Gärtner und Hobbygärtner werden jedes Jahr mit einer Invasion von Schädlingen konfrontiert, die bereit sind, die lang ersehnte Ernte zu ruinieren. Doch einige von ihnen sehen aus wie wahre „Monster“. Wir haben die fünf äußerlich gruseligsten Schädlinge zusammengestellt, bei denen einem eine Gänsehaut über den Rücken läuft.
Inhaltsverzeichnis:
Maulwurfsgrille
Der Name „Maulwurfsgrille“ kommt nicht von ungefähr. Äußerlich erinnert sie tatsächlich an einen Maulwurf, was ziemlich furchteinflößend wirkt. Die Vorderbeine der Maulwurfsgrille sind stark verändert und ähneln denen eines Maulwurfs. Sie helfen ihr, besser im Boden zu graben. Anders als andere Vertreter der Ordnung kann die Maulwurfsgrille jedoch nicht springen, da ihre Hinterbeine kurz sind. Dafür kann sie fliegen, auch wenn sie dies äußerst selten tut. Der Flug ist nur bei sehr warmem Wetter möglich, da sie bei Kühle der Belastung nicht gewachsen ist.
Die Maulwurfsgrille schadet fast allen Kulturpflanzen. Sie schädigt die Wurzeln von Baum- und Strauchsetzlingen, nagt Stängel ab, vernichtet Keimlinge und frisst gesäte Samen.
Raupe des Weißdornspinners
Bis zu 4–5 cm lang, mit dichtem, kurzem Haarkleid, das sie noch abscheulicher macht als die uns bekannten grünen Raupen. Ihre Farbe ist schwarz mit gelblichen und bräunlichen Längsstreifen, der Kopf ist schwarz.
Für den Winter bleiben die Raupen des zweiten und dritten Stadiums in der Baumkrone. Sie versammeln sich in Gruppen von 40–70 Individuen und bauen sich Nester aus zusammengesponnenen trockenen Blättern, was ziemlich unheimlich sein kann.
Diese Raupen richten erheblichen Schaden an Pflanzen an, indem sie nicht nur Blätter, sondern auch Knospen und Blütenknospen fressen. Besonders gefährlich sind sie für Vertreter der Familie der Rosengewächse: Apfel-, Birn-, Kirsch-, Süßkirsch-, Kirschpflaumen-, Ebereschenbäume sowie Mandel, Schlehe, Wein, Heidelbeere und Walnuss. In Jahren der Massenvermehrung können die Raupen die Bäume vollständig ihres Laubes berauben.
Haariger Rosenkäfer
Ein schwarzer Käfer, fast matt, mit breitem, oben leicht abgeflachtem Körper, bedeckt mit langen grauen Haaren, auf dem Halsschild manchmal gelblich. Gerade das Vorhandensein der Behaarung ruft ein besonderes Ekelgefühl hervor. Seine Länge beträgt 8 bis 16 mm, die Breite bis zu 7,7 mm. Auf den Flügeldecken sind weiße Flecken von unregelmäßiger Form sichtbar.
Diese Käfer sind gefährliche Schädlinge und schädigen eine große Anzahl von Pflanzen, darunter sowohl Obstbäume als auch Zierpflanzen, Gemüse, Feld- und Melonenkulturen. Besonders stark leiden Blüten und Fruchtansätze von Apfelbäumen, Birnen, Rosen, Hagebutten, Ebereschen, Felsenbirnen, Mandeln, Zitronen, Mandarinen, Weintrauben sowie Pflanzen wie Rosskastanie, Flieder, Holunder, Johannisbeere, Pfingstrose, Mohn, Kohl, Rettich, Senf, Rote Bete, Gurken, Wassermelonen, Melonen, Hülsenfrüchte, Getreide. In Zeiten der Massenvermehrung können die Käfer innerhalb von zwei bis drei Tagen die Blüten der Rosengewächse vollständig zerstören, indem sie die Staubblätter und Stempel ausfressen.
Nematoden
Diese Würmer erreichen Größen von 0,25 bis 3 mm und haben ein charakteristisches Merkmal: In der Mundhöhle befindet sich ein Stilett – ein scharfer Stachel, mit dem sie die Pflanzenzellen durchstechen.
Das Aussehen der Nematoden ruft bei vielen starke Abscheu hervor, besonders wenn man sie unter Vergrößerung betrachtet. Die Würmer erscheinen fast unsichtbar, aber unter der Lupe zeigt sich ein äußerst unangenehmes Bild: ein durchsichtiger oder milchig-weißer, fadenförmiger Körper, der sich mit unnatürlicher Geschmeidigkeit windet.
Nematoden können praktisch jeden Pflanzenteil befallen: von Samen bis zu Blüten, von Stängeln bis zu Wurzeln und Zwiebeln. Sie dringen in lebendes Gewebe ein und saugen den Saft, was zur Erschöpfung der Pflanze führt.
Spinnmilbe
Ihre Länge beträgt normalerweise weniger als 1 mm, und mit bloßem Auge sind sie kaum zu erkennen. Dennoch werden sie dadurch nicht weniger beängstigend. Auf der befallenen Pflanze kann man ein sehr feines, klebriges Spinnennetz bemerken, und darauf winzige bewegliche Punkte in brauner, dunkelgrüner, gelber oder roter Farbe.
Betrachtet man diese Schädlinge unter der Lupe, sieht man typische Vertreter der acarimorphen Milben: Spinnentiere mit einem länglichen Körper, acht Beinen und vier Augen auf dem Kopf. Ein Albtraum für jeden Arachnophoben.
Diese Milben sind äußerst anspruchslos und können auf den unterschiedlichsten Pflanzen parasitieren – sowohl auf Zimmer- als auch auf Nutz- oder Zierpflanzen. Besonders häufig findet man sie auf Gurken, Tomaten, Kürbissen, Paprika und Pflanzen aus der Familie der Rosengewächse, und bei Zimmerpflanzen bevorzugen sie Begonien, Zyklamen und Balsaminen. Manchmal kommen sie sogar auf Nadelgehölzen vor.
Spinnmilben ernähren sich von Pflanzensaft. Zusätzlich stört der Speichel der Milbe den Stoffwechsel in der Pflanze, was ihre Abwehrmechanismen schwächt. Infolgedessen trocknen die Blätter aus und fallen ab, und bei starkem Befall kann die Pflanze absterben.