Der Kohlkönig. Wie man eine reiche Ernte auf der Fensterbank anbaut

Moderne Sorten von Kale stammen von Wildkohl ab, mit dem sie die Wuchsform teilen. Der nächste «Verwandte» — Rosenkohl, der in der Kultur als abgewandelte Form des Blattkohls etabliert ist. In Europa wird Grünkohl seit Jahrhunderten angebaut und gilt nicht nur als bäuerliches, sondern auch als königliches Grün. In England, Deutschland und den Niederlanden gibt es bis heute ganze Festivals zu Ehren dieser Pflanze.

In Russland ist dieser «kopfkohllose Kohl» weniger bekannt, obwohl er in den letzten Jahren an Popularität gewinnt und seine dekorativen Formen in Parks zu sehen sind. Dabei ist Kale vom Nährwert her mit Fleisch vergleichbar: Seine Blätter enthalten viel leicht verdauliches Protein, Vitamin C, Magnesium, Kalium und Carotinoide. Kein Wunder, dass er zu den Superfoods gezählt wird.

Geeignete Sorten

Für den Anbau auf der Fensterbank wählt man am besten kompakte Sorten von Blattkohl:

  • Zwerggrüner Kale mit filigranen krausen Blättern;
  • Rote Blattzierform – gleichzeitig Nahrung und Dekoration;
  • Sibirskaja Kudrjawaja – widerstandsfähig gegen Kälte und starke Schwankungen;
  • Notschi Toskany (Toscano Kale, auch bekannt als Lacinato Kale, oder «Dinosaurierkohl») – eine alte italienische Sorte von Kale, gekennzeichnet durch längliche dunkelgrüne Blätter mit charakteristischer blasiger Textur;
  • dekorative Mischungen, bei denen in einer Packung Samen grüne und purpurne Pflanzen vorkommen.

Manche Sorten können bis zu eineinhalb Meter hoch wachsen, wenn man sie in einen geräumigen Behälter pflanzt. So kann man eine große Menge Blattwerk für die Küche gewinnen.

Töpfe, Erde und Aussaat

Die Größe der Pflanze hängt direkt vom Volumen des Behälters ab. In einem kleinen Topf wird der Kohl kompakt mit kleinen Blättern, während in einem 10–15-Liter-Behälter ein richtig kräftiger Busch wachsen kann. Das Mindestvolumen für eine Pflanze beträgt 2–3 Liter.

Der Boden des Behälters muss ein Loch für den Wasserabfluss haben. Darauf legt man unbedingt eine Drainage (eine mindestens 4–5 cm dicke Schicht aus Blähton oder Steinchen), dann füllt man lockeres, nährstoffreiches Substrat ein. Geeignet ist eine Mischung aus Gartenerde mit Kokosfaser und Humus.

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Sie können zu jeder Jahreszeit säen. Im Herbst und Winter verwenden Sie besser eine Zusatzbeleuchtung, im Frühling und Sommer reicht ein sonniges Fenster aus. Die Samen werden 1–1,5 cm tief in die Erde gedrückt, gegossen und bis zum Auflaufen der Keimlinge mit Folie abgedeckt. Nach einer Woche erscheinen die Keimlinge, und nach 3–4 Wochen, wenn die Sämlinge 4–5 echte Blätter gebildet haben, werden sie in endgültige Töpfe umgepflanzt.

Licht und Temperatur

Grünkohl ist sehr lichtliebend. An Süd- und Ostfenstern gedeiht er am besten. An Nordfenstern kommen Sie ohne Pflanzenlampe nicht aus. Die optimale Höhe der Zusatzbeleuchtung beträgt 20–30 cm über der Pflanze.

Der Temperaturbereich ist breit: von +10 °C bis +22 °C. Den Kohl können Sie problemlos auf einem verglasten Balkon während Tauwetterperioden halten, wenn dort Plusgrade herrschen. Allerdings kann die trockene Heizungsluft den Blättern schaden; stellen Sie die Töpfe besser auf einen Untersetzer.

Richtige Pflege

  • Das Wichtigste ist regelmäßiges Gießen ohne Staunässe. Die Erde sollte leicht feucht bleiben. Alle 2–3 Wochen ist es sinnvoll, die Pflanze mit einer Lösung aus Humusdünger mit vollständigem Mineralstoffgehalt zu düngen. Eine übermäßige Düngung ist nicht erforderlich.
  • Bei trockener Luft ist es sinnvoll, die Blätter zu besprühen. Falls gelbe oder alte Blätter erscheinen, entfernen Sie sie.
  • Manchmal befällt Blattläuse den Kohl. Sie treten meist an Pflanzen auf, die aus dem Beet umgetopft wurden und mit ihnen auf die Fensterbank gelangen. Im Haus können Sie die Blätter mit einer Seifenlösung waschen oder die Pflanze duschen.

Ernte und Verwendung

Die erste Ernte können Sie bereits nach 1,5–2 Monaten einbringen. Üblicherweise schneiden Sie die unteren großen Blätter ab und lassen den zentralen Wachstumspunkt mit jungem Laub für das weitere Wachstum stehen. Diese Methode ermöglicht es, mehrere Monate lang frisches Grün zu ernten.

Von einer Pflanze können Sie bei guter Pflege mehrere Dutzend Blätter ernten.

Für die Küche verwenden Sie am besten junge Blätter. Sie geben sie in Salate, Suppen, machen Smoothies und sogar Chips, indem Sie sie mit Olivenöl und Gewürzen im Ofen backen.

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