Lobelie: Anbau, Pflege, Vermehrung

Die Lobelie ist eine einjährige Pflanze mit dekorativem Aussehen. Sie wird nicht nur in Gärten oder Gemüsebeeten, sondern auch in der Stadt auf Balkonen angebaut. Wenn man die Pflanze richtig pflegt, wird sie mit einer Vielzahl von Blüten geschmückt. Der Anbau ist nicht schwierig, die Hauptsache ist, die Grundregeln zu kennen. Inhalt:

  • Aussaat der Lobelie
  • Probleme bei der Pflege der Setzlinge
  • Krankheitsschutz und Vermehrung
  • Umpflanzen und weitere Pflege der Pflanze

Aussaat der Lobelie

Die Aussaat der Lobeliesamen bereitet viel Mühe, da sie mit filigraner Arbeit vergleichbar ist. Das liegt daran, dass die Samen sehr klein sind und an Staub erinnern. Im Handel sind verschiedene Verpackungen dieses Pflanzmaterials erhältlich. Wenn jemand noch Anfänger ist und noch nie Lobelien angebaut hat, sollte er besser Samen in Granulatform kaufen. In einem Granulat sind mehrere Samen enthalten. Später entwickelt sich daraus eine Gruppe von Pflanzen. Erfahrene Gärtner mischen die Samen zunächst mit Sand. Dies muss vorsichtig erfolgen. Danach pflanzen sie die Mischung in die Erde. Um Setzlinge zu erhalten, sollte die Aussaat bereits Ende Januar oder Anfang Februar erfolgen. Wenn man diesen Vorgang im April durchführt, wird die Pflanze erst viel später mit ihren Blüten erfreuen. Für die Pflanzung sollte man geeignete Erde wählen. Am besten kauft man spezielle Blumenerde. Sie sollte leicht und locker sein. Vor dem Pflanzen sollte die Erde gut mit warmem Wasser angefeuchtet werden.

Es ist besser, flache Behälter zu wählen. Um die kleinen Samen in die Erde zu setzen, kann man einen Zahnstocher verwenden, der vorher angefeuchtet werden sollte.

Die Samen sollten nicht mit Erde bedeckt werden. Damit die Erde nicht austrocknet und die Temperatur stabil bleibt, werden die Behälter mit Glas oder Folie abgedeckt. Es kann jedoch Schimmel auftreten, daher wird empfohlen, die Schalen mehrmals täglich zu lüften. Die ausgesäten Samen müssen beobachtet werden. Kondenswasser wirkt sich negativ aus, da große Tropfen die Samen tiefer in die Erde drücken können, wodurch das Keimen erschwert wird. Die Keimlinge sollten nach 3–6 Tagen erscheinen. Besondere Aufmerksamkeit erfordert das Gießen. Die Keimlinge müssen vorsichtig gegossen werden, da sie sehr klein und empfindlich sind. Dafür verwendet man am besten einen kleinen Löffel oder eine Spritze.

Probleme bei der Pflege der Setzlinge

Das größte Problem, auf das Sie beim Anbau von Setzlingen stoßen können, ist der Wasserhaushalt. Wenn zu viel Feuchtigkeit vorhanden ist, bildet sich Schimmel an den Stängeln der Pflanze. Wenn die Lobelie austrocknet, beginnen ihre Blätter sich zu kräuseln. Es können Probleme auftreten, wenn die Pflanze nicht genügend Licht erhält. Dies führt dazu, dass die Triebe lang und dünn werden. Wenn die Setzlinge daher an einem Ort gezogen werden, der schlecht von der Sonne beleuchtet wird, sollten Sie eine zusätzliche Beleuchtung einrichten. Besondere Aufmerksamkeit ist der Düngung zu widmen. Führen Sie diesen Vorgang nicht durch, wenn die Keimlinge noch sehr klein sind. In der Anfangsphase der Pflanzenentwicklung kann die Düngung schaden. Es ist besser, die Düngemittel bereits im Freiland oder in den Behältern auszubringen, in denen der Anbau der Lobelie geplant ist. Wichtig ist auch zu bedenken, dass Sie die Samen beim Pflanzen nicht mit Erde bedecken sollten. Andernfalls können die Keimlinge ausbleiben, da die Lobelie von Anfang an Licht benötigt. In dieser Entwicklungsphase müssen Sie die Pflanze richtig gießen, da der Wasserstrahl die kleinen Keimlinge wegspülen kann, wodurch sie absterben. Die Lobelie liebt Feuchtigkeit, aber übermäßiges Gießen kann die Krankheit 'Schwarzer Fuß' hervorrufen.

Siehe auch:
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Schutz vor Krankheiten und Vermehrung

Der Hauptfeind der Lobelie ist also die Krankheit 'Schwarzer Fuß'. Sie wird durch nicht desinfizierte Behälter und häufiges Gießen ausgelöst. Wenn diese Krankheit auftritt, fallen die Keimlinge zu Boden. In diesem Fall sollten Sie die folgenden Maßnahmen ergreifen:

  • Entfernen Sie die betroffenen Keimlinge, sie sind nicht mehr zu retten.
  • Stellen Sie das Gießen ein, bis die Erde vollständig getrocknet ist.
  • Streuen Sie Sand an der Basis des Stängels.
  • Behandeln Sie die Erde mit einer schwachen Kaliumpermanganatlösung.

Lobelien werden durch Samen vermehrt. Wenn Sie möchten, können Sie im Winter eine kräftige Pflanze in einen Behälter umpflanzen und ins Haus holen. Im Frühjahr wird sie in die gewünschte Anzahl von Stecklingen geschnitten. Diese müssen dann bewurzelt und anschließend in die Erde gepflanzt werden. Wenn Sie all diese einfachen Regeln befolgen, wird Sie die Lobelie den ganzen Sommer über mit ihren Blüten erfreuen. Und dabei ist der Anbau und die Pflege ganz einfach.

Umpflanzen und weitere Pflege der Pflanze

Lobelie: Anbau, Pflege, Vermehrung

Sobald die ersten Blättchen erscheinen, sollten Sie pikieren. Sie müssen die zarten Keimlinge in Plastikbehälter umpflanzen. Sie werden auch in Gruppen gesetzt. Die Pflege der Lobelie ist nicht schwierig. Sie mag keine austrocknende Erde. Wenn Sie die Pflanze zu wenig gießen, stirbt sie schnell ab. Das erste Anzeichen für Wassermangel sind eingerollte Blättchen. Es wird empfohlen, die Pflanze jeden Morgen und Abend zu gießen. Besonders bei heißem Wetter sollten Sie das nicht vergessen. Wenn Sie die Pflanze nicht ausreichend gießen, wird sie nicht einmal blühen. Die Lobelie ist nahezu krankheitsresistent. Das Einzige, was sie zerstören kann, ist falsches Gießen, denn die Pflanze darf auch nicht zu stark befeuchtet werden. Wenn der Frost vorüber ist, können Sie mit dem Auspflanzen der Keimlinge ins Freiland beginnen. Sie werden, wie beim Pikieren, in Gruppen in die Erde gesetzt. Die Lobelie erfreut mit ihren Blüten bis Mitte Herbst. Sie ist eine wunderbare Dekoration für Garten oder Balkon. Dabei wird empfohlen, früh mit der Anzucht zu beginnen. Das verlängert die Blütezeit. Damit es viele Blüten gibt und sich die Lobelie normal entwickelt, sollten Sie während des Sommers mehrmals düngen. Damit sich ein ganzer Blütenkopf bildet, müssen Sie die Pflanze entspitzen. Das ist ein einfacher Vorgang. Wenn die Triebe die nötige Länge erreicht haben, müssen Sie die Spitze des Keimlings abknipsen. So entstehen keine langen Zweige. Diese Prozedur wird bei Ampel-Sorten nicht durchgeführt. Wenn Sie die Lobelie in Gefäßen ziehen, sollten Sie auf das Wasser achten, das sich am Boden des Behälters ansammeln kann. Dies kann dazu führen, dass die Wurzeln verfaulen. Im Boden des Gefäßes müssen Löcher sein, damit überschüssige Flüssigkeit abfließen kann. In diesem Fall müssen Sie jedoch mehr gießen. Wenn das Laub dunkel wird, bedeutet das, dass die Lobelie zu viel Sonne bekommt und die Erde dadurch schnell austrocknet. Daher sollten Sie auch in solchen Fällen mehr gießen. Besser ist es jedoch, die Pflanze vor direkten Sonnenstrahlen zu schützen. Video zum Anbau von Lobelien:

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