Löwenzahn — eine Freude für Stadtbewohner, die der grauen städtischen Hektik überdrüssig sind, und ein Kopfschmerz für Gärtner, die einen unerbittlichen Kampf mit diesem lästigen Unkraut führen. Maria Sletowa, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Labors für Immunität und Pflanzenschutz der FGBNU FNZO, verriet, wie man diesen sonnigen Eindringling effektiv loswird.
Zunächst, so ihre Worte, lohnt es sich, den Gegner näher kennenzulernen. Der Löwenzahn (Taraxacum officinale) — eine mehrjährige Pflanze mit einer kräftigen Pfahlwurzel, die sich im oberen Teil in ein mehrköpfiges Rhizom verwandelt.
«Das erklärt seine unglaubliche Widerstandsfähigkeit. Er vermehrt sich sowohl durch Samen als auch vegetativ. Jeder flauschige Kopf enthält etwa 200 Samen-Fallschirme, die bereit sind, über das gesamte Grundstück zu fliegen. Eine Pflanze produziert pro Saison bis zu 5–6 solcher Köpfe, und das bedeutet, dass mehr als tausend neue Löwenzahnpflanzen auf Ihren Beeten erscheinen können», — erklärte die Expertin.
Sletowa betonte, dass es in dieser Angelegenheit vor allem auf Schnelligkeit ankommt. Wichtig ist, den Löwenzahn vor der Blüte zu entfernen. Wenn er bereits verblüht ist, muss man ihn beim Jäten mitsamt der Wurzel herausziehen und dabei sorgfältig auch die kleinsten Seitenwurzeln entfernen, die neuen Pflanzen Leben einhauchen können.
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Jäten
Die sicherste, aber arbeitsintensive Methode zur Bekämpfung von Löwenzahn. Eine gewöhnliche Hacke schneidet nur die Spitze ab und lässt das kräftige Rhizom mit den Erneuerungsknospen unberührt. Ständiges Hacken wird die Wurzel letztendlich erschöpfen, erfordert jedoch erheblichen Aufwand. Für effektives Jäten sind spezielle Werkzeuge erforderlich.
Ein Wurzelentferner mit gedrehten Zinken ermöglicht es, den Löwenzahn mitsamt der Wurzel zu entnehmen, besonders praktisch auf lockerem Boden.
Eine Schaufel hilft, das Rhizom zu entfernen, indem sie den Erdballen leicht umdreht; diese Methode eignet sich für kleine Flächen.
Ein scharfes Messer mit langer Klinge ermöglicht es, die Wurzel tief abzuschneiden; selbst ein kleiner Wurzelrest lässt den Löwenzahn nicht wieder austreiben. Trotz sorgfältigen Jätens werden Löwenzahnpflanzen aufgrund der vom Wind verbreiteten Samen immer wieder erscheinen, daher muss das Jäten regelmäßig erfolgen.
Mulchen
Laut dem Agronomen Michail Worobjew ist dies eine wirksame Methode zur Unkrautbekämpfung und Bodenverbesserung. Eine radikale Lösung ist Vliesstoff, der das Licht vollständig blockiert und das Wachstum aller Pflanzen unterdrückt. Diese Methode wird erfolgreich für den Anbau von Erdbeeren, Zucchini, Kürbissen, Tomaten und anderen Kulturen eingesetzt.
«Die umweltfreundlichere Variante sind Mulchmatten aus Pflanzenfasern, die sich auf natürliche Weise zersetzen. Stroh ist ein idealer natürlicher Mulch, der Atmungsaktivität, Feuchtigkeitsdurchlässigkeit und Langlebigkeit bietet. Eine Alternative zu Stroh ist gemähtes Gras oder Laub, das regelmäßig nachgefüllt werden muss», betonte der Experte.
Auch gegen Löwenzahn kann man mit dieser Methode vorgehen, so Worobjow. «Wenn Sie die Zwischenräume mit einer Abdeckung versehen, reduzieren Sie die Unkrautmenge bereits erheblich. Um jedoch eine maximale Wirkung zu erzielen, wird empfohlen, die Beete vollständig abzudecken und die Setzlinge in kreuzförmige Einschnitte zu pflanzen oder Längsschnitte für die reihenweise Aussaat von Samen vorzunehmen. Auf diese Weise entziehen Sie dem Unkraut seine Hauptlebensquelle – das Sonnenlicht», fährt der Agronom fort.
Herbizide
Löwenzahn im Rasen kann man mit Herbiziden loswerden. Es ist jedoch wichtig, das richtige Mittel auszuwählen. Es gibt Breitbandherbizide, die unterschiedslos die gesamte Vegetation vernichten, und selektive Herbizide, die gegen bestimmte Pflanzenarten – einkeimblättrige oder zweikeimblättrige – wirken.
Rasengräser sind in der Regel Süßgräser, also einkeimblättrig. Löwenzahn hingegen ist zweikeimblättrig. Daher benötigt man ein selektives Herbizid, das auf zweikeimblättrige Pflanzen wirkt. Es beseitigt den Löwenzahn, ohne den Rasen zu schädigen. Auf dem Markt sind verschiedene Varianten solcher Herbizide erhältlich, von denen viele auf der Verpackung direkt als 'Für den Rasen' gekennzeichnet sind.
Die Anwendung von Herbiziden ist recht einfach: Das Mittel gemäß Anleitung in Wasser verdünnen, in die Sprühflasche füllen und den Rasen behandeln. Vergessen Sie nicht die Sicherheitsmaßnahmen: Arbeiten Sie mit einer Atemschutzmaske und bei windstillem Wetter.
Beachten Sie jedoch, dass der Vorgang mehrmals wiederholt werden muss.