die Präparate zu wechseln.

Auch hilft, den Krankheitsdruck einzudämmen, das Besprühen der Pflanzen alle 7–10 Tage mit 1%iger Bordeauxbrühe.

5. Fakt. Im Herbst, nach der Ernte und dem Laubfall, muss auch gegen Mehltau gekämpft werden

Das Wichtigste ist, alle infizierten Blätter und sonstigen Pflanzenreste rechtzeitig zu entfernen. Man kann die Baumscheiben mit kupferhaltigen Präparaten behandeln.

6. Fakt. Der Kampf gegen Mehltau beginnt im Frühjahr. Und dieser Kampf ist Vorbeugung!

Die Vorbeugung von Mehltau besteht in Folgendem:

  1. Verzichten Sie auf die Verwendung von Monokultur-Blumenbeeten, schaffen Sie Mischpflanzungen. Sie sind sowohl schöner als auch insgesamt weniger krankheitsanfällig.
  2. Behandeln Sie den Boden vor der Pflanzung von einjährigen und Gemüsekulturen. Vergessen Sie nicht, auch die Zwischenreihen zu säubern und umzugraben.
  3. Seien Sie vorsichtig mit Düngungen: Sie sollten ausgewogen sein. In der zweiten Sommerhälfte reduzieren Sie die Menge an Stickstoffdüngern.
  4. Verwenden Sie Holzasche auf dem Grundstück.
  5. Gießen Sie die Pflanzen rechtzeitig. Bei Feuchtigkeitsmangel sinkt ihre Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten.
  6. Und wählen Sie selbstverständlich krankheitsresistente Sorten und Hybriden!

Lesetipps

Wie richten Sie eine komfortable Grillzone ein?