Die gesamte Hibiskussammlung auf einer Pflanze: Wie man die Veredelung an der chinesischen Rose richtig vornimmt
Bei Platzmangel kann man die Hibiskussammlung auf einer Pflanze vereinen. Erreicht wird dies durch Okulation – Veredelung mit einem «Auge» – mehrerer Sorten.
Inhaltsverzeichnis:
Hibiskusveredelung "mit dem Auge": Schritt-für-Schritt-Meisterkurs
Den Vorgang der Okulation können Sie selbst erlernen.
Sie benötigen eine Unterlage – einen 2–3-jährigen Hibiskus – und ein Edelreis – halbverholzte Triebe anderer Sorten – sowie Werkzeuge: eine Gartenschere, ein Okuliermesser und ein Wickelband.
Vorbereitung der Unterlage. Schneiden Sie alle Blätter und Triebe im unteren Teil der Pflanze ab, sodass ein Stamm von bis zu 1 m Höhe entsteht (1).

Kürzen Sie alle Skelettäste um die Hälfte. Entfernen Sie die Blätter vom Trieb der ausgewählten Sorte und lassen Sie ein kurzes Stück Blattstiel übrig (2).

Machen Sie einen Einschnitt am Stamm von 1,5 cm Länge (3).

Kürzen Sie den entstandenen «Zungen» um 1 cm. Schneiden Sie mit einem scharfen Okuliermesser einen Schild mit einer Knospe – den «Auge» (1,5 cm) – vom Steckling ab (4).

Der Schnitt muss glatt und in einer Bewegung ausgeführt sein. Setzen Sie mit Hilfe des Okuliermessers vorsichtig das «Auge» in den Einschnitt. Wickeln Sie die Veredelungsstelle fest mit Veredelungsfolie (nicht mit Klebeband!) ein. Achten Sie darauf, dass der Schild nicht verrutscht, fest anliegt, aber ziehen Sie die Veredelungsstelle nicht zu fest an (5).

Wenn alles richtig gemacht wurde, wird die Knospe in einem Monat erwachen und zu wachsen beginnen (6). Dann entfernen Sie die Umwicklung und kürzen Sie die Skelettäste erneut um die Hälfte.

Wie pflegt man den Hibiskus?
Damit sich der Hibiskus von April bis November an seiner Blüte erfreut, sorgen Sie für gute Bedingungen und Pflege. Die Pflanze benötigt ausreichend Licht, Wärme und eine bestimmte Bodenfeuchtigkeit: Lassen Sie den Wurzelballen nicht austrocknen. Im Sommer gießen Sie den Hibiskus reichlich und besprühen ihn mit Wasser – dies hilft, ihn vor Schädlingen zu schützen. Einmal im Monat düngen Sie mit Mineraldünger für blühende Zimmerpflanzen (15–20 g auf 10 l Wasser). Gut ist es, wenn Sie die Möglichkeit haben, die Pflanze ins Freie zu bringen – in den Garten oder auf die Loggia.
Im Herbst kürzen Sie die stark verlängerten Triebe um etwa ein Drittel (nicht mehr!). Den Rückschnitt können Sie auch auf Ende Februar verschieben – in diesem Fall kürzen Sie die Triebe um die Hälfte. Im Winter benötigt der Hibiskus Licht und Kühle (+10…+15 °C). Moderne Sorten können auch ohne Ruheperiode auskommen und in der Wohnung überwintern, nur fern von Heizgeräten. Es ist ratsam, sie regelmäßig zu besprühen.
Wann topfen Sie den Hibiskus um?
In einem engen Topf fehlen dem Hibiskus Nährstoffe: Er verbraucht sehr schnell Wasser, verlangsamt das Wachstum und hört auf zu blühen. Es ist wichtig, die Pflanzen rechtzeitig im Frühjahr umzutopfen: junge Pflanzen – jedes Jahr, wobei der Topfdurchmesser um 4–5 cm vergrößert wird, Pflanzen älter als 5 Jahre – alle 3–4 Jahre, wobei die oberste Erdschicht ausgetauscht wird.
Foto für den Workshop: Oleg Kulagin