Retten Sie die Gurken! In Moskau werden «Maischnee» und Frost erwartet.

In Moskau und der Region Moskau kehrt die Kälte zurück. Das angenehme, fast sommerliche Wetter verlässt die Region. Uns erwartet fast eine ganze Woche eisigen Windes, Regens und niedriger Temperaturen. In der Nacht zum 6. Mai versprechen die Wettervorhersager sogar «Mai-Schnee».

Wie an einer Woche sommerliche und fast winterliche Temperaturwerte nebeneinander bestehen und wann eine Erwärmung zu erwarten ist, erklärte der Leiter des Prognostischen Zentrums «Meteo», Alexander Schuwalow.

«In der Nacht zum 2. Mai ist die Temperatur in einigen östlichen Gebieten der Region Moskau auf fast 0 Grad gesunken. Obwohl es insgesamt in der Region und in der Hauptstadt 4 bis 7 Grad warm war, ist dies derzeit die Mindesttemperatur. Natürlich wird sie weiter sinken. In der Region Moskau wird die Temperatur in der Nacht zum Samstag, die am kältesten sein wird, auf minus 3–5 Grad fallen. In Moskau wird es höchstwahrscheinlich ohne Frost auskommen. Aber Minustemperaturen wird es in Neu-Moskau geben», — teilte der Meteorologe mit.

Am Freitag wird das Thermometer tagsüber nicht über 10 Grad Wärme steigen. Am Samstag und Sonntag wird es regnen, die Region gerät kurzzeitig in den warmen Sektor eines Zyklons, daher steigen die Tagestemperaturen auf 12–14 Grad.

«Zu Ostern wird es leider vom Abend am Samstag bis zum Vormittag am Sonntag etwas Regen geben. Aber das ist sozusagen das Vorspiel zu einer weiteren, deutlicheren Kältewelle. Vom 6. bis 8. Mai wird die Temperatur um 0 Grad erwartet, die Tagestemperatur wird 10 Grad Wärme nicht überschreiten», — fügt Alexander Schuwalow hinzu.

Der April dieses Jahres war anomal in Bezug auf die Anzahl der warmen Tage und die Temperatur. Die Tageswerte erreichten wiederholt die klimatische Norm des Juni oder Juli. Aber wie können an einer Woche Werte von +25 und −3 nebeneinander bestehen? Das ist eine Naturstörung — sagt der Meteorologe.

«Im April ist uns die Tatsache entgangen, dass trotz des sehr warmen Wetters in der Mittelzone absolute Monatsrekorde aufgestellt wurden. In Tula, Rjasan und Woronesch lag die Temperatur um 4,6 Grad über der Norm. Auf dem europäischen Gebiet gab es allerdings auch kältere Luftmassen. In den Oblasten Archangelsk und Murmansk, in der Republik Komi und in Karelien lag die Lufttemperatur 2–4 Grad unter der Norm. Und stellenweise gab es noch für April recht starke Fröste. Und dann kam es zu einer Störung der atmosphärischen Zirkulation. Die südlichen Zyklone, die im April stets warme Luft auf das europäische Gebiet brachten, wurden durch eine Frontzone ersetzt, die von Nordwesten nach Südosten ausgerichtet ist. Und nun strömte die Kaltluft in die Mittelzone», — erklärt der Experte.

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Mit dem Einzug so warmer Tage eröffneten viele Datscha-Besitzer nicht nur die Grill-, sondern auch die Gartensaison. Auf den Privatgrundstücken im Moskauer Umland kann man bereits bepflanzte Beete und blühende Tomaten im Gewächshaus sehen. Aber wie kann man die bereits ausgepflanzten Setzlinge bei Frost retten? Die Geheimnisse der Gartenarbeit teilte der Agronom, Vorsitzende der öffentlichen Organisation «Gärtner Russlands», Andrei Tumanow mit.

«Im Moskauer Umland gibt es bis Mitte Juni Fröste. Im Sommer ist das natürlich recht selten, aber im Mai ist das völlig normal. In der ersten Maihälfte kommt es immer zu Nachtfrösten, in der zweiten Monatshälfte nur gelegentlich. Aber man muss trotzdem darauf vorbereitet sein, denn es wird viel Arbeit investiert. Sie ziehen Setzlinge, pflanzen sie aus, und dann – bumm, haben Sie ein wenig nicht aufgepasst, ist alles bei Ihnen erfroren. Deshalb pflanzen die meisten Hobbygärtner ihre Pflanzen im Freiland erst nach dem 15. Mai aus», — sagt der Spezialist.

Auf jeden Fall lassen sich wärmeliebende Pflanzen, die bereits ins Freiland gepflanzt wurden, kaum retten. Die Kälte überleben können nur Kohl und einige Blumen. Doch die im Gewächshaus lassen sich dennoch bewahren, sogar bei minus 3–5 Grad. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten.

«Eine der Absicherungsmöglichkeiten ist das Auspflanzen der Setzlinge in mehreren Büscheln über den Monat verteilt. Die zweite ist eine zusätzliche Abdeckung. Das Gewächshaus gilt bereits als Abdeckung der Pflanzen, aber bei Minustemperaturen ist eine zusätzliche Wärmebewahrung nicht verkehrt. Dazu muss man Fünf-Liter-Wasserkanister nehmen, den Boden abschneiden und die Setzlinge damit von oben abdecken. Solange sie klein sind, reicht diese Flasche völlig aus, um sie vor Frösten zu schützen», — empfiehlt Tumanow.

Neben Flaschen können Pflanzen auch mit Folie oder Stoff abgedeckt werden. Eine Wärmedämmung zu bauen ist nicht schwierig. Aber wie der Experte warnt, sollte man Pflanzen nicht mit beworbenen Mitteln behandeln oder angeblich kälteresistente Samen kaufen. In der Regel ist dies nichts weiter als ein Werbegag, der nicht die erhoffte Ernte bringt.

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