Bauernregel. Zwei beste Daten für die Pflanzung von Gurken im Mai genannt.

Unsere Vorfahren, die aufmerksam die Natur und Tiere beobachteten, erfassten die feinen Zeichen, die das Nahen der Kälte ankündigten, und wählten die beste Zeit zum Pflanzen. Ohne moderne Wettervorhersagen verließen sie sich auf jahrelang erprobte Erfahrung, indem sie natürliche «Signale» nutzten.

Zum Beispiel, wenn die Eberesche, die Heckenrose und der Schneeball blühen, ist es Zeit, die Gurkensetzlinge ins Gewächshaus zu bringen. Und nach der Blüte des Apfelbaums, dem Abfallen der Blütenblätter der Traubenkirsche und dem Aufblühen des Goldregens ist es Zeit, Gurkensamen ins Freiland zu säen.

Bauernregeln verbanden eine reiche Gurkenernte mit bestimmten Daten: 22. Mai (Tag des Frühlings-Nikolaus) oder 28. Mai (Pachomius-Tag). Für eine erfolgreiche Pflanzung wurden auch Dienstag, Donnerstag und Samstag empfohlen, die als günstige Tage galten, die zu einer guten Ernte beitrugen.

Im Gegenteil, das Pflanzen am Mittwoch oder Freitag konnte zu einem weniger glücklichen Ergebnis führen — zu bitteren und dickhäutigen Gurken.

Und das am 5. Juni gepflanzte Gemüse eignet sich laut Bauernregeln am besten zum Einmachen und Einlegen. Und das Pflanzen von Gurken bei windstillem Wetter, so glaubte man, förderte ihr schnelles und gesundes Wachstum.

Übrigens, der 28. Mai — ist der Gedenktag des heiligen Pachomius des Großen. An diesem Tag orientierte man sich nicht nur an Gurken. Es wurde auch angenommen, dass ein roter Himmel bei Sonnenaufgang — auf einen heißen Sommer hindeutet. Ein warmer Tag — auf einen erfolgreichen Fischfang. Wenn Sie einen Regenbogen sehen, bedeutet das, dass das Unwetter vorüberzieht.

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Und am Tag des Frühlings-Nikolaus (22. Mai) wandten sich unsere Vorfahren an die höheren Mächte und baten um Schutz vor Viehkrankheiten und Missernten. Sie glaubten, dass der heilige Frühlings-Nikolaus die Menschen vor bösen Geistern und Unglücken schützt.

Dieser Tag war voller Volkstraditionen. Die Männer versammelten sich tagsüber in den Häusern und veranstalteten abends laute Feste auf den Feldern. Sie zündeten Feuer an, brieten Rühreier, sangen Lieder und tanzten die ganze Nacht. Die Frauen wiederum bereiteten Leckereien zu — sie backten Kuchen, Osterbrote und kochten Marmeladen, die sie dann auf den Lichtungen ausstellten.

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