Knollenbegonie, Anbau

Begonie — eine mehrjährige tropische krautige oder halbstrauchige Pflanze, vertreten durch über 800 Arten. Ein charakteristisches Merkmal aller Arten sind dekorative Blätter von asymmetrischer Form und vielfältiger Färbung. Für die Begrünung von Flächen wird in der Regel die Knollenbegonie verwendet.

Die Knollenbegonie hat sich die Anerkennung der Gärtner aufgrund ihrer dekorativen Wirkung und Schönheit verdient.

Die Pflanzenhöhe beträgt 20–40 cm mit einem einjährigen Stängel und einem umgewandelten mehrjährigen Stängelknollen. Nach dem Verblühen der Pflanze und dem Absterben ihres oberirdischen Teils wächst aus dem knollenförmigen Stängel eine neue Pflanze. Jeder Blütenstand trägt 3 große einzelne Blüten in verschiedenen Farben. Die Blüten sind gefüllt, halbgefüllt und einfach. Farbe und Form der Blüten hängen von der Sorte ab. Nach ihrer Größe werden die Blüten in drei Typen unterteilt: riesige (Durchmesser bis 20 cm), großblütige (8–9 cm) und kleinblütige (bis 5 cm). Die Blütezeit reicht von Mai bis zum Frost.

Anbau der Knollenbegonie.Sie vermehrt sich in der Regel durch Samen, kann aber auch durch Stecklinge und Knollen vermehrt werden.

Die Samen werden im Winter in leichte Erde ausgesät. Die Gefäße mit der Aussaat sollten mit Glas abgedeckt werden. Um die Entstehung von Feuchtigkeit und Schimmel zu vermeiden, muss das Glas regelmäßig angehoben werden. Die empfohlene Temperatur für die Samen beträgt 22–25 °C. Nachdem die Blättchen erscheinen, am 13. bis 14. Tag, kann das Glas entfernt werden. Junge Pflanzen werden zweimal pikiert: das erste Mal in Töpfe, das zweite Mal ins Freiland. Die Pflanzung ins Freiland sollte nach den Frühlingsfrösten erfolgen. Der Pflanzabstand beträgt etwa 15–20 cm voneinander.

Siehe auch:
Herbstzeitlose oder Winterzeitlose

Für die Stecklingsvermehrung werden buschige Formen empfohlen. Als Stecklinge schneidet man die oberen Enden der Stängel mit einer Länge von 6–10 cm (mit einigen Blättern) ab. Die unteren Blätter des Stecklings werden entfernt, die übrigen zur Hälfte eingekürzt. Die Schnittstelle wird zur Desinfektion in zerkleinerte Holzkohle getaucht. Die Stecklinge werden in mit Sand gefüllte Gefäße gesetzt und reichlich gegossen. Bis die Stecklinge bewurzelt sind, müssen sie vor Sonnenstrahlen geschützt werden. Um die erforderliche Luftfeuchtigkeit zu erhalten, können die Stecklinge mit Glas oder Folie abgedeckt werden. Nach 2–3 Wochen werden die bewurzelten Stecklinge an ihren endgültigen Standort umgepflanzt.

Gegen Ende des Sommers bildet sich an der Basis des Wurzelsystems der Pflanze eine Knolle, die später zur Vermehrung verwendet werden kann. Im Frühjahr werden die Knollen im geschützten Boden vorgekeimt und nach 2–3 Monaten an den endgültigen Standort gepflanzt. Die empfohlene Temperatur für das Vortreiben der Knollen beträgt 22–24 °C. Bis zum Frühjahr werden die Knollen an einem dunklen, kühlen Ort gelagert, abgedeckt mit Torf oder Erde. Wichtig ist, dass die Knollen weder austrocknen noch verfaulen. Im zweiten Jahr altert die Knolle. Die Knolle kann in mehrere Teile geschnitten und mit Asche bestäubt werden.

Die Knollen können direkt ins Freiland gepflanzt werden. In diesem Fall keimen sie ebenfalls, aber der Wachstumsprozess verzögert sich.

Die Pflanze ist recht wärmeliebend, aber ältere Pflanzen vertragen keine direkte Sonneneinstrahlung.

Die Knollenbegonie bevorzugt einen nährstoffreichen, lockeren Boden mit Torf- und Sandzusatz, jedoch ohne Kalkgehalt. Sie überwintert nicht im Freiland.

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