Killerblumen. 7 Zimmerpflanzen zum Schutz vor Viren und Bakterien genannt.

Im Winter füllen sich Stadtwohnungen mit trockener Luft aufgrund der heißen Heizkörper. Dabei werden ihre Bewohner von Viren und Bakterien angegriffen, und Haushaltschemikalien und Kunststoff schaffen einen unsichtbaren toxischen Hintergrund.

Eine natürliche Barriere gegen Infektionen zu schaffen, ist nicht so schwer — es reicht, die richtigen Zimmerpflanzen auszuwählen, die sich in Mikrobenkiller verwandeln. Der leitende Dozent der Fakultät «Chemische Technologien» der Permer Nationalen Forschungsuniversität für Polytechnik (PNIPU) Nikita Kifel erklärte, welche anspruchslosen Hauspflanzen wie natürliche Desinfektionsmittel wirken und wie viele Pflanzen man im Schlafzimmer, im Kinderzimmer und im Wohnzimmer aufstellen muss, damit der Effekt spürbar wird.

Gemeine Myrte: natürlicher Inhalator

Ein immergrüner Strauch mit kleinen ledrigen Blättern — eine wahre Fabrik von Phytonziden. Beim Verreiben verströmen die Blätter ein würziges Aroma, aber ihre Haupteigenschaft — die Fähigkeit, Mikroben und Viren in der Luft zu unterdrücken.

«Die Blätter der Myrte geben biologisch aktive Verbindungen und ätherische Öle ab, die die Vermehrung krankheitserregender Mikroorganismen hemmen. Dies verringert das Risiko von Atemwegsinfektionen und stärkt die Immunität der Bewohner. Darüber hinaus können die Blätter bei Husten oder Halsschmerzen gekaut werden», — erklärt Nikita Kifel.

Die Myrte sollte besser im Schlafzimmer oder Kinderzimmer aufgestellt werden: ihre flüchtigen Sekrete erleichtern das Atmen und fördern einen festen Schlaf. Für einen Raum bis 20 Quadratmeter reicht ein Topf.

Es ist wichtig zu bedenken, dass diese Pflanze helles, indirektes Licht und regelmäßiges Gießen und Besprühen liebt. Staunässe verträgt sie jedoch nicht.

Peperomia: Hygieniker für das Kinderzimmer

Der kompakte Strauch Peperomia mit vielfältigen Blättern — von glänzenden Münzen bis hin zu samtigen Herzchen — wird selten höher als einen halben Meter, aber in Bezug auf die nützlichen Eigenschaften übertrifft er viele Giganten.

«Peperomia reinigt die Luft effektiv von Formaldehyd und Benzol — Giftstoffen, die von Möbeln, Kunststoff und Synthetik freigesetzt werden. Ihre flüchtigen Sekrete unterdrücken das Wachstum krankheitserregender Mikroorganismen», — berichtet der Experte der Permer Polytechnik.

Der Hauptvorteil besteht darin, dass die Pflanze völlig ungiftig ist, daher kann man sie getrost in Räumen aufstellen, in denen Kinder und Haustiere sind. Zur Verstärkung der Wirkung wird empfohlen, zwei Töpfe in einem Raum aufzustellen.

Tradeskantie: Erste Hilfe auf der Fensterbank

Die bekannte Ampelpflanze (also eine hängende Pflanze), die oft unterschätzt wird, wirkt auch als komplexer Filter. Sie absorbiert Formaldehyd von neuen Möbeln, Benzol von Haushaltschemikalien und überschüssiges Kohlendioxid.

«Seine Blätter haben eine blutstillende und antibakterielle Wirkung. In der Volksmedizin werden sie auf kleine Schnitte zur Wundheilung aufgelegt», so betont der Experte.

Allerdings warnt Nikita Kifel: Der populäre Mythos, dass Tradeskantie schädliche Strahlung von Geräten absorbiert, hat noch keine wissenschaftliche Bestätigung gefunden. Aber als natürlicher Luftfilter funktioniert sie hervorragend. Eine ausgewachsene Pflanze reicht für einen Raum von bis zu 20 Quadratmetern.

Tradeskantie ist anspruchslos, aber die Bedingungen sind wichtig: helles, indirektes Licht (Osten oder Westen), keine direkte Sonneneinstrahlung. Temperatur: 18—24°C, nicht unter 10°C und ohne Zugluft.

Bewässerung: mäßig, ohne Wasserstau, im Winter — seltener. Bei dieser Pflege wird die Pflanze sowohl schön als auch nützlich sein.

Scindapsus: Schimmelbekämpfer

Eine schnell wachsende Kletterpflanze mit großen Blättern — ein echtes Schwergewicht in der Luftreinigung. Sie gibt nicht nur Phytonzide ab, sondern verdunstet auch aktiv Feuchtigkeit und befeuchtet auf natürliche Weise die durch Heizkörper ausgetrocknete Luft.

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«Scindapsus absorbiert Formaldehyd und Xylol (ein Lösungsmittel, das in Lacken und Farben enthalten ist) und verhindert zudem die Ausbreitung von Schimmel im Raum», listet Nikita Kifel seine Vorzüge auf.

Allerdings gibt es einen Haken: Der Pflanzensaft kann Schleimhäute reizen, daher sollte man im Kinderzimmer besser darauf verzichten. Im Wohnzimmer oder Schlafzimmer ist er jedoch genau richtig.

Damit der Scindapsus seine nützlichen Funktionen voll erfüllen kann, benötigt er eine pflegliche, aber einfache Pflege. Er liebt helles, indirektes Licht — unter direkter Sonneneinstrahlung entstehen Blattverbrennungen. Dies ist besonders wichtig für bunte Sorten wie «Neon»: Damit ihre gestreifte Färbung kontrastreich bleibt, benötigen sie im Winter intensive Beleuchtung, oft mit Pflanzenlampen.

Die angenehme Temperatur für die Pflanze beträgt +20…+25°C, wobei sie keine Zugluft und plötzliche Temperaturschwankungen verträgt. Gegossen werden muss sie unterschiedlich: im Sommer, in der aktiven Wachstumsphase, — reichlich und häufig, ansonsten — mäßig.

Plectranthus («Mottenbaum»): Insektenvertreiber

Ein aromatischer Strauch, im Volksmund als «Mottenbaum» bekannt, enthält ätherische Öle mit starken antiseptischen Eigenschaften.

«Der Saft von Plectranthus wird zur Behandlung von Wunden und Verbrennungen sowie zur Linderung von Entzündungen nach Insektenstichen verwendet. Und sein Geruch vertreibt effektiv Motten, Mücken, Fliegen und sogar Kakerlaken», so der Experte der PNIPU.

Die Pflanze fungiert als Filter, indem sie Ammoniak und Benzol absorbiert. Der beste Platz für sie ist die Küche (um Mücken abzuschrecken) oder das Schlafzimmer (zur Verbesserung des Schlafs). Für einen Standardraum werden zwei bis drei Töpfe benötigt.

Pelargonie (Geranie): Anti-Stress und Mückenschutz

Sie gehört zur Familie der Geraniengewächse. Ihre ätherischen Öle unterdrücken die Vermehrung von Staphylokokken und Streptokokken in der Luft.

«Zudem senkt der Duft von Pelargonien den Cortisolspiegel – das Stresshormon. Menschen, die sie im Schlafzimmer halten, schlafen schneller ein und wachen nachts seltener auf. Das Einatmen des Duftes eines frischen Blattes hilft, Kopfschmerzen zu lindern», erklärt Nikita Kifel.

Außerdem vertreibt die Pflanze Mücken, Fliegen, Flöhe, Läuse und Bettwanzen. Sie hat keine Angst vor direkter Sonneneinstrahlung – sie blüht wunderbar auf südlichen, südöstlichen oder südwestlichen Fensterbänken.

Für den erfolgreichen Anbau von Geranien zu Hause gilt die Hauptregel: maximale Helligkeit. Diese Pflanze fühlt sich unter direkter Sonneneinstrahlung wohl, daher sollten die Töpfe am besten auf Fenster gestellt werden, die nach Süden oder Südosten ausgerichtet sind. Im Sommer benötigt die Blüte Wärme (+20…+25°C), und im Winter sollte man ihr eine „Ruhepause“ in der Kühle (ca. +12…+15°C) gönnen.

Das Gießen sollte vorsichtig erfolgen: Befeuchten Sie die Erde erst, wenn sie an der Oberfläche getrocknet ist. Der Experte der Permer Polytechnischen Universität warnt: Versuchen Sie nicht, die Blätter mit einem Zerstäuber zu befeuchten – dies ist keine tropische Pflanze, und Wassertropfen auf dem Laub führen zu Krankheiten und Fäulnis.

Murraya paniculata: Orangenjasmin für das Herz

Dieser tropische Strauch, der manchmal Orangenjasmin genannt wird, erfüllt den gesamten Raum mit Duft.

«Der zarte Duft von Murraya beruhigt, normalisiert die Atmung, stabilisiert den Herzrhythmus und beseitigt Schlaflosigkeit. Und die Phytonzide, die von den Blättern abgegeben werden, führen zum Absterben von einfachen Pilzen und Bakterien», erklärt der Wissenschaftler der Permer Polytechnischen Universität.

Wichtige Regel: Der Duft sollte aus der Ferne eingeatmet werden. Murraya mag es nicht, berührt zu werden – dadurch können sich die Knospen nicht öffnen. Eine ausgewachsene Pflanze reicht für einen Raum von 15-20 Quadratmetern.

Die richtige Auswahl der Pflanzen und ihre Pflege helfen, die Wohnung in eine ökologisch reine Oase zu verwandeln. Sie können die Viruslast erheblich reduzieren und ein Mikroklima schaffen, in dem Infektionen einfach nicht überleben können.

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