Kartoffeln anhäufeln

Viele fragen sich, wann und wie man Kartoffeln anhäufelt und ob das überhaupt nötig ist. Natürlich ist es nötig und wünschenswert, es sogar mehr als einmal zu tun — manche Gärtner machen das drei- bis viermal im Sommer.

Warum Kartoffeln anhäufeln?

Das Anhäufeln der Kartoffeln bedeutet, die Basis der Pflanzenstängel mit gelockerter Erde zu bedecken. Dies dient der Verbesserung der Bodenbelüftung und der besseren Knollenentwicklung. Es ist bekannt, dass Knollen nicht tiefer als 15 Zentimeter wachsen, und durch das Anhäufeln entwickeln sich die Ausläufer deutlich besser, die sich in die Breite ausdehnen, wodurch man mit einer Ertragssteigerung und einer höheren Qualität der Kartoffeln rechnen kann.

Die wichtigste Regel — Kartoffeln dürfen nur mit feuchter Erde angehäufelt werden — nach Regen oder Morgentau. Wenn man die Triebe mit trockener, gar überhitzter Erde bedeckt, kann das Ergebnis dem Erwarteten entgegengesetzt sein — bis hin zum Absterben der Pflanze. Am besten führt man diese Arbeiten an nicht heißen und bewölkten Tagen oder in den Morgen- und Abendstunden durch. Bei trockenem, heißem Wetter sollte man, wenn möglich, die Kartoffeln vorher gießen.

Das erste Anhäufeln kann direkt nach dem Auflaufen erfolgen. Sie müssen keine Angst haben, dass die Triebe schwer durch die dicke Erdschicht brechen; sie kommen problemlos hervor, und das wirkt sich positiv auf das Wurzelsystem aus, es bilden sich auch Seitenausläufer. Durch diese Arbeit werden zudem viele erste Unkräuter vernichtet.

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Anbau von Frühkartoffeln

Die nächste Bodenbearbeitung führt man durch, wenn die Stängel eine Höhe von 30 cm erreicht haben. Zuvor wird gejätet, und anschließend wird die Basis der Kartoffelsträucher sorgfältig mit Erde bedeckt.

Auf schweren Böden, besonders in nördlicheren Regionen, wird empfohlen, das Anhäufeln mehrmals im Sommer durchzuführen, während auf lockereren Böden in südlichen Regionen zwei Anhäufelungen ausreichen. Ich wiederhole mich: In allen Fällen sollte man dies besser nach Regen tun (aber nicht sofort, sondern wenn die Feuchtigkeit bereits in die Erde eingezogen ist).

Kartoffeln mit einem Motorhackgerät anhäufeln

Viel schneller und bequemer ist das Anhäufeln der Kartoffeln mit einem Motorhackgerät. Heutzutage kann man viele Varianten sowohl importierter als auch einheimischer Motorhackgeräte kaufen, manche 'Kulibins' bauen sie sogar selbst zusammen.

Bei dieser Methode werden vor dem Motorhackgerät meist ein Paar Krümler angebracht und hinten ein Aufsatz — ein Häufelgerät, das wie ein Schild arbeitet und die Sträucher bedeckt. In der Regel kommen einreihige oder dreireihige Aufsätze zum Einsatz. Hier gibt es einen wichtigen Punkt — man sollte auf die Art des Kartoffelpflanzens achten, damit der Reihenabstand gleichmäßig ist.

Man häufelt die Kartoffeln auch unter dem Pflug oder dem sogenannten Pflügen an. Das Prinzip unterscheidet sich kaum von der Arbeit mit dem Motorhackgerät, aber man muss den kleinen Pflug selbst ziehen, was körperlich recht anstrengend ist.

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