Woran kann Kohl im Lager erkranken?

Bis Oktober erreichen die Kohlköpfe ihre größte Größe. Sie sind bereits fest, die Deckblätter sind heller geworden und haben Glanz bekommen.

Frischen Kohl müssen Sie bei der Lagerung regelmäßig überprüfen — er kann verfaulen oder von vielen Krankheiten befallen werden. Häufig tritt Grauschimmel auf. Sein Erreger — der Pilz Botrytis. Die Köpfe werden mit Flocken von grauem Schimmel bedeckt, die Blätter werden mit Schleim überzogen und verfaulen.

Sie können die Krankheitsentwicklung stoppen, indem Sie den Lagerraum lüften und kühlen. Dabei ist es wichtig, den Kohl vorher zu putzen. Schimmel entwickelt sich bei hoher Luftfeuchtigkeit und Wärmeüberschuss. Besonders häufig befällt Grauschimmel jedoch angefrorenen Kohl und solchen, der bis auf die weißen Blätter geputzt wurde. Das bedeutet, dass es sehr wichtig ist, die Kohlköpfe rechtzeitig zu ernten. Außerdem sollten Sie sie nicht «ausziehen», sondern besser 2–3 grüne Blätter dranlassen. Auch sollte der Kohl vor starken Frösten in den Lagerraum gebracht werden.

Es gibt auch bakterielle Erkrankungen des Kohls, die sich bei der Lagerung entwickeln, wie zum Beispiel die Gefäßbakteriose. Daher ist es wichtig, kranke Köpfe auszusortieren, bei denen bereits im Garten Symptome der Erkrankung sichtbar waren.

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Außerdem tritt häufig eine Krankheit wie die punktförmige Blattnekrose auf. Diese Krankheit ist physiologisch. Sie entsteht durch eine Stoffwechselstörung in den Blättern, und zwar nicht auf den Beeten, sondern in den Lagerräumen. Meistens ist Kohl betroffen, der mit Stickstoff «überfüttert» wurde, obwohl auch eine falsche Lagerung die Ursache sein kann. Bei dieser Krankheit erscheinen auf den inneren Blättern eingesunkene Fleckchen.

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