Worin unterscheidet sich Minze von Melisse?

Viele verwechseln Melisse und Minze, da beide Pflanzen grüne Blätter und einen angenehmen Duft haben und zudem aktiv in der Küche und Medizin verwendet werden. Darüber hinaus gehören diese beiden krautigen Duftpflanzen zur selben Familie — den Lippenblütlern (dazu gehören auch Lavendel, Basilikum, Rosmarin und viele andere aromatische Kräuter).

Worin besteht der Unterschied zwischen Melisse und Minze?

Minze — ist eine Gattung mehrjähriger, seltener einjähriger Kräuter, die Dutzende von Arten umfasst. Zu den bekanntesten gehören Pfefferminze, Ährenminze, Ackerminze und Duftminze. Alle Minzarten enthalten von 0,1 bis 2 % Minzöl, dessen Hauptbestandteil Menthol ist.

Melisse — ist eine mehrjährige krautige Pflanze. Die häufigste Art ist die Zitronenmelisse.

Melisse hat einen weniger ausgeprägten Duft als Minze. Sie hat ein süßliches Aroma mit einer Zitrusnote, weshalb sie auch Zitronenminze genannt wird. Minze dagegen riecht recht scharf, nach bitterem frostigem Menthol.

Die Pflanzen lassen sich auch durch die Blattform unterscheiden. Bei der Melisse haben die Blätter einen hellgrünen Farbton, sind runder, weicher und zarter im Griff als die der Minze. Die Blättchen der Melisse haben Zähnchen am Rand, aber sie sind nicht scharf, sondern abgerundet.

Bei der Minze sind die Blattspreiten länglicher und zugespitzt, mit kleinen Zähnchen am Rand. Die Blätter der Pflanze sind recht dicht und hart und können sich je nach der Art im Grad der Fältelung und Farbe unterscheiden.

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Auch die Stängelform der Pflanzen unterscheidet sich. Minze wächst hauptsächlich nach oben und beginnt sich dort zu verzweigen. Melisse verzweigt sich aktiver und ähnelt in der Form einem dichten Busch.

Während der Blütezeit bildet die Minze eine «Ähre», die dicht mit kleinen violetten Blüten bedeckt ist. Bei der Melisse öffnen sich die Blüten direkt am Stängel, in den Blattachseln; sie können nicht nur violett, sondern auch weiß und lila sein.

Es gibt auch einen Unterschied im Anbau dieser Pflanzen. Melisse gedeiht besser in der Sonne, Minze dagegen — im Halbschatten. Melisse benötigt mehr Feuchtigkeit als Minze und ist widerstandsfähiger gegen Kälte.

Minze und Melisse werden häufig in der Küche verwendet: Sie werden in den Tee und andere Getränke sowie verschiedene Gerichte hinzugefügt. Auch beide Pflanzen werden zu medizinischen Zwecken verwendet. Sowohl Minze als auch Melisse werden als beruhigendes Mittel bei Schlaflosigkeit, Stress und Angst eingesetzt. Minze ist auch für ihre erfrischenden Eigenschaften bekannt: Sie wird zur Verbesserung des Atems, zur Linderung von Übelkeit und Erbrechen verwendet. Darüber hinaus hilft diese Pflanze bei Bauchschmerzen und Magenkrämpfen, und regt den Appetit an. Melisse verbessert ebenfalls die Verdauung, hilft außerdem, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken, und kann zur Behandlung von Kopfschmerzen und Migräne eingesetzt werden.

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