Sie möchten große Knoblauchzehen, nicht eine Ansammlung kleiner Zehen — verpassen Sie nicht die April-Düngung. Genau jetzt reagiert Knoblauch besonders empfindlich auf die Nährstoffversorgung, und ein Fehler im Zeitplan lässt sich später nicht mehr korrigieren. Der Agronom hat die Schritt-für-Schritt-Anleitung mitgeteilt.
Inhaltsverzeichnis:
Erste Düngung
Normalerweise reichen zwei Düngungen im April aus, eine dritte im Mai gibt man nur auf armen Böden oder wenn die Pflanzen deutlich im Wachstum zurückbleiben. Die erste Düngung erfolgt zu Beginn des Austriebs, wenn der Knoblauch Blattmasse aufbaut, die zweite — nach 10–14 Tagen, und danach richtet man sich nach dem Zustand des Beetes. Alle Lösungen werden nur auf feuchtem Boden ausgebracht, morgens oder abends, nicht auf trockener Erde.
Im April, sobald der Knoblauch zu wachsen beginnt und 3–4 Blätter gebildet hat, gibt man die erste Stickstoffdüngung direkt an die Wurzel. Die praktischste Variante ist Ammoniumnitrat: 20–30 g auf 10 l Wasser (etwa 1,5–2 EL ohne Spitze), Aufwandmenge — 2–3 l Lösung pro 1 m². Wenn der Boden schon gut erwärmt ist, kann man statt Ammoniumnitrat Harnstoff nehmen: 15–20 g auf 10 l Wasser (etwa 1 EL) mit derselben Aufwandmenge — 2–3 l pro 1 m².
Zweite Düngung
Nach 10–14 Tagen, meist Ende April oder Anfang Mai, wird der Knoblauch ein zweites Mal gedüngt. Hierfür eignet sich am besten Nitrophoska: 20–30 g auf 10 l Wasser (etwa 1,5–2 EL), Aufwandmenge — 3–4 l pro 1 m². Diese Düngung wirkt gleichmäßiger: Sie liefert nicht nur Stickstoff, sondern auch Phosphor und Kalium, sodass das Blatt kräftig bleibt und die Pflanze nicht ins Kraut schießt.
Dritte Düngung: notwendig oder nicht
In der zweiten Maihälfte wird Knoblauch nicht immer gedüngt. Sind die Blätter dunkelgrün, das Wachstum gut und das Beet im Herbst ordentlich vorbereitet, kann man hier aufhören. Ist der Boden arm oder das Laub heller geworden, gibt man eine dritte Düngung: Superphosphat 30–40 g auf 10 l Wasser (etwa 2 EL) plus Kaliumsulfat 15–20 g auf 10 l Wasser (etwa 1 EL), Aufwandmenge — 4–5 l pro 1 m². Zu diesem Zeitpunkt ist ein starker Stickstoffschub nicht mehr nötig: Kurz vor der Knollenbildung reagiert Knoblauch besser auf Phosphor und Kalium.
Wie man richtig ausbringt
Tragen Sie Lösungen besser in die Zwischenreihen oder unter die Wurzel auf, nicht auf das Blatt. Zunächst bewässern Sie das Beet leicht mit normalem Wasser, dann geben Sie die Arbeitslösung und lockern Sie nach dem Einziehen den Boden oberflächlich. Frischen Mist verwenden Sie im Frühjahr nicht unter Knoblauch. Wenn Sie alles auf das einfachste Schema reduzieren, sieht es wie folgt aus: April — Salpeter oder Karbamid; nach zwei Wochen — Nitroammophoska; im Mai bei Bedarf — Superphosphat und Kaliumsulfat.