Es war gut gemeint. Genannt wurden Düngemittel, die Gemüse giftig machen.

Im letzten Sommermonat möchte man die Pflanzen düngen, die eine Ernte bringen. Aber das ist nicht immer von Vorteil — die Düngung kann sich als gefährlich erweisen. Auch für den Menschen.

Über schädliche Düngemittel in essbaren Beeten berichtete die Biotechnologin Maria Solotarjowa, Senior Lecturer am Lehrstuhl für Biotechnologie und industrielle Pharmazie der RTU MIREA.

Top 6 Düngemittel, die man beiseitelegen sollte

1. Auf die Beete sollte man besser keinen frischen Mist ausbringen, da er neben einer möglichen Kontamination mit Helminthen und pathogenen Bakterien auch Samen von Unkräutern enthalten kann. Außerdem kann frischer Mist aufgrund der hohen Ammoniakkonzentration die Pflanzenwurzeln verbrennen.

2. Mit Vorsicht sollte man das Einbringen von Holzasche unbekannter Herkunft in den Boden betrachten, da die Bäume, aus denen sie gewonnen wurde, an einer Straße oder auf einem kontaminierten Gebiet gewachsen sein können. Dann bringen sie Schwermetalle mit sich, die sich in den Früchten anreichern.

3. Ein Überschuss an stickstoffhaltigen Mineraldüngern im Boden verlangsamt die Reifung der Früchte und führt auch zur Anreicherung von Nitraten in ihnen. Und die Verwendung von konzentrierten Mineraldüngern ohne vorherige Verdünnung kann zu einer Austrocknung der Pflanzenwurzeln führen.

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4. In einigen Phosphordüngern kann als natürliche Verunreinigung ein Schwermetall wie Cadmium enthalten sein, daher kann eine Überschreitung der zulässigen Dosierungen solcher Düngemittel direkte Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

5. Zusammen mit organischen Düngemitteln können Pilzsporen, Unkrautsamen und Schädlingslarven auf das Grundstück gelangen.

6. Nicht zertifizierte Düngemittel auf Basis von Schlamm können Pestizide aus Abwässern und hohe Konzentrationen von Schwermetallen enthalten.

Die Verantwortung des Nachbarn

Können Düngemittel vom Grundstück des Nachbarn das Gemüse in meinen Beeten «vergiften»? Wohl kaum. Theoretisch können Düngemittel vom Nachbargrundstück bei übermäßig großer Ausbringung zusammen mit dem Grundwasser auf andere Grundstücke migrieren. Dies ist jedoch eine große Seltenheit für private Haushalte mit relativ begrenzten Ausbringungsflächen.

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