Die betreffende Sorte wurde 1986 am Moskauer Institut für Gartenbau aus den Sorten M102 und Marossejka gewonnen. Nach einiger Zeit erlangte die Himbeere 'Patrizia' aufgrund ihrer vielen Vorteile gegenüber anderen Sorten sowohl bei professionellen Gärtnern als auch bei Hobbygärtnern große Beliebtheit.
Die Beeren dieser Himbeere sind sehr groß, mittelfest und von abgestumpft konischer Form. Ihr Gewicht kann bis zu 15 Gramm betragen. Die Steinfrüchtchen sind gleichmäßig und klein, daher ist das Volumengewicht des Fruchtfleisches beträchtlich, was es ermöglicht, die Himbeeren sofort nach der Ernte zu verzehren oder zu Marmelade, Gelee, Fruchtleder und Kompott zu verarbeiten.
Die Himbeere 'Patrizia' hat folgende Vorteile im Vergleich zu anderen Sorten:
- Diese Sorte kann erhebliche Minustemperaturen (bis zu -34 Grad) aushalten, selbst ohne Abdeckung mit Schnee oder Erde. Das Abdecken der Triebe mit Schnee erhöht die ohnehin gute Winterhärte noch weiter;
- sehr hoher Ertrag. Beim Anbau dieser Sorte im privaten Garten können bei Einhaltung aller Regeln der Agrartechnik pro Pflanze bis zu 12 Kilogramm Beeren geerntet werden. Im gewerblichen Anbau werden pro Hektar solcher Himbeeren bis zu 27 Tonnen Früchte erzielt. Im Vergleich dazu erreicht der Ertrag der Sorte 'Velikan' nur 8 Tonnen pro Hektar;
- hervorragender Fruchtgeschmack. Unreife Beeren haben eine leichte Säure, reife Früchte sind äußerst süß und schmackhaft. Aufgrund ihrer mittleren Festigkeit kann diese Himbeere über weite Strecken transportiert werden. Die Früchte können lange im Eimer aufbewahrt werden, ohne dass die unteren Beeren ihre Form verlieren;
- Bequemlichkeit bei der Ernte der Himbeere 'Patrizia' aufgrund der beträchtlichen Fruchtgröße; zudem bleiben die Himbeeren nach der Reife lange am Strauch;
- Die Sorte widersteht den wichtigsten Krankheiten gut und hat keine Angst vor Sonnenbrand, daher kann sie bedenken auf gut sonnenbeschienenen Flächen angebaut werden.
Die Himbeersorte 'Patrizia' hat weit mehr Vorteile als Nachteile, aber Letztere gibt es auch:
- Die Höhe des Busches kann bis zu 1,8 Meter betragen, was die Ernte erschwert, da sich die Früchte an der Triebspitze befinden;
- Die Triebe müssen regelmäßig an ein Spalier gebunden werden (lesen Sie wie man Himbeeren richtig an ein Spalier bindet);
- Junge Pflanzen wurzeln schlecht in neuer Erde. Ein Rückschnitt des Wurzelsystems und regelmäßiges Gießen mit warmem Wasser sind erforderlich;
- Die Pflanzen benötigen einen regelmäßigen Rückschnitt, der die Entwicklung der Büsche und die Bildung eines großen Ertrags fördert.
Die genannten Nachteile gelten als Standard für alle Himbeersorten und können daher außer Acht gelassen werden.