Gründüngung zur Bodenverbesserung: Welche Gründüngungspflanzen sät man im Herbst und welche im Frühling?
Befreien Sie das Grundstück von Krankheiten, Schädlingen und Unkraut (und das mit einem Schlag!) können Gründüngungspflanzen aus der Familie der Kreuzblütler: Raps sowie Senf – Sarepta-Senf, schwarzer und weißer Senf.
Zur Bodenverbesserung am Ende der Saison können Sie Gründüngungspflanzen aus der Familie der Süßgräser (Roggen, Hafer) oder Kreuzblütler (Senf, Rettich) verwenden. Im Frühjahr sät man Gründüngungspflanzen aus der Familie der Kreuzblütler: Raps sowie Senf – Sarepta-Senf, schwarzer und weißer Senf. Sie vertragen niedrige Temperaturen gut, sodass sie in Gewächshäusern bereits im März gesät werden können.
Inhaltsverzeichnis:
Wann säen Sie Gründüngungspflanzen?
Frühjahrsaussaat von Gründüngungspflanzen
Damit Gründüngungspflanzen dem Grundstück nutzen, müssen sie 3 Wochen wachsen. Danach werden sie mit der Erde umgegraben.
Diese Gründüngungspflanzen können Sie direkt breitwürfig säen. Anschließend müssen die Samen mit einem Rechen in den Boden eingearbeitet werden.
Nach 3 Wochen wird die grüne Masse dieser Pflanzen geschnitten, gehäckselt, auf die Gewächshausbeete verteilt und umgegraben. Aber nicht tief – 3–4 cm sind völlig ausreichend. Wenn man sie tiefer einarbeitet, zersetzen sie sich schlechter und bringen wenig Nutzen.
Nachdem die Gründüngungspflanzen eingegraben sind, müssen die Beete reichlich gegossen werden. Und dann noch eine Woche warten. Danach kann mit dem Pflanzen des Gemüses begonnen werden.
Herbstaussaat von Gründüngungspflanzen
Im August-September sät man Gründüngungspflanzen aus den Familien der Süßgräser (Roggen, Hafer) oder Kreuzblütler (Senf, Rettich).
Wenn das Gewächshaus mit Unkraut verunreinigt ist, entscheiden Sie sich für Süßgräser. Verwenden Sie am besten Roggen und säen Sie ihn im August-September nach der Ernte aus. Im Frühjahr, Mitte April, muss er gemäht und als Mulch verwendet werden, die Erde mit den Wurzelresten – umgraben.
Zur Bodendesinfektion eignen sich weißer Senf und Ölrettich. Säen Sie sie Ende Sommer oder Anfang März aus, und zum Zeitpunkt des Pflanzens der Setzlinge (Paprika, Aubergine, Tomate, Gurke) mähen Sie sie und graben Sie sie 10–15 cm tief in die Erde ein.

Wie wirken Gründüngungspflanzen?
Gründüngungspflanzen gegen Unkraut
Im Wachstumsprozess geben Gründüngungspflanzen eine große Menge spezifischer Substanzen in den Boden ab – Glykoside, die das Wachstum schädlicher Pflanzen unterdrücken.
Gründüngungspflanzen gegen Krankheiten
Kreuzblütler enthalten viele ätherische Öle, die die Entwicklung von Krankheiten wie Schwarzbeinigkeit, Wurzelfäule, verschiedene Welkeerkrankungen, Rhizoctonia und Schorf stark hemmen.
Gründüngung gegen Schädlinge
Auch hier wirken ätherische Öle. Uns Menchen erscheint der Geschmack und Geruch von Senf anziehend, aber Käfer und Würmer können ihn nicht ausstehen (genauso wenig wie Raps und Ölrettich). Besonders mögen Nematoden und Drahtwürmer diese Pflanzen nicht.
Senf und Raps haben lange, verzweigte Wurzeln. Sie dringen tief in den Boden ein und lockern ihn genauso gut wie Regenwürmer. Dabei verbinden die zahlreichen feinen Wurzeln die Bodenkrümel zu einem Ganzen und schützen so den Boden vor Erosion.
Wenn Raps und Senf jedes Jahr auf den Beeten ausgesät werden, verbessert sich der Boden nach einigen Jahren merklich. So muss man ihn auch im Gewächshaus nicht austauschen.