Lunaria rediviva ist eine alte Pflanze, die feuchte, schattige Wälder an Ufern von Gewässern bevorzugt. Die Pflanze gehört zu den seltenen Arten und ist im Roten Buch verzeichnet. Lunaria, auch Mondviole genannt, wird wegen ihrer Früchte geschätzt, die wie Monde aussehen und für Wintersträuße und Arrangements verwendet werden. Viele Gärtner bauen diese Pflanze in ihren Gärten an.
Inhaltsverzeichnis:
Mondpflanze
Lunaria rediviva ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Sie wächst in ganz Europa und im zentralen Russland:
- in der Moskauer Oblast
- in der Leningrader Oblast
- in der Smolensker Oblast
- in der Tulaer Oblast
- in der Twerer Oblast
- in der Nowgoroder Oblast
Lunaria hat ungewöhnliche große, mondförmige Früchte in Silberfarbe. Deshalb wird sie von Liebhabern von Trockenblumen sehr geschätzt. Sträuße aus Lunaria können den ganzen Winter halten. Außerdem hat die Pflanze heilende Eigenschaften.
Sie wird zur Behandlung des Magen-Darm-Trakts und des Ausscheidungssystems eingesetzt. Die Pflanze reguliert den Blutdruck und verringert die Brüchigkeit der Kapillaren.
Lunaria-Sträucher können bis zu einem halben Meter hoch werden, in der Natur bis zu einem Meter. Die unteren Blätter haben eine herzförmige Gestalt. Sie sind dunkelgrün gefärbt. Der Stängel hat folgende Eigenschaften:
- Aufrechtes
- fühlt sich rau an
- ist mit weißen Härchen behaart
Im ersten Lebensjahr bildet die Pflanze eine Blattrosette, im zweiten Jahr blüht sie. Sie blüht mit weißen oder violetten Blütenständen, die Blüten duften. Die Blütezeit dauert von Mai bis Mitte Juni. Nach der Blüte beginnen sich Früchte zu bilden.
Wie wählt man den Standort für die Pflanzung aus?
Lunaria rediviva bevorzugt schattige Plätze. Zu viel Licht wirkt sich negativ auf sie aus; die Pflanze wird kleiner und blasser. Lunaria braucht viel Platz. Diese Pflanze liebt Weite. Bei Enge entwickelt sie sich schlecht und bringt wenige Blüten hervor. Lunaria wird nicht an offenen, windigen Standorten gepflanzt, da Windböen den dünnen hohen Stängel und die zerbrechlichen Zweige abbrechen können.
Pflanzoptionen
Lunaria wird häufig in der Landschaftsgestaltung verwendet, damit kann man den Garten verschönern. Dazu kann man eine der beliebtesten Pflanzmethoden wählen:
- Kiesbeet, das aus Kies oder Kieselsteinen besteht. Lunaria sieht auf Kieshintergrund hervorragend aus. Die Komposition kann mit Fenchel, Gerste, Geranie ergänzt werden.
- Lichtung im Schatten von Bäumen. Das Beet wird mit Lunaria und Fuchsie gestaltet, die ebenfalls schattige Standorte bevorzugt.
- Ein maurischer Rasen wird mit verschiedenen Wiesengräsern eingesät. Zusammen mit der Lunaria werden Kamille, Kornblume, Ringelblume, Klee und Gräser gepflanzt.
Die Lunaria rediviva zeichnet sich durch hervorragende äußere Merkmale aus. Während der Blütezeit schmückt sie den Garten, und im Winter lassen sich daraus elegante Arrangements gestalten.
Die Lunaria rediviva ist recht anspruchsvoll hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit. Bevor die Pflanze gesetzt wird, muss der Boden gut umgegraben und mit Kompost angereichert werden. Pro Quadratmeter werden 4 kg Dünger benötigt. Der Boden sollte locker, nährstoffreich und gut durchlüftet sein. Für diese Pflanze eignen sich lehmige und sandige Lehmböden.
Pflanzung und Pflege der Lunaria rediviva
Die Lunaria wird mit Samen ins Freiland ausgesät. Sobald die Fröste vorüber sind, beginnt man mit der Aussaat. Die Samen werden direkt an den endgültigen Standort gesät, da die Pflanze das Umpflanzen schlecht verträgt. Für die Aussaat wählt man nur die reifsten Früchte aus; sie haben eine braune Farbe. Die Samen der Lunaria sind groß und lassen sich leicht an der vorgesehenen Stelle aussäen.
Es kann eine Herbstpflanzung gewählt werden. In diesem Fall wird die Lunaria im September ausgesät, dann kann sie im Frühjahr bereits blühen, jedoch nicht sehr üppig. Die Hauptblüte beginnt erst im zweiten Jahr.
Nach dem Auflaufen der Keimlinge wird bei Bedarf ausgedünnt. Die Pflanzen sollten nicht zu dicht stehen; zwischen den Büschen ist ein Abstand von 30 cm einzuhalten. Die jungen Sämlinge müssen beschattet werden.
Pflege

Die Lunaria gehört zu den winterharten Pflanzen, daher muss sie im Winter nicht abgedeckt werden. Die Pflanze gedeiht gut in feuchter Umgebung, aber es ist wichtig, Staunässe zu vermeiden. Die Lunaria verträgt keine stehende Nässe im Boden. Auch Besprühen mag diese Blume nicht.
Trockenheit, Hitze und übermäßige Sonneneinstrahlung wirken sich negativ auf den Zustand der Blume aus. In der Natur wächst die Lunaria rediviva im Schatten von Laubwäldern, die sie vor zu viel Licht schützen. Die Lunaria ist in Flussauen, an Bachufern und in Schluchten zu finden.
Im Garten sollten ähnliche Bedingungen wie in der Natur geschaffen werden. Die Pflanze ist resistent gegen Schädlingsbefall. In einigen Fällen kann die Blume von Blattflöhen befallen werden. Zur Bekämpfung des Schädlings werden Insektizide eingesetzt.
Die Lunaria rediviva hat eine reiche Geschichte. Die Pflanze ist seit dem späten 16. Jahrhundert bekannt. Im Mittelalter galt sie als magische Pflanze, die Reichtum und Glück ins Haus bringt. Die Früchte der Lunaria wurden bei sich getragen, um den Wohlstand zu mehren. Heute schmückt diese Blume Gärten und Stadtparks.
Video, wie die Lunaria ihre Knospe öffnet: