Jede moderne Tierklinik ist mit Geräten ausgestattet, die präzise Diagnosen ermöglichen. Viele häufige Krankheiten zeigen ähnliche Symptome, sodass es äußerst schwierig sein kann, die jeweilige Pathologie zu diagnostizieren. In Notfällen mit Lebensgefahr ist es notwendig, das Problem schnell zu erkennen und eine wirksame Behandlung zu verschreiben. Die Ärzte der Tierkliniken nutzen in ihrer Praxis moderne Untersuchungsmethoden, dank derer eine Diagnose schnell und mit hoher Genauigkeit gestellt werden kann.
In jedem einzelnen Fall wird eine individuelle Methode zur Bestimmung der Erkrankung des Tieres ausgewählt. In der elektronischen Datenbank werden Informationen über den Gesundheitszustand der tierischen Patienten gespeichert, die in dieser Einrichtung regelmäßig betreut werden, Vorsorgeuntersuchungen erhalten und Impfungen bekommen. Dies ermöglicht es, bei der Diagnosestellung Rasse, Alter, erbliche Faktoren und chronische Leiden zu berücksichtigen und Methoden der Differenzialanalyse anzuwenden. Betrachten wir die wichtigsten diagnostischen Untersuchungen, die in Tierkliniken durchgeführt werden.
Labordiagnostik
Zu den labordiagnostischen Methoden der Krankheitserkennung gehören:
- OKA (allgemeiner klinischer Bluttest). Wird durchgeführt, um pathogene Faktoren und Entzündungsprozesse zu erkennen sowie den allgemeinen Zustand des Organismus zu beurteilen.
- Blutbiochemie. Informiert über den Verlauf von Stoffwechselprozessen und die Funktion der inneren Organe.
- Kot- und Urinuntersuchungen. Erkennen parasitäre Infektionen, Erkrankungen der Harnwege und der Nieren.
- Schnelltests. Werden zur schnellen Erkennung spezifischer Pathologien wie der parvoviralen Enteritis bei Hunden verschrieben.
Instrumentelle (apparative) Diagnostik
- US (Ultraschalluntersuchung). Wird zur Beurteilung von Größe und Struktur von Weichteilen und inneren Organen eingesetzt.
- Endoskopie. Wird zur Untersuchung von Magen, Darm und anderen inneren Organen mit einem speziellen Instrument durchgeführt.
- EKG (Elektrokardiogramm). Untersucht die Herzaktivität und Funktionsstörungen des Herzens.
Neben den genannten diagnostischen Methoden werden in Einzelfällen spezialisierte Verfahren eingesetzt: zytologische Untersuchungen (erkennen atypische Zellen), Immunfluoreszenzanalyse (erkennt Tollwut), Messung des Augeninnendrucks und des Blutdrucks (beurteilt den allgemeinen Gesundheitszustand des Tieres).