Wofür wird Kaliumchlorid im Garten verwendet?

Kalium zählt zu den «großen Drei» (zusammen mit Stickstoff und Phosphor) der wichtigsten Pflanzennährstoffe. Diese Spurenelemente können in verschiedenen Formen zugeführt werden, das heißt als chemische, mineralische oder organische Verbindungen. Kaliumchlorid ist nur eine der Varianten einer solchen «Zufuhr». Jedoch wirft genau dieses bei Gärtnern eine Reihe von Fragen auf, wobei diese Fragen durchaus logisch und berechtigt sind, da sie einige Besonderheiten dieses Düngers betreffen, und zwar nicht durchweg positive. Worum geht es also?

Antwortet Agronom Petr Sinkowski:

— Die Düngung des Bodens mit Kaliumchlorid soll das Pflanzenwachstum beschleunigen, ihre Immunität stärken und sie widerstandsfähiger gegen einen der wichtigsten Faktoren machen — die Witterungsbedingungen, das heißt deren abrupte Veränderungen, die sich stets negativ auf Wachstum, Ertrag und andere für Gärtner wichtige Kennzahlen auswirken. Entscheidend ist hier darauf zu achten — und diese Information muss unbedingt auf der Verpackung stehen — dass der Massenanteil von Kalium im Dünger mindestens 60 Prozent beträgt. Der Grund ist, dass Chlor, das im Dünger enthalten ist, ein recht zwiespältiges Element ist. Es kann unter bestimmten Umständen (insbesondere bei erhöhtem Gehalt) Pflanzen hemmen, nützliche Elemente so binden, dass sie für Gemüsekulturen praktisch unverfügbar werden.

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Darüber hinaus vertragen viele Pflanzen selbst geringste Chloranteile entweder schlecht oder gar nicht. Und dies müssen Sie unbedingt berücksichtigen, wenn Sie sich für die Anwendung von Kaliumchlorid entschieden haben.

Negativ auf Chlor reagieren nicht Zwiebeln — Speisezwiebel, Frühlingszwiebel, Schalotte — Knoblauch, Gewürz- und Grünpflanzen. Tomaten, Auberginen, Paprika, Kartoffeln mögen kein Chlor und können schlechter wachsen oder Früchte tragen, obwohl es für sie insgesamt nicht schädlich ist. Aber Zucchini, Pattissons, Kürbisse ist Chlor in jeder Verbindung (und Kaliumchlorid ist keine Ausnahme) absolut kontraindiziert. Sie verkümmern regelrecht, können keine Früchte ansetzen oder gehen sogar einfach ein.

Aber das bedeutet keineswegs eine eindeutige «Schädlichkeit» von Kaliumchlorid. Eine seiner positiven Eigenschaften: Es kann die Wirkung von frischem Mist hervorragend neutralisieren, den viele voreilig auf die Beete ausbringen und damit die darauf wachsenden Gemüse einem enormen Risiko aussetzen. Und außerdem kann gerade Kaliumchlorid die Winterhärte von Obstbäumen stark erhöhen und dafür sorgen, dass sich in ihren Früchten mehr nützliche Zucker anreichern.

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