Physikalisch-mechanische Methode zum Schutz des Gartens vor Schädlingen

Auch die physikalisch-mechanische Methode zum Schutz von Obst- und Beerenpflanzungen vor Schädlingen und Krankheiten sollte breite Anwendung finden. Sie besteht in der Anwendung verschiedener Fallen, der thermischen Behandlung von Pflanzmaterial und der manuellen Beseitigung von Schädlingen durch Einsammeln.

Um einen Befall durch Krankheiten und Schädlinge zu verhindern, die mit dem Pflanzmaterial übertragen werden, wird dieses in heißem Wasser erhitzt. So verfährt man zum Beispiel mit Erdbeersetzlingen zur Vernichtung der Erdbeermilbe, mit Stecklingen und Setzlingen der Schwarzen Johannisbeere zum Schutz vor der Johannisbeergallmilbe.

Zum Fang und zur Vernichtung von Schädlingen werden UV-Lichtfallen eingesetzt. Fluginsekten werden auch mit Fallen gefangen, die mit gärenden Duftstoffen versehen sind (man kocht Kompotte aus Blättern und Früchten der von ihnen befallenen Pflanzen, unter Zugabe von Zucker und Hefe), diese werden in kleine Tröge gefüllt und in der Krone aufgestellt oder aufgehängt; täglich müssen die Fallen von gefangenen Insekten gereinigt werden.

In Obstgärten werden häufig Leimringe verwendet, die Schädlinge fangen, die nach der Überwinterung entlang der Baumstämme aus dem Boden in die Krone wandern und umgekehrt vor dem Winter aus der Krone in den Boden. Die Ringe werden 2-3 Wochen nach der Blüte am unteren Teil des Stammes und an der Basis der Skelettäste angebracht. Die Ringe werden aus Werg, Papier, Jute und anderen undurchsichtigen Materialien hergestellt. Es gibt trockene, mit Beeren getränkte und klebende Ringe.

Siehe auch:
Biologische Methode zur Bekämpfung von Gartenschädlingen

Beim Anlegen der Ringe an den Stämmen werden sie oben und unten mit Bindfaden umwickelt, jedoch nicht zu fest, sondern so, dass Raupen hineinkriechen können. Von Zeit zu Zeit werden die Ringe kontrolliert und die Schädlinge entfernt. Nach der Ernte werden die Ringe abgenommen.

Im Kampf gegen Schnecken legt man im Garten Bretter, Lumpen, Sperrholzstücke, Schiefer und ähnliche Materialien aus, unter denen sich die Schädlinge tagsüber verstecken. Diese werden eingesammelt und vernichtet. Viele Insekten werden von Hand gesammelt und vernichtet: zum Beispiel schüttelt man den Himbeerkäfer und andere Schädlinge in den frühen Morgenstunden auf eine Folie oder Plane; sammelt die Wintergespinste des Weißdornspinners; schneidet befallene Triebe ab; vernichtet Insektenlarven und -puppen im Boden, indem man ihre Lebensbedingungen stört, und verwendet auch andere Vernichtungsmethoden.

Gegen Nagetiere und Vögel, die Beeren und Früchte schädigen, wendet man am besten verschiedene Abschreckungsmittel an (Lärm, glänzende Gegenstände usw.). Zum Schutz vor Nagetieren werden die Bäume (Stämme und die Basis der Skelettäste) mit Stoffstreifen, Tannenzweigen, Mulchpapier, Dachpappe o. Ä. umwickelt. Im Winter wird der Schnee nach Schneefällen um die Pflanzen herum festgetreten, um sie vor Mäusen zu schützen.

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