Unter allen bekannten Krankheiten der Kartoffel gilt die Kraut- und Knollenfäule als die gefährlichste. Diese Krankheit kann bei falscher Pflege der Pflanzen und fehlenden Bekämpfungsmaßnahmen bis zu 50 % der Ernte befallen.
Die größte Gefahr der Kraut- und Knollenfäule liegt in ihrer schnellen Ausbreitung. Es ist zu beachten, dass die Infektion einer einzelnen Pflanze innerhalb von 12–16 Tagen zu einer Schädigung des gesamten Feldes durch den Erreger führen kann.
Eine besondere Schwierigkeit bei der Bekämpfung dieser Krankheit ist die Fähigkeit des Pilzes, Klone zu bilden, die gegen verschiedene chemische Substanzen resistent sind, die zur Hemmung ihres Wachstums eingesetzt werden. Der Pilz mutiert schnell und bildet neue aggressive Formen. Dank dieser Fähigkeiten des Parasiten kann man den Befall der Kulturen durch die Kraut- und Knollenfäule bereits in einem frühen Entwicklungsstadium beobachten.
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Symptome der Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel
Als erstes Anzeichen dieser Krankheit gilt das Auftreten dunkler Punkte auf der Blattunterseite. Mit der Zeit vergrößern sich die Flecken, und der Erreger der Kraut- und Knollenfäule breitet sich auf Stängel und Beeren aus. Besonders stark entwickelt sich die Krankheit bei feuchtem Wetter in Verbindung mit niedrigen Temperaturen. Die Pilzsporen können durch Wind und Regen über weite Strecken verbreitet werden. Daher ist es wichtig, bei der Auswahl der Pflanzkartoffeln von der Krankheit befallene Knollen auszusortieren.
Beachten Sie die folgende Tatsache: Für das Auskeimen der Pilzsporen reicht ein geringer Wasserkontakt aus: 4 Stunden Regen oder Nebel begünstigen die Krankheitsentwicklung. Darüber hinaus kann auch der Gärtner selbst die Kraut- und Knollenfäule fördern, indem er die Pflanzen durch Beregnung bewässert.
Als Hauptwege der Infektion der Knollen durch die Pilzsporen gelten: das Abwaschen des Erregers von befallenen Blättern, durch infizierte Erde sowie durch die Wanderung der Sporen von der Mutterknolle zu den jungen Knollen.
Bekämpfung der Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel
Die wichtigsten Methoden zur Bekämpfung der Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel sollten umfassen: die Verwendung von nicht infiziertem Pflanzgut, die Einhaltung einer Fruchtfolge, die eine Anpflanzung von Kartoffeln nach verwandten Arten (Tomaten, Auberginen usw.) ausschließt.
Auch der Einsatz chemischer Präparate zur Bekämpfung des Erregers spielt eine nicht unwichtige Rolle, jedoch sollten vorbeugende Maßnahmen rechtzeitig vor dem Auftreten größerer Infektionsherde der Kraut- und Knollenfäule durchgeführt werden.
Eine gute Wirkung bei der Bekämpfung dieser Krankheit erzielt die Verwendung von Kartoffelsorten, die gegen diese Krankheit immun sind.