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Wie man Lavendel durch Samen, Teilung des Busches, Absenker und Stecklinge vermehrt
Lavendel ist eine dekorative immergrüne Pflanze mit schöner Blüte und erstaunlichem Duft. Lavendel gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Diese Gattung umfasst etwa 30 Arten. Um Lavendel auf Ihrem Grundstück zu vermehren, ist kein besonderer Aufwand erforderlich. Man muss nur den richtigen Ablauf kennen.
Erforderliche Werkzeuge
Für die Vermehrung von Lavendel sind keine besonderen Werkzeuge erforderlich. Alles, was Sie brauchen, ist eine Schaufel, um den Busch auszugraben und bei der Teilung zu teilen, und ein scharfes Messer, mit dem die Stecklinge geschnitten und die Blätter beschnitten werden. Scheren werden nicht verwendet, da sie die Leitungsbahnen der Stängel quetschen und der Lavendel danach schlecht anwächst.
Vermehrungsmethoden von Lavendel
Lavendel kann auf verschiedene Weise vermehrt werden.
Stecklingsvermehrung
Diese Methode wird von Gärtnern als die beste angesehen, da bei dieser Vermehrung alle elterlichen Eigenschaften der Pflanze erhalten bleiben. Für diese Vermehrung eignen sich sowohl grüne als auch verholzte Stecklinge. Um grüne Stecklinge vorzubereiten, sollten Sie Triebe nahe der Spitze der Stängel abschneiden. Ihre Länge sollte mindestens 13 cm betragen. Die vorbereiteten Stecklinge sollten mindestens 2 Wachstumsknoten haben.
Beim Stecklingsschneiden von verholzten Zweigen wird der Schnitt an der Basis der Pflanze vorgenommen. Ein Abschnitt von 5-6 cm Länge ist ausreichend. Bei Verwendung solcher Stecklinge müssen diese vor dem Einpflanzen in einer wachstumsstimulierenden Lösung eingeweicht werden, ohne diese keimen die Stecklinge nicht.
Von den Stecklingen werden alle Blätter bis auf die Spitze abgeschnitten. Die oberen Blättchen werden benötigt, um ihn zu ernähren, aber wenn man zu viele Blätter belässt, wird die Pflanze ihre ganze Kraft in das Laub stecken, anstatt Wurzeln zu bilden.
Anschließend werden die Stecklinge in Behälter mit Substrat gepflanzt, wobei der erste Knoten vollständig in die Erde eingetaucht wird. Die Behälter werden oben mit Polyethylen abgedeckt und an einen warmen Ort gebracht, zum Beispiel in ein Gewächshaus oder einen Wintergarten.
Wissenswert! Als Behälter zum Einpflanzen der Stecklinge eignen sich am besten Tontöpfe, denn im Gegensatz zu Kunststoff lässt Ton Luft durch, die für die normale Entwicklung des Wurzelsystems der Pflanze notwendig ist.
Das Gießen erfolgt unmittelbar nach dem Einpflanzen und danach nach Bedarf, sobald die Erde trocken ist. Nach 1,5 Monaten haben die Pflanzen starke Wurzeln gebildet und können in einzelne Töpfe umgesetzt werden. Wenn der Lavendel etwas weiter gewachsen ist, wird er ins Freiland an einen festen Standort gepflanzt.
Vermehrung durch Absenker
Eine solche Vermehrung wird im Frühjahr durchgeführt. Als Absenker verwendet man die äußeren Zweige des Busches. Diese sollten sich gut biegen lassen, damit sie leicht zum Boden geneigt werden können.
Neben dem Mutterbusch muss ein etwa 10-15 cm tiefes Loch gegraben werden. Es wird so platziert, dass der mittlere Teil des Zweiges leicht hineingelegt werden kann. Dieser wird mit Klammern festgesteckt oder mit einem Stein beschwert, damit der Zweig Wurzeln schlagen kann und nicht aus der Erde rutscht. Das Loch wird mit Erde aufgefüllt. Der obere Teil des Zweiges mit den Blättern muss über der Erde bleiben.
Es ist notwendig, die Bereiche mit den Absenkern zu kontrollieren, damit sie nicht austrocknen. Auch wird die Erde um die Absenker angehäufelt. Das Umpflanzen erfolgt erst nach einem Jahr. Im Herbst wird der Bereich um die Absenker gemulcht. Dies hilft, die Feuchtigkeit zu bewahren und die Wurzeln vor Frost zu schützen.
Beim Umsetzen eines bereits ausgewachsenen Busches an einen neuen Standort muss dieser mit einem Erdballen ausgegraben werden, um die Wurzeln nicht versehentlich zu beschädigen. Die Pflanze wird zusammen mit dieser Erde in den Boden gesetzt.
Teilung des Busches
Die Vermehrung von Lavendel durch Teilung des Busches ist möglich, aber nicht empfehlenswert. Da Lavendelsträucher schlecht auf solche Eingriffe reagieren und sogar absterben können.
Um die Vermehrung durch Teilung durchzuführen, muss der Busch vorbereitet werden. Man wählt einen gut gewachsenen Busch und schneidet ihn im Herbst nach der Blüte zurück, wobei eine Länge von 8-10 cm verbleibt. Der zurückgeschnittene Lavendel wird gut angehäufelt, damit die Erde alle Zwischenräume zwischen den Stängeln ausfüllt.
Mit Beginn des Frühlings wird das Anhäufeln wiederholt. Im Sommer treibt der Busch viele grüne Triebe aus. Im Herbst wird er ausgegraben und mit einem Spaten in 2-3 Teile geteilt. Die Schnittstellen werden unbedingt mit Baumwachs oder zerstoßener Holzkohle behandelt. Die vorbereiteten Büsche werden an neue Standorte gesetzt.
Durch Samen
Bei der eigenständigen Samenernte gibt es keine Garantie, dass daraus dieselben Pflanzen wie die Mutterpflanze wachsen. Wenn man sich also entscheidet, Pflanzen durch Samen zu vermehren, ist es am besten, diese in Fachgeschäften zu kaufen.
Bevor Sie die Lavendelsamen in die Erde säen, müssen Sie sie stratifizieren. Dazu werden die Samen mit einem feuchtigkeitsspeichernden Material vermischt. Das kann Sand, Torf oder Sägemehl sein. Geben Sie die Samen und das ausgewählte Material in einen kleinen Behälter und besprühen Sie sie mit Wasser aus einer Sprühflasche. Decken Sie den Behälter locker mit einem Deckel ab und stellen Sie ihn für 1,5 bis 2 Monate in den Keller oder Kühlschrank.
In dieser Zeit sollten Sie die Samen nicht vergessen. Sie müssen regelmäßig ihre Feuchtigkeit kontrollieren. Sie dürfen nicht austrocknen, aber auch übermäßige Feuchtigkeit ist nicht von Vorteil.
Nach der Stratifizierung sind die Samen bereit für die Aussaat. Bereiten Sie Behälter mit Drainagelöchern vor. Füllen Sie sie mit einer Erdmischung aus Sand und Humus. Legen Sie die Samen auf die Oberfläche des Substrats und bedecken Sie sie mit Sand. Die Schichtdicke sollte etwa 3 mm betragen.
Gießen Sie die ausgesäten Samen vorsichtig, am besten mit einer Sprühflasche, und decken Sie sie mit Plastikfolie ab. Stellen Sie die Behälter dann an einen sonnigen Ort.
Nachdem der Lavendel gekeimt ist und zwei Blätter gebildet hat, werden die Setzlinge in verschiedene Behälter umgesetzt, jeweils sechs Stück pro Behälter. Wenn die Sämlinge etwas weiter gewachsen sind, werden sie in den Garten gepflanzt. Wenn Sie Lavendel durch Samen vermehren, müssen Sie darauf vorbereitet sein, dass er frühestens nach einem Jahr blüht.
Mögliche Probleme
Am Wurzelhals von Stecklingen und ausgewachsenen Pflanzen kann ein weißer oder rosafarbener Belag auftreten. Mit seinem Auftreten beginnt die Pflanze zu welken. Diese Krankheit wird Fusarium-Welke genannt. Zur Vorbeugung wird der Boden mit speziellen chemischen Mitteln behandelt.
An jungen Trieben können gelbe Flecken auftreten, die mit der Zeit grau werden. Die Zweige welken, trocknen aus und kräuseln sich. Dies ist ein Befall mit Stängelfäule (Phomopsis). Alle beschädigten Zweige müssen entfernt und die Büsche mit Bordeauxbrühe behandelt werden.
Um Lavendelsträucher in Ihrem Garten oder auf Ihrem Hof durch Stecklinge oder eine andere Methode zu ziehen, müssen Sie Geduld und Fachkenntnis mitbringen. Dann wird diese erstaunliche Pflanze ihre Besitzer mit reicher Blüte und einem unvergesslichen Duft erfreuen.
2>Lavendel (90 Fotos): Arten und Pflege

Lavendel ist eine der Lieblingspflanzen von Gärtnern. Seine flauschigen Büsche, die mit einer vielfältigen Farbpalette erstrahlen, können jedes Grundstück verwandeln und auch die Inneneinrichtung verschönern. Abgesehen davon, dass die Pflanze sich hervorragend für die Landschaftsgestaltung eignet, sind auch ihre anderen Qualitäten erwähnenswert. Seit über tausend Jahren gilt die Pflanze als Heilmittel gegen verschiedene Krankheiten. Aufgrund seines intensiven Duftes wird Lavendel häufig in der Parfümherstellung sowie für die Produktion von Shampoos, Seifen, Cremes und anderen Produkten verwendet.
Hauptarten
Heute sind der Wissenschaft etwa 47 Arten dieser wunderbaren duftenden Pflanze bekannt, die in ihrer ursprünglichen Form in Nordostafrika, Indien und Südeuropa vorkommt. Der Anbau von kultivierten Lavendelarten und -sorten ist weltweit verbreitet. Besonders beliebt sind vier Arten: Englischer Lavendel, Französischer Lavendel, Hybridlavendel und Lavendel mit gezackten Blättern (Lavandula dentata).
Englischer Lavendel
Diese Art hat schmale Blätter und längliche Ährenblütenstände, daher wird sie auch 'Schmalblättriger Lavendel' genannt. Die Pflanze verträgt niedrige Temperaturen sehr gut und kann problemlos überwintern, ohne ausgegraben werden zu müssen. Erstmals wird sie in medizinischen Büchern des 13. Jahrhunderts erwähnt, in denen die hervorragende medizinische Wirkung des ätherischen Lavendelöls beschrieben wird.
Über Jahrhunderte wurde die Pflanze in Klöstern und Fürstentümern als Heilpflanze angebaut. Außerdem besitzt sie ein recht feines Aroma, weshalb sie heute in der Parfümerie häufig zur Herstellung teurer Düfte, Eau de Cologne und Seifen verwendet wird. Die Blüte mit zartblauen oder fliederfarbenen Knospen beginnt im Juli und dauert bis zum Frühherbst an. Beliebte Sorten sind: 'Munstead', 'Alba', 'Delphinienblättrige' und andere.

Französischer Lavendel
Im Gegensatz zur vorherigen Art ist der Französische Lavendel anspruchsvoller und pflegeintensiver. Äußerlich ist sein Hauptmerkmal die breiteren Blätter, die der Pflanze den Namen 'Breitblättriger Lavendel' einbringen. Meistens wird er in Töpfen kultiviert, da leichte Fröste die Pflanze leicht vernichten können. Bereits im Mittelalter wurde diese Art in den südlichen Gebieten Frankreichs angebaut, um ätherische Öle zu gewinnen, die später in der Medizin und Parfümerie Verwendung fanden.
Die Blüten der Pflanze haben eine reiche Farbpalette – von Weiß, Rosa bis hin zu Violett und Bordeaux. Die Blüte beginnt deutlich früher als bei anderen Arten, etwa Mitte des Frühlings, und dauert bis Juli. Bei richtiger Pflege können die Knospen gegen Ende des Sommers erneut aufblühen. Beliebte Sorten sind: 'Tiara', 'Rocky Road', 'Helmsdale'.

Hybrid-Lavendel
Der zweite Name der Art ist Niederländischer Lavendel. Sie wird im industriellen Maßstab angebaut. Sie hat eine recht imposante Größe, die manchmal eine Höhe von zwei Metern erreichen kann. Die Blüte beginnt im Juli, wobei die Farbpalette der Knospen bei verschiedenen Sorten sehr vielfältig ist. Zum Beispiel hat der Lavendel 'Richard Gray' dunkelviolette Knospen, 'Grosso' violette und 'Alba' schneeweiße.

Gezahnter Lavendel
Die Pflanze dieser Art verträgt überhaupt keine Temperaturabfälle, daher kann sie nur in warmem Klima angebaut werden. Diese dekorative Sorte eignet sich gut für die Haltung im Innenbereich. Der kleine Strauch hat silbrig gemusterte Blätter und blüht mit prächtigen Blüten in verschiedenen Violetttönen.

Richtige Pflege von Lavendel
Die meisten Lavendelarten stellen keine besonderen Ansprüche – sie sind recht eigenständig und können ohne menschliches Eingreifen gedeihen. Damit die Pflanze jedoch mit möglichst üppiger, langer Blüte und einem unvergleichlichen Duft erfreut, muss man sich dennoch um sie kümmern.
Beleuchtung
Lavendel ist eine lichtliebende Pflanze. Die günstigste Tageslichtdauer beträgt 8–10 Stunden. Zimmerpflanzen sollten von Frühling bis Frühherbst auf den Balkon gestellt werden. Beim Anpflanzen im Garten sollte man offene, nicht schattige Standorte wählen.


Temperatur
Die meisten Arten vertragen Hitze und Kälte gut und können daher im Freien überwintern. Eine Ausnahme bilden die Sorten des französischen Breitblättrigen Lavendels – seine Sträucher sollten im Winter besser in Zimmerkübel umgepflanzt werden. Bei der Kultivierung in der Wohnung liegt der ideale Temperaturbereich bei +16…+20 °C.


Luftfeuchtigkeit
Trockene Raumluft schafft eine ungünstige Atmosphäre für die Pflanze, insbesondere im Winter während der Heizperiode. Steht der Blumentopf in der Nähe von Heizkörpern, sollte ein Behälter mit Wasser und Kieselsteinen daneben aufgestellt werden. In der Natur reicht dem Lavendel die Luftfeuchtigkeit der Umgebung aus. Um die Wurzeln vor Pilzkrankheiten zu schützen, muss beim Einpflanzen in die Erde oder in einen Topf eine Drainage aus feinem Kies, Tonscherben oder Nussschalen angelegt werden.

Bewässerung
Regelmäßiges Gießen ist für den Lavendel sehr wichtig. In der warmen Jahreszeit beträgt die Bewässerungshäufigkeit 2–3 Mal pro Woche (von Mai bis September). Bei kühlerem Wetter sollte die Bewässerung auf 1 Mal pro Woche reduziert werden. Verwenden Sie am besten weiches, abgestandenes Wasser. Es ist zu beachten, dass die Pflanze Trockenheit viel besser verträgt als übermäßige Feuchtigkeit, die zu Wurzelfäule führt.


Dünger und Nährstoffzufuhr
Im ersten Jahr nach dem Einpflanzen, wenn der Boden bereits gedüngt wurde, benötigt der Lavendel keine zusätzliche Nährstoffzufuhr. Danach sollte er im Frühjahr und zu Beginn der Blüte gedüngt werden. Im Frühjahr werden stickstoffhaltige Dünger ausgebracht, zum Beispiel eine Harnstofflösung (1 EL / 1 l Wasser). Für einen Strauch werden etwa 5 Liter dieser Nährlösung benötigt.
Organische Zusätze sind während der Knospenbildung sinnvoll. Sie können fertige Lösungen im Geschäft kaufen oder selbst herstellen, indem Sie flüssigen Rinderdung mit Wasser mischen (0,5 l Rinderdung auf 10 l Wasser).


Krankheiten und Schädlinge
Wie jede Garten- oder Zimmerpflanze ist auch Lavendel anfällig für bestimmte Krankheiten, die auf falsche Pflege oder Virusinfektionen zurückzuführen sein können. Zu den schwerwiegendsten gehört der 'Grauschimmel', durch den der Strauch absterben kann, wenn befallene Teile nicht rechtzeitig abgeschnitten werden.
Die silbrigen Blätter und zarten Blütenstände werden oft zur Beute von kleinen Schädlingen, die sich vom Pflanzensaft ernähren. Zu den gefährlichsten zählen die folgenden Vertreter:
— Spinnmilben. Ihre Anwesenheit erkennt man an einem staubigen Belag auf der Blattunterseite (so sehen ihre Kolonien aus) und an feinen Spinnfäden;
— Zikaden und ihre Larven, die eine Flüssigkeit absondern, die den Stängel angreift. Der Strauch beginnt an den Schadstellen zu welken und kann absterben.
Bei der Bekämpfung von Schädlingen hilft das Besprühen mit Seifenlösung und der Einsatz von Insektiziden wirksam. Manchmal werden in Massenpflanzungen gezielt Raubmilben ausgesetzt, die die schwächeren Spinnmilben vernichten.


Wie man Lavendel umpflanzt
Das Umpflanzen sollte nur bei Bedarf erfolgen – ein häufiger Standortwechsel ist nicht empfehlenswert, da sich die Pflanze nur schwer anpasst. Für die Pflanzung wählen Sie einen sonnigen, gut beleuchteten Standort mit leichter Erde. In ein vorbereitetes, geräumiges Pflanzloch mit einem Durchmesser von etwa 40 cm geben Sie organische und mineralische Dünger sowie eine Drainageschicht. Nach dem Einpflanzen des Strauches gießen Sie die Erde und mulchen Sie sie, damit die Feuchtigkeit zunächst gut erhalten bleibt.


Vermehrung zu Hause
Es gibt mehrere Methoden, eine gewünschte Art zu vermehren – durch Samen, Stecklinge, Ableger und Teilung des Strauches. Die letzte Variante ist am riskantesten, da die Pflanze recht empfindlich ist und bei unvorsichtiger Teilung Schaden nehmen kann. Da die Sträucher jedoch sehr schnell wachsen, ist die Teilung manchmal eine notwendige Maßnahme.
Vermehrung von Lavendel durch Samen
Samen können Sie kaufen oder selbst sammeln – sie bleiben relativ lange keimfähig (bis zu 5 Jahre). Vor der Aussaat muss das Saatgut mindestens 1,5 Monate lang einer Kältesträtifikation unterzogen werden. Die Aussaat kann im Spätherbst direkt ins Freiland erfolgen – die Samen werden flach eingegraben und die Erde wird gemulcht.
Für die Anzucht in Innenräumen ist die beste Zeit das Ende des Winters bis zum Frühlingsanfang. Bereiten Sie einen flachen Behälter vor und füllen Sie ihn mit einer universellen Blumenerde für Zimmerpflanzen. Die Samen werden dünn im Abstand von 2 cm ausgesät, da sich zuerst die langen Wurzeln entwickeln. Bestreuen Sie die Saat leicht mit Erde und gießen Sie sie. Decken Sie den Behälter mit Folie oder Glas ab. Besprühen Sie die Erde täglich. Sobald die ersten echten Blätter erscheinen, können die Pflanzen pikiert werden.


Vermehrung von Lavendel durch Stecklinge
Als schnellste Methode gilt die Stecklingsvermehrung mit jungen grünen Trieben. Der Vorgang wird im Frühling oder Sommer (spätestens Ende Juli) durchgeführt. Wählen Sie einen jungen Zweig mit zwei Wachstumsknoten am Strauch und schneiden Sie mit einem scharfen Messer einen 12–13 cm langen Steckling ab. Entfernen Sie alle Blätter bis auf die Spitze. Behandeln Sie die Schnittstelle mit einem Wurzelstimulator, der im Handel erhältlich ist. Pflanzen Sie den Steckling in einen kleinen Behälter mit vorbereiteter Erde, die organischen Kompost und Perlit enthalten sollte.
Nach dem Einpflanzen ist reichliches Gießen erforderlich, dessen Häufigkeit mit der Zeit abnimmt. Die Bewurzelungsphase dauert 4–5 Wochen, danach kann die Pflanze in ein größeres Gefäß umgepflanzt werden.


Vermehrung von Lavendel durch Absenker
Die Anzucht neuer Pflanzen durch Absenker dauert länger – die Bildung neuer Wurzelsysteme kann etwa 3 Monate in Anspruch nehmen. Wählen Sie einen unteren Zweig des Busches aus und legen Sie dessen mittleren Abschnitt in eine kleine ausgehobene Grube (ca. 10 cm tief). Das blühende oder belaubte Ende sollte sich dabei an der Oberfläche befinden. Der Zweig muss mit einem Stein oder einer Klammer fixiert und die Grube wieder verschlossen werden. Die Stelle der Vertiefung ist regelmäßig zu gießen. Nach einigen Monaten kann der neue Busch von der Mutterpflanze getrennt und umgepflanzt werden.

Vermehrung von Lavendel durch Teilung
Wie bereits erwähnt, verträgt Lavendel eine Teilung nur schwer, daher ist diese Methode nur im Notfall angebracht. Die Trennung erfolgt im zeitigen Frühjahr. Jeder Abschnitt sollte mindestens 3–5 lebende Stängel und einen entsprechenden Anteil an Wurzeln enthalten. Für die Pflanzung werden Gruben von bis zu 30 cm Tiefe ausgehoben, deren Boden mit Nährstoffen, Kompost und Kiefernrinde versehen wird. Nach dem Einsetzen des Busches ist dieser mit Erde zu bedecken, leicht anzudrücken und zu gießen.


Lavendel – Fotos
Lavendel ist eine atemberaubend schöne Pflanze, die sowohl in Topfarrangements im Zimmer als auch im Garten gleichermaßen attraktiv wirkt. Sie wird für die Gestaltung von Hecken, Rabatten, Steingärten und Alpinarien verwendet. In unserer Fotogalerie können Sie die Vielfalt dieser Kultur, ihre prächtige Blüte sowie die Möglichkeiten der Gartengestaltung kennenlernen. Viel Vergnügen beim Betrachten!
Vermehrung von Lavendel durch Absenker
Und nun ausführlicher – über die Vermehrung von Lavendel. Lavendel wird durch Samen und vegetativ (durch Stecklinge, Absenker und Teilung des Busches) vermehrt.
Der Anbau von Lavendel aus Samen kann etwas kompliziert sein, da die Samen eine Stratifikation benötigen. Es ist möglich, dass hochwertige Samen, zum Beispiel englische, die von nahezu allen Gärtnern gelobt werden, oder bestimmte besondere Sorten (sagen wir, Lavendel mit vielen Einschnitten) auch ohne diese Maßnahme keimen, aber möglicherweise nicht sehr gleichmäßig aufgehen. In der Natur werden die zu Boden gefallenen reifen Samen im Herbst von Gras und Blättern bedeckt, im Winter von Schnee, und bleiben bis zum Frühling in feuchtem Zustand bei niedriger Temperatur und Luftzugang. Wir werden für unsere Samen künstlich die gleichen Bedingungen schaffen.
Übrigens sehen die Samen des Lavendels wie längliche Nüsschen aus, sie sind glatt, glänzend, meist dunkelbraun, 2,5 mm lang, Sie sehen sie auf dem Foto.
Stratifikation von Lavendel
Also werden die Lavendelsamen mit Sand, Sägemehl, Torfkrümeln und Moos geschichtet und bei 3…5 °C aufbewahrt. Man kann die Lavendelsamen im Kühlschrank, aber auch im Keller oder Gewölbe lagern.
Die ideale Temperatur für die Stratifikation ist +5 °C. Es ist besser, anstelle von Sand Torf zu verwenden, da er eine gute Luftdurchlässigkeit aufweist und die Fähigkeit besitzt, Feuchtigkeit gleichmäßig und lange zu speichern. Wenn man Torf verwendet, kann man die Stratifikationsdauer verkürzen und die Keimrate erhöhen. So 'reift' unser Lavendel heran und seine Samen erwachen. Die Dauer der Stratifikation von Lavendelsamen beträgt 30–40 Tage.
Aussaat von Lavendelsamen
Säen Sie die Samen für die Anzucht in einer Tiefe von 3 mm. Die Samen keimen im Licht bei einer Temperatur von 15 – 21 °C. Wenn die Sämlinge 2–3 Paare echter Blätter entwickelt haben, setzen Sie sie zu je 5–6 Stück in kleine Töpfe. Die jungen Lavendelpflänzchen werden bis zu den Keimblättern eingetieft. Über dem 5.–6. Blattpaar kneifen Sie die Spitze ab, um einen buschigen Wuchs zu fördern. Im Mai können die Setzlinge an ihren endgültigen Standort gepflanzt werden. Im ersten Jahr wachsen schwach verzweigte Triebe von 10–12 cm Höhe, im zweiten Jahr blühen die Pflanzen bereits.
Sie können versuchen, frische Samen im Herbst direkt in den Boden oder in einen Kalthauskasten zu säen. Im darauffolgenden Frühjahr, etwa Ende Mai, erscheinen die Keimlinge. Diese Methode eignet sich in unserem Klima jedoch nur für den Schmalblättrigen Lavendel (Englischen Lavendel).
Vermehrung von Lavendel durch Absenker und Stecklinge
Es ist viel einfacher, Lavendel durch Stecklinge oder Absenker zu vermehren. Zumal seine Setzlinge in letzter Zeit in Gartencentern verkauft werden.
Lavendel ist eine recht anspruchslose Pflanze. Selbst ein einzelnes Exemplar, das Sie mit großer Mühe erhalten haben, kann durch Stecklinge vermehrt werden. Die Anzucht von Lavendel aus Stecklingen ist manchmal die einzige Möglichkeit, bestimmte Lavendelarten zu reproduzieren. Es gibt Lavendelarten, die keine Samen bilden, und solche, die Nachkommen hervorbringen, die nicht immer der Mutterpflanze ähneln.
Für die Stecklingsvermehrung sollten Sie stets nur gesunde Pflanzen auswählen. Sorten des Schmalblättrigen Lavendels können Sie im Frühjahr oder im frühen Herbst durch Stecklinge vermehren. Sorten des Breitblättrigen Lavendels vermehrt man besser zu Beginn des Herbstes, wenn die Pflanze viele kurze Seitentriebe hat, was die Stecklingsvermehrung recht ergiebig macht.
Die Stängel schneidet man am besten frühmorgens, wenn die Pflanzen die nächtliche Feuchtigkeit aufgenommen haben. Stecklinge von der oberen Triebpartie wurzeln besser, überwintern aber schlecht; Stecklinge vom unteren Stängelteil wurzeln schlecht. Am besten ist es, Stecklinge aus dem mittleren Stängelteil zu nehmen. Die Stecklinge schneidet man mit einem scharfen Messer. Der untere Schnitt erfolgt dicht an einer Knospe, um Fäulnis zu vermeiden. Für Stecklinge wählt man am besten verholzte einjährige Triebe, die möglichst noch nicht geblüht haben. Die Stecklinge werden auf eine Länge von etwa 7 cm geschnitten. Entfernen Sie die Blätter vom unteren Teil. Wenn Sie Stecklinge von bereits blühenden Pflanzen verwenden, müssen Sie nicht nur einen Teil der Blätter, sondern auch die Blüten entfernen.
Tauchen Sie das Ende des Stecklings in ein Wurzelpulver und setzen Sie ihn in einen Blumentopf mit Sand oder einer Mischung aus gekalktem Torf und Sand im Verhältnis 1:1. Decken Sie die Stecklinge mit Folie ab, die Sie täglich kurz abnehmen, um die Pflanzen zu lüften. Je nach Wetter besprühen Sie die Stecklinge. Gießen Sie die Stecklinge, wenn die Erde austrocknet.
Beim Stecklingsschneiden müssen Sie berücksichtigen, dass die Wurzelbildung bei Lavendelstecklingen stark von der Temperatur abhängt. Versuchen Sie nach Möglichkeit Bedingungen zu schaffen, bei denen die Lufttemperatur niedriger ist als die Temperatur des Sandes, in dem die Stecklinge Wurzeln schlagen. Wenn die Lufttemperatur höher oder gleich der Sandtemperatur ist, entwickelt sich der oberirdische Teil des Stecklings und die Wurzelbildung verläuft langsam.
Nach 5–6 Wochen pflanzen Sie die bewurzelten Pflanzen in ein Saatbeet und setzen Sie sie im Frühjahr an den endgültigen Standort.
Lavendel kann auch durch Absenker vermehrt werden. Dazu biegen Sie im Frühjahr vorsichtig 2–3 Triebe um und legen Sie sie in eine flache (3–5 cm) Rinne, stecken Sie sie fest, bedecken Sie sie mit Erde und gießen Sie sie. Bestreuen Sie sie oben mit gutem Kompost, damit die Pflanze neue Wurzeln und grüne Triebe bilden kann. Während des Sommers sollte die Erde hier leicht feucht sein. Normalerweise kann der Trieb im nächsten Frühjahr selbstständig leben und wird vom Mutterstrauch abgetrennt. Im Frühjahr des folgenden Jahres erhalten Sie eine neue eigenständige Pflanze. Wenn Sie in kalten Klimazonen leben, können Sie die Absenker im Frühjahr machen.
Zur Vermehrung durch Teilung des Busches schneiden Sie die Pflanzen im Herbst auf 8–10 cm Höhe zurück und häufeln Sie Erde an, wobei Sie den Raum zwischen den Stängeln sorgfältig ausfüllen. Im Frühjahr geben Sie noch Erde zu den Büschen. Während des Sommers bildet Lavendel reichlich Triebe, die gut wurzeln. Im Herbst graben Sie den Busch aus und teilen ihn.
Wie vermehrt man Lavendel vom Strauch durch Stecklinge
Lavendel (Lavandula) ist eine immergrüne krautige Pflanze mit schöner Blüte und feinem angenehmem Duft. Die Heimat dieser duftenden Pflanze ist die Mittelmeerküste. In den letzten Jahren hat Lavendel bei russischen Gärtnern aufgrund seiner hohen dekorativen Eigenschaften und seines angenehmen Dufts an Beliebtheit gewonnen. Um diese Kultur im Garten anzubauen, müssen Sie wissen, wie sich Lavendel vermehrt und welche Pflege nach dem Umpflanzen junger Setzlinge erforderlich ist.
Wie sieht Lavendel aus
Lavendel sieht wie ein Miniaturstrauch aus, der eine Höhe von bis zu 1 m erreicht und dicht mit kleinen, länglichen, spitz zulaufenden Blättern bedeckt ist. Die Farbtöne der Blüten reichen von bläulich bis kräftig lila, bei einigen Sorten rosa oder weiß. Die Blüten sind in länglichen Blütenständen in Form eines nicht geöffneten Schirms oder Ährchens angeordnet. Die Blütezeit ist Juli bis September.

Lavendelgarten auf dem Grundstück
Lavendel durch Teilung des Busches vermehren
Diese krautige Pflanze kann auf folgende Weise vermehrt werden:
- durch Stecklinge;
- durch Samen;
- durch Absenker;
- durch Teilung des Busches.
Lavendel durch Teilung des Busches umpflanzen
Obwohl Lavendel die Teilung des Wurzelsystems relativ schwer verträgt, ist diese Vermehrungsmethode unter Gärtnern eine der beliebtesten. Bei Einhaltung bestimmter Regeln wachsen die Teile des Mutterbusches an ihrem neuen Standort gut an.

Vermehrung des Lavendelbusches durch Wurzelteilung
Bodenauswahl und Vorbereitung der Buschteile
Ein ausgewachsener, gut verzweigter Strauch wird im Herbst für die Teilung vorbereitet. Nach dem vollständigen Ende der Blüte wird der Lavendel so zurückgeschnitten, dass etwa 10 cm lange Stiele stehen bleiben. Die geschnittene Pflanze wird sorgfältig angehäufelt. Im Frühjahr wird das Anhäufeln wiederholt.
Im Sommer treibt der Strauch viele neue junge Triebe aus, wonach im Herbst mit der Vermehrung des Lavendels in Teile begonnen werden kann, von denen jeder mindestens 4–6 lebende Stiele haben sollte. Das Wurzelsystem wird von Hand geteilt; bei starken und harten Wurzeln ist eine Teilung mit dem Spatenblatt erlaubt.
Wichtig! Die Schnittstellen an den Wurzeln werden mit gepulverter Aktivkohle oder Holzkohle behandelt; auch kann man sie leicht mit einem Wurzelstimulationspräparat bestäuben.

Vorbereitung des Mutterbusches auf die Wurzelteilung
Lavendel bevorzugt einen leicht sauren Boden, daher wird in das vorbereitete Pflanzloch Kalk oder Asche gegeben. Der Durchmesser des Pflanzlochs sollte doppelt so breit sein wie die Wurzel der Pflanze. Um ein nährstoffreiches Milieu und eine poröse Bodenstruktur zu schaffen, wird empfohlen, verrotteten Mist oder Kompost in das Loch zu geben. Das Loch wird mit Erde aufgefüllt, fest angedrückt, um überschüssige Luft zu entfernen, und mit Wasser gegossen.
Pflege nach dem Pflanzen
Lavendel verträgt übermäßige Bodenfeuchtigkeit ebenso wenig wie Trockenheit. Daher wird empfohlen, die Pflanze zu bewässern, sobald die oberste Erdschicht getrocknet ist. Das Bewässerungssystem wird so eingestellt, dass auch die Pflanze selbst mit Wassertropfen benetzt wird.

Pflege nach dem Pflanzen – Bewässerung in Form von Beregnung
Gartenlavendel benötigt einen Rückschnitt. Von Zeit zu Zeit wird empfohlen, Triebe abzuschneiden, die die Krone des Busches zu dicht machen oder seine Form beeinträchtigen.
Wann Lavendel durch Teilung des Busches vermehren
Im Frühjahr sollte die Teilung des Mutterbusches vor dem Erscheinen der Blütenstiele erfolgen. Im Herbst wurde dieser Busch bereits zurückgeschnitten und angehäufelt. Vor dem Pflanzen wird empfohlen, die Wettervorhersage zu prüfen, damit die gepflanzte Pflanze nicht im Regen durchnässt wird.
Eine Teilung des Wurzelsystems ist auch im Sommer erlaubt, aber solche Setzlinge benötigen eine sorgfältigere Pflege – regelmäßiges mäßiges Gießen und Beschattung.
Der Herbst ist der optimale Zeitraum für eine solche Vermehrung. Die Hauptbedingung ist, den Vorgang vor Oktober abzuschließen.
Lavendel durch Stecklinge vermehren
Für die Stecklingsgewinnung eignen sich junge Triebe, die nach dem Anhäufeln des Busches erscheinen. Der obere Teil des jungen Triebes wird mit einem scharfen, desinfizierten Messer schräg abgeschnitten. Der Steckling sollte etwa 10–13 cm lang sein und haben. Der Schnitt am Busch wird mit Aktivkohle oder Holzkohle behandelt.

Vermehrung des Lavendelbusches durch Stecklinge
Es wird empfohlen, die Stecklingsvermehrung von Lavendel im Sommer oder Frühling durchzuführen. Gerade in der warmen Jahreszeit kann sich das Wurzelsystem bilden und kräftigen. Im Herbst bereiten sich die Pflanzen auf die Ruhephase vor, ihre inneren Prozesse verlangsamen sich, und daher dauert die Wurzelbildung länger.
Wie man Lavendel bewurzelt
Der Steckling wird bewurzelt, indem man ihn in feuchte Erde setzt und mit einer Glas- oder Plastikhaube abdeckt. Täglich wird die Haube für 10 Minuten zur Belüftung des Setzlings abgenommen. Das Beet für die Bewurzelung sollte im Halbschatten liegen und vor Zugluft geschützt sein. Die Erde ist die gleiche wie für die ausgewachsene Pflanze (schwach sauer und gedüngt).
Die ersten Wurzeln zeigen sich etwa 3 Wochen nach dem Einpflanzen, nach weiteren 3–4 Wochen hat der Setzling bereits ein ausgebildetes Wurzelsystem. Danach ist die junge Pflanze bereit, an ihren endgültigen Standort im Topf oder ins Freiland im Garten umgepflanzt zu werden.
Beachten Sie! Als Stecklingsmaterial können auch verholzte Zweige dienen, an deren Spitze sich etwa 5 cm lange grüne Gebilde befinden. Zur Bewurzelung solcher Stecklinge zu Hause ist die Verwendung von Präparaten erforderlich, die die Wurzelbildung anregen und Zusätze mit Nährstoffen und Vitamin B1 enthalten.
Wie man Lavendel durch Absenker vermehrt
Für Absenker wird ein junger, biegsamer Zweig aus dem unteren Teil des Lavendel-Halbstrauchs ausgewählt. Unterhalb, am Fuß der Pflanze, wird eine kleine Rinne in die Erde gegraben, in die der ausgewählte Zweig vorsichtig gebogen und eingelegt wird, sodass seine blattbedeckte Spitze am anderen Ende der Vertiefung herausragt. Dann wird die Rinne mit Erde gefüllt, festgedrückt und gründlich gewässert. Zur Erleichterung können spezielle Gartenklammern verwendet werden, die den Zweig am Boden befestigen.
Vermehrung eines ausgewachsenen Lavendelbusches durch Absenker
Es wird empfohlen, die Absenker im Boden regelmäßig gründlich zu gießen. Die Erde über ihnen gelegentlich mulchen, und bei besonders heißem Wetter das Laub der aus der Erde ragenden Spitze besprühen.
Nach 12–16 Wochen hat der Absenker Wurzeln gebildet. Um dies zu überprüfen, wird im Herbst die Erde darunter etwas aufgegraben. Der Absenker ist zur Umpflanzung bereit, wenn die Wurzeln den Erdballen halten. In diesem Fall wird der Zweig so vom Busch abgeschnitten, dass sich die Wurzeln an seinem blühenden Teil befinden, und an einen neuen Standort gesetzt.
Wie man Lavendel vermehrt: Pflegeregeln für junge Pflänzchen
Lavendel braucht Fürsorge und gute Pflege. Die Regeln sind jedoch einfach und umfassen:
- regelmäßiges mäßiges Gießen, um ein Austrocknen des Bodens zu vermeiden;
- gelegentliches Anhäufeln ermöglicht es, den Stiel zu bedecken;
- regelmäßiges Beschneiden überflüssiger Triebe, d. h. solcher, die die Krone verdicken und das Aussehen des Busches beeinträchtigen.
Die Vermehrung von Lavendel durch Stecklinge ist die optimale Methode, wenn man eine Pflanze in mehrere neue teilen möchte. Sogar ein Hobbygärtner kann das bewältigen. In diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit, den Mutterstrauch zu schädigen, recht gering, und mehrere neue Jungpflanzen zu erhalten, nahezu hundertprozentig.
2>Vermehrung von Lavendel durch Stecklinge im Frühling, Sommer und Herbst: Regeln für das Stecklingsschneiden
Wir dürfen Ihnen versichern, dass der Anbau von Lavendel aus Stecklingen als die kostengünstigste und effektivste Methode der Lavendelvermehrung gilt, die die meisten Gärtner in ihrer Praxis anwenden.
Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie Lavendel zu Hause richtig durch Stecklinge vermehren und wann Sie ihn ins Freiland pflanzen oder in einen separaten Topf umsetzen, um ihn zu Hause auf der Fensterbank oder dem Balkon zu ziehen.
Wann man Lavendel durch Stecklinge vermehrt: Zeitpunkte
Viele Hobbygärtner führen die Stecklingsvermehrung von Lavendel das ganze Jahr über durch, dennoch ist es optimal, genau den Zeitpunkt zu wählen, wenn die Pflanze aktiv wächst und viele grüne Triebe hat. Also macht man es am besten im Frühling (Mai) oder im Sommer nach der Blüte, gegen den Herbst hin (um die Stecklinge vor dem Frost einpflanzen zu können).
Beachten Sie! Lavendel verträgt die Überwinterung im Haus nicht sehr gut, da er einen langen Lichttag benötigt (man muss zusätzlich beleuchten) und niedrige Temperaturen. Wenn Sie sich also entscheiden, im späten Herbst Stecklinge zu schneiden, legen Sie die Stecklinge besser zur Aufbewahrung in den Keller (in Substrat) oder graben Sie sie im Freiland unter einem trockenen Schutz ein (da sie sonst faulen) bis zum Frühjahr.
Vorbereitung der Stecklinge: Regeln für das Stecklingsschneiden
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Stecklingsvermehrung von Lavendel:
- Nehmen Sie eine Gartenschere (oder ein scharfes Messer. Keine Schere!), wählen Sie die am besten geeigneten einjährigen Triebe (d.h. aus dem laufenden Jahr) mit langen Spitzen und schneiden Sie sie als Stecklinge ab.
Wenn der Trieb blüht, muss die obere Spitze mit den Blüten abgeschnitten werden.
- Jetzt müssen Sie das untere Ende des Triebes von Blättern befreien, etwa 3–5 Zentimeter (von einem Drittel bis zur Hälfte der Stecklingslänge).
Die oberen Blätter bleiben, damit sie den Steckling ernähren. Wenn Sie jedoch zu viel Grün lassen, verbraucht die Pflanze all ihre Kraft dafür (+ Feuchtigkeitsverdunstung), obwohl wir wollen, dass sie Wurzeln bildet.
- Die endgültige Länge des Stecklings sollte etwa 10–12 Zentimeter betragen.
Einpflanzen von Lavendelstecklingen in Töpfe zu Hause
Bevor Sie die Stecklinge einpflanzen (zum Bewurzeln), müssen Sie Folgendes vorbereiten:
- geeignete Pflanzgefäße, z.B. kleine Töpfe, Becher mit 0,5 l Fassungsvermögen.
- Drainage (Scherben, Blähton, Styropor);
- Erdmischung (locker und leicht, vorzugsweise sandhaltig);
Alternativ können Sie in etwa gleichen Teilen universelle Blumenerde (oder besser Kompost) mit einem der Lockerungsmittel mischen – Flusssand, Perlit oder Vermiculit.
Schrittweises Einpflanzen der Lavendelstecklinge in den Topf:
- Legen Sie auf den Boden des Pflanzgefäßes eine Drainageschicht + etwas angefeuchteten Sand (für eine bessere Drainage).
- Füllen Sie den Topf mit der Erdmischung und drücken Sie sie leicht an.
- Gießen Sie mit Wasser (besser mit einer Lösung aus Fitosporin zur Bodendesinfektion).
- Stecken Sie den Steckling mit dem gereinigten Ende nach unten in den Topf, bis zu den Blättern.
Tipp! Zur besseren Bewurzelung wird empfohlen, die Lavendelstecklinge vor dem Einpflanzen mit Wurzelstimulatoren zu behandeln (z.B. mit dem gleichen «Kornevin»).
Übrigens! In einen Topf können Sie mehrere Stecklinge pflanzen.
- Gießen Sie mit zimmerwarmem Wasser.
- Sobald das Wasser eingezogen ist, müssen Sie für die Pflanze Gewächshausbedingungen schaffen (warm und feucht), und zwar indem Sie sie mit einer Tüte oder Folie abdecken.
- Stellen Sie sie an einen warmen Ort zur weiteren Bewurzelung.
Hinweis! Auf ähnliche Weise können Sie Stecklinge direkt ins Freiland pflanzen oder vorher ins Gewächshaus.
Die Grundlage der weiteren Pflege der Lavendelstecklinge besteht darin, den Boden feucht zu halten, also regelmäßig zu gießen.
Wann man Lavendelstecklinge ins Freiland setzt
In der Regel dauert die Bewurzelung von Lavendel etwa 1 bis 1,5 Monate (4–6 Wochen).
Das Signal zur Umsetzung in einzelne Gefäße (sowohl für den Innenanbau als auch für den Garten geeignet) oder ins Freiland ist das Erscheinen junger Wurzeln, die durch die Drainagelöcher des Pflanzgefäßes heraustreten, sowie das Wachstum von Seitentrieben (der Steckling beginnt buschig zu werden).
Das Einpflanzen in den Boden ist recht einfach. Die Setzlinge müssen vorsichtig aus den Pflanzgefäßen entnommen werden. Dazu drehen Sie sie um, halten den oberen Teil der Pflanze fest, klopfen leicht auf den Boden des Gefäßes und ziehen sie samt Erdballen heraus.
Wenn die Pflanzung ins Freiland im Herbst erfolgt, müssen Sie sie unbedingt gut abdecken.
Übrigens! Bei Bedarf können Sie die bewurzelten Lavendelstecklinge in größere Töpfe umtopfen und zu Hause behalten, indem Sie sie auf den Balkon (die Loggia) stellen oder auf eine helle südliche Fensterbank stellen, also den Anbau zu Hause fortsetzen.
Wie Sie sehen, ist der Anbau von Lavendel aus Stecklingen recht einfach, besonders wenn Sie bereits erfolgreiche Erfahrung mit dem Stecken und Bewurzeln von z. B. Rosen, Weinreben, Thujen haben. Viel Erfolg!
Video: Vermehrung von Lavendel durch Stecklinge
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Beachten Sie! Auf der Website gibt es auch einen Artikel darüber, wie man Lavendel aus Samen zieht. Darin finden Sie Empfehlungen zur Standortwahl und Regeln für die weitere Kultivierung im Freiland.