Es ist praktisch unmöglich, eindeutig die Frage zu beantworten, welche Fröste Hortensien aushalten können. Wie auch bei anderen Kulturpflanzen und weniger kultivierten Pflanzen gibt es bei diesen Blumen viele Sorten und Arten, die sich jeweils durch ihre Eigenschaften unterscheiden. Darüber berichtete der Vorsitzende der Organisation «Gärtner Russlands» Andrej Tumanow.
Zunächst bemerkte der Experte, dass Frühlingsfröste für Blumen im Gegensatz zu verschiedenen fruchttragenden Kulturen nicht so gefährlich sind, da Gärtner von ihnen keine Früchte, sondern die Blumen selbst erwarten. Daher ist die gefährlichste Plage plötzlicher Fröste, nämlich die Beschädigung der Stempel, für sie nicht bedrohlich. Wichtig ist nur, dass die Pflanze gut überwintert und keine Blütenknospen «erfriert».
Der Experte wies zudem darauf hin, dass bei richtiger Sortenwahl der Hortensie keine Fröste die Pflanze zerstören können. Selbst wenn plötzliche Kälte junge Gewebe schädigt, wachsen sie bereits zwei Wochen nach Einsetzen des warmen Wetters nach.
«Wenn man den Alexandergarten oder die Blumen an der Christ-Erlöser-Kathedrale betrachtet, kann man feststellen, dass die örtlichen Gärtner, wahre Profis ihres Fachs, die Blumen nie abdecken. Und wenn ein besonders kalter Winter bevorsteht, mulchen sie einfach das Wurzelsystem mit etwas Sägemehl, und das reicht aus. Das heißt, das Problem des Erfrierens der Blumen sollte in erster Linie durch die richtige Auswahl von Arten und Sorten gelöst werden.», — betonte der Experte.
Es gibt jedoch eine ganze Reihe von regionalisierten Hortensienarten, die russische Fröste aushalten können. Unter anderem sind Baumhortensien und Eichenblatthortensien zu nennen, die Kälte bis zu −32°C aushalten. Diese Pflanzen benötigen keinen besonderen Winterschutz. Wenn der Winter schneefrei ist, wird empfohlen, die Wurzeln einfach mit einer dicken Schicht Blättern oder Mulch zu isolieren.